| Prüfprozesseignung, Eignung von Messsystemen, Mess- und Prüfprozessen, Erweiterte Messunsicherheit, Konformitätsbewertung, 2. vollständige überarbeitete Auflage 2010 |
| Die hier beschriebenen Verfahren basieren auf DIN V EN 13005 (Leitfaden zur Angabe von Unsicherheiten beim Messen (GUM) [22] und DIN EN ISO 14253 (Prüfung von Werkstücken und Messgeräten durch Messen, Teil 1: Entscheidungsregeln für die Feststellung von Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung mit Spezifikationen) [13]. Weiter sind die aus der MSA [1] bekannten und weit verbreiteten Verfahren zur Beurteilung und Abnahme von Messeinrichtungen integriert. Ebenso sind Hinweise zur Validierung von Messsoftware gegeben. Um die Funktion von technischen Systemen zu gewährleisten, ist die Einhaltung vorgegebener Toleranzen von Einzelteilen und Baugruppen erforderlich. Die Festlegung der erforderlichen Toleranzen im Konstruktionsprozess hat folgende Aspekte zu berücksichtigen: · Die Funktion des Erzeugnisses muss gewährleistet sein. · Einzelteile und Baugruppen müssen sich problemlos fügen lassen. · Die Toleranzen müssen in wirtschaftlicher Hinsicht so groß wie möglich und im Hinblick auf die Funktionalität so klein wie nötig sein. · Die Erweiterte Messunsicherheit ist bei der Statistischen Tolerierung zu berücksichtigen. Im Bereich der Toleranzgrenzen kann auf Grund der Messunsicherheit keine gesicherte Aussage über die Einhaltung oder Nichteinhaltung der Toleranzen erfolgen. Dies kann zu falschen Bewertungen von Messergebnissen führen. Deshalb sind bereits bei der Planung von Messprozessen sowohl die Messsystem- als auch die Messprozessunsicherheit zu berücksichtigen. Diese Schrift bezieht sich primär auf die Prüfung geometrischer Größen. Ob die aufgezeigte Vorgehensweise auch für andere physikalische Messungen geeignet ist, muss im Einzelfall beurteilt werden |
Quelle: VDA-QMC.de















