Seid 1. Oktober liegen die neuen „Zertifizierungsvorgaben der Automobilindustrie zur Technischen Spezifikation ISO/TS 16949:2002, 3. Ausgabe„ vor. Sie sind bei VDA-QMC - www.vda-qmc.de - käuflich zu erwerben.
Wiewohl diese Regeln eigentlich Vorgaben für den Zertifizierer sind, betreffen einige Änderungen direkt die zertifizierten Firmen. Die neuen Regeln gelten zwingend ab 1.1.2009.
Im Einzelnen:
- bei der Berechnung der Audittage vor Ort muss die Gesamtzahl der Mitarbeiter am Standort berücksichtigt werden (einschließlich Vollzeit-, Teilzeit-, freie Mitarbeiter und Zeitarbeiter)
- Nach dem Zyklus von 3 Jahren muss das Auditorenteam ausgewechselt werden. (für Rezertifizierung und Überwachungen). Wenn diese Forderung nicht eingehalten werden kann, (z.B. spezielle Scopes oder Länder) muss vorab eine Freigabe durch VDA-QMC erfolgen
- Die Planung des Rezertifizierungsaudits muss ausreichend Zeit vorsehen um festgestellte Abweichungen zu schließen. Die Zertifizierungsentscheidung muss vor dem Ablaufdatum des bestehenden Zertifikates erfolgen.
Dies bedeutet, dass das Rezertifizierungsaudit so frühzeitig durchgeführt werden muss, dass die Firma Zeit hat Abweichungen zu schließen (max. 90 Tage) und Zeit vorhanden sein muss, um eine Zertifizierungsentscheidung zu fällen, bevor das alte Zertifikat ungültig wird.
In der Praxis verschieben sich dadurch die Termine der Rezertifizierungsaudits 3 – 6 Wochen nach vorne, je nach Systemsicherheit beim Unternehmen. Ausschlaggebend ist der letzte Audittag des Zertifizierungs-/ Rezertifizierungsaudits. - Bei Überwachungsaudits mit einer Hauptabweichung muss der Kunde innerhalb von 20 Kalendertagen eine Ursachenanalyse durchführen und die Abstellmaßnahmen umsetzen (es ist das Beheben der Abweichung und nicht die Korrekturmaßnahmen zur Behebung der Ursache gemeint).
- Der Zyklus der Überwachungsaudits kann auf 6, 9 oder 12 Monate festgelegt werden, muss dann aber eingehalten werden (kein Wechsel im Zyklus des Zertifikates)
- Standorte mit unterstützenden Funktionen müssen bei der Erstzertifizierung vor dem Audit des unterstützten Produktionsstandorts auditiert werden.
- Interne Audits müssen prozessorientiert durchgeführt werden. (S. 32, 5.8/i)















