Verbände Qualitätsnahe Verbände

Die deutschen Automobilhersteller und ihre Zulieferer verfügen seit dem 1. August 1997 über das Qualitäts Management Center (QMC). Das QMC ist beim Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) im Geschäftsbereich von Herrn Dr.-Ing. Ulrich Eichhorn unter der Leitung von Herrn Heinz-Günter Plegniere angesiedelt.

Die Aufgaben und Leistungen des QMC sind so vielfältig, wie die Fragestellungen, mit denen wir uns tagtäglich im Qualitätsmanagement der Automobilindustrie beschäftigen. Das Spektrum reicht von der Entwicklung von Systemen und Methoden bis hin zur Gestaltung der Zukunft von Qualitätsmanagementsystemen in der Automobilindustrie.

Gesteuert werden diese Entwicklungen sowie die Ausrichtung des QMC vom obersten Gremium des deutschen Qualitätsgeschehens der Automobilindustrie, dem QM-Ausschuss unter dem Vorsitz von Herr Frank Tuch, Volkswagen AG.

Aus den VDA-Mitgliedsfirmen wird der undefinedQM-Ausschuss gestellt. Im undefinedQM-Ausschuss sind alle Automobilhersteller sowie die gleiche Anzahl von Automobilzulieferer durch ihre QM-Leiter und der VDA durch einen Geschäftsführer vertreten.

Das QFD Institut Deutschland e. V. (QFD-ID) wurde am 6. März 1996 auf Initiative von Herrn Prof. Dr. Georg Herzwurm und Herrn Gerd Streckfuß in Köln gegründet. Zielsetzung des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung, Verbreitung und Weiterentwicklung der Qualitätsmethode "Quality Function Deployment (QFD)" in Deutschland, insbesondere in allen Zweigen der Industrie und an den Hochschulen.

Die Zerstörungsfreie Prüfung ist ganz wesentlich mitverantwortlich für Unfälle und Katastrophen,
die nicht passieren. Vermutlich ist das die Ursache dafür, dass sie trotz der enormen Bedeutung, die sie für das tägliche Leben jedes Einzelnen hat, so wenig im Bewusstsein der Menschen präsent ist.

Dies zu ändern, durch alle Möglichkeiten der Information und Kommunikation, ist gegenwärtig eine der wichtigsten Aufgaben der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP).

Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen, Computertomographie, Video- und Endoskopie sind Begriffe, die den meisten Menschen bekannt sind. Dass diese und viele andere Methoden aber nicht nur in der Medizin genutzt werden, sondern auch zur Zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) von Bauteilen und Materialien, ist weitgehend unbekannt.

Der Wunsch, Werkstoffe und Werkstücke zerstörungsfrei – das heißt in einer Weise, die die spätere Verwendung nicht beeinträchtigt – zu prüfen, ist so alt wie das Vermögen der Menschen, diese zu bearbeiten. 

Das kritische Beäugen eines von Hand oder mit einem Werkzeug geformten Gegenstandes, das Abklopfen einer Keramik mit dem Fingerknöchel oder das Abtasten einer bearbeiteten Oberfläche mit der Fingerspitze sind zerstörungsfreie Prüfmethoden, die den Menschen seit Urzeiten selbstverständlich sind. 

Als bedeutender wirtschaftlicher Faktor aber ist diese Technik noch relativ jung. Erst als Mitte des
19. Jahrhunderts der gewaltig ansteigende Bedarf an Rohstoffen die Industrie vor das Problem der Materialeinsparung bei gleichzeitig erhöhten Sicherheitsanforderungen stellte, wurden spezielle Verfahren in die praktische Materialprüfung eingeführt. In dieser Zeit wurde auch der Begriff „Zerstörungsfreie Materialprüfung“ geprägt. 

Mit Hilfe der ZfP können verborgene Fehler in Materialien, Bauteilen und Konstruktionen vor und während ihres Betriebes so frühzeitig erkannt werden, dass deren unvorhergesehenes Versagen verhütet wird. Unfälle mit Gefährdung von Menschenleben und schweren Sach- und Umweltschäden können damit vermieden werden.

Von großer Bedeutung ist die Zerstörungsfreie Prüfung auch in der Kunst. Eine zerstörungsfreie Untersuchung von Kunst- und Kulturgegenständen – eine zerstörende Untersuchung käme schon wegen des oft unschätzbaren Wertes der Objekte nicht in Frage – gibt den Kunst- und Kulturhistorikern oft Aufschluss über bisher unbekannte Aspekte der menschlichen Entwicklung oder ermöglicht die sichere Zuordnung eines Kunstwerkes zu einem bestimmten Künstler. Eine Fälschung hat hier keine Chance.

In fast allen Industriezweigen ist die ZfP zum unverzichtbaren Instrument für Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung geworden.

Heute ist keine Gas- oder Ölversorgung, kein Start eines Flugzeuges, keine Herstellung eines Autos oder eines Zuges, kein Brückenbau und kein Betrieb eines Kraftwerkes mehr denkbar ohne die ständige Kontrolle mittels Zerstörungsfreier Prüfung. Jedes sicherheitsrelevante Teil wird geprüft!

Der Ludwig-Erhard-Preis ist der Deutsche Excellence Preis - unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Ariane Derks, Geschäftsführerin der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ sagte anlässlich der Preisverleihung:„Die Preisträger des Wettbewerbs belegen, was  „Made in Germany – Land of Ideas“ heißt. Sie stehen für nachhaltige Qualität und gute Ideen aus Deutschland.“

DGM – kompetenter und einflussreicher Partner der Werkstoff orientierten Fachwelt

 

"Die technisch-wissenschaftlichen Vereine sind die Garanten der fachlichen Kommunikation in einem zunehmend pluralistischen Umfeld". Können wir diese Behauptung wagen angesichts der umfassenden personellen und materiellen Ausstattung der staatlichen Institutionen und privatwirtschaftlichen Dienstleistungsbetriebe in Forschung und Lehre? Können wir erwarten, dass die Vereine vor dem Hintergrund einer durchorganisierten Wissenschaftswelt als ernst zunehmende Plattform für die fachliche Kommunikation überhaupt noch eine Chance haben?

 

Die technisch-wissenschaftlichen Vereine verkörpern heute angesichts der zunehmenden Komplexität und Interdisziplinarität in den meisten Fachgebieten Kompetenz und Überschaubarkeit zugleich. Wie könnte es anders sein, dass sich namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Industrie für die Mitarbeit in den Vereinen zur Verfügung stellen? Die Vereine bieten das Forum, auf dem sich die unterschiedlichsten Interessengruppen zwischen Staat und Privatwirtschaft begegnen und miteinander, sei es informell, sei es öffentlich kommunizieren. Sie schaffen damit die Voraussetzung für die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis, ohne die Wissenstransfer schwerlich gelingt. Ihre Fachgremien bilden den vorwettbewerblichen Rahmen für die erfolgreiche Umsetzung der gemeinschaftlich erarbeiteten Forschungsergebnisse. In der öffentlichen und privaten Forschungsförderung wird die Empfehlung der Vereinsrepräsentanten vertrauensvoll gewürdigt. Wo könnten in diesen Zeiten des Umbruchs gerade auch Fragen der Ausbildung im institutionellen Vorfeld besser abgestimmt werden als auf der Ebene der Vereine?

 

Die Vereine tragen entscheidend dazu bei, die Identität der Fachgebiete immer wieder neu zu definieren. Materialwissenschaft und Werkstofftechnik haben ihre Identität in den letzten Jahren erst entwickeln müssen. Auch in der weiterverarbeitenden Industrie sind sie heute aus der rein analysierenden oder beratenden Rolle herausgetreten, um eine aktivere Rolle im Rahmen der Produktgestaltung zu übernehmen. In den Industrien der Primärerzeugung und Halbzeugfertigung haben die Metallurgie und Metallkunde diese eigenständige Rolle schon seit jeher. Aber mit zunehmender Fähigkeit, maßgeschneiderte Produktlösungen anzubieten oder sogar neue Funktionen im Werkstoff, eben funktionelle Werkstoffe, hervorzubringen, bekommt die Werkstofftechnik auch allgemein strategische Bedeutung. Mit "Neuen Werkstoffen" und unkonventionellen Herstellverfahren, aber auch mit nie da gewesenen Prüf- und Beobachtungsmöglichkeiten gehört sie heute weltweit zu den potentesten Innovationsfeldern. Mit dieser Perspektive kann Werkstofftechnik von den eingeführten Ingenieurfächern, namentlich Maschinenbau und Elektrotechnik, immer weniger "mit erledigt" werden.

Der Prozess der gesellschaftlichen Anerkennung des "Werkstofffaches" ist also in vollem Gange. Ich bin davon überzeugt, dass die DGM für die Identitätsdiskussion ein hervorragendes Forum darstellt. Die deutsche Gesellschaft für Materialkunde bietet dafür allen Werkstoff orientierten Fachleuten, und zwar Wissenschaftlern wie Praktikern gleichermaßen, ein kompetentes Forum. Durch die Vielgestaltigkeit ihres Mitgliederpotentials, durch die lebendige Arbeit in den zahlreichen Fachausschüssen und eine gut eingespielte Infrastruktur hat sie gezeigt, dass sie beste Voraussetzungen mitbringt, zwischen den verschiedenen Lagern in Wissenschaft und Praxis zu vermitteln.

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