Oh je... da scheine ich mich dann wohl doch etwas "katholisch" ausgedrückt zu haben.
pefiULM schrieb:
Zuerst mal will ich mein persönliches Unverständnis ausdrücken. Ich kann ja verstehen, wenn Dein Vater den Dominator in eurem Betrieb gibt. Sicher hat er ihn aufgebaut, aber so? Kapier ich nicht, muss ich auch nicht.
Er gibt nicht den Dominator, aber wenn man Geld ausgeben will, muss man sich das bei einem mittelständischen Betrieb, wie wir einer sind, in der Regel vom Chef absegnen lassen. Im Jahr 2002 habe ich in Zusammenarbeit mit einem externen Berater, welcher auch Audits durchführt unser Handbuch geschrieben und erarbeitet. So ganz unbeschrieben bin ich in Sachen QM also nicht. Eher das Gegenteil, ich unterstüze befreundete Betriebe beim Aufbau Ihres QM-Systems.
Ich würde dringend empfehlen die Nachprüfung einfach bleiben zu lassen, denn die führt mit Sicherheit ins Fiasko.
Wieso sollte diese ins Fiasko führen?

Insgesamt ist das glaube ich jetzt unsere 6te Nachprüfung und wir sind eines der führenden Unternehmen ind Deutschland beim Thema Schädlingsbekämpfung.
Ich sehe aus Deinem geschriebenen, dass aus irgend einem Grund wohl eine Zertifizierung notwendig war und das wurde dann auch mehr schlecht als recht gemacht. Die Hauptsache die Zert ist da!
Als das QMS seinerzeit eingeführt wurde, haben wir zukunftsorientiert gedacht. Kundenanforderungen gab es dazu noch keine. Heute sind wir dankbar das wir es haben. Als wir nach und nach größer wurden, hat es sich für uns immer und immer wieder bezahlt gemacht.
Es wurden, nach meiner Meinung mehrere Fehler gemacht. Einer davon ist die Sicht der Dinge. Es dreht sich nicht darum eine Zertifizierung zu erhalten, sondern darum die Arbeitsweise Eures Unternehmens zu dokumentieren und in der Weise aufrecht zu erhalten, dass sich jeder irgend einen Arbeitsprozess heraus greifen kann und egal wer ihn gerade ausführt, ist der Arbeitsprozess immer von gleicher Qualität. Das nennt man Leben eines Qualitätsmanagements.
Bei Euch funktioniert das leider nicht, weil der Kopf der Firma das nicht will oder nicht verstanden hat um was es hier geht.
Ich denke, auch hier bin ich einfach falsch verstanden worden. Wir leben unser QM-System tatsächlich, weil, wie weiter oben schon beschrieben, habe ich unser QMH selbst erstellt. Bei der Erstellung habe ich mich an den Arbeitsweisen unseres ersten Technikers orientiert und auch an den bereits bestehenden Arbeitsprozessen. Sicherlich gab es hier und da immer mal wieder Optimierungen, was ja auch ein Sinn des QM-Systems ist. Hinzuzufügen sei dazu noch, dass wir gerade in unserer Branche die meisten Verordnungen und Gesetze einzhalten haben, welche schon von sich aus eine ordnungsgemäße Dokumentation fordern. Das QMS kommt uns also auch hier nur entgegen.
Ihr werdet erst dann Erfolgreich sein, wenn diese Einstellung von Grund auf geändert wird. Damit meine ich vom Kopf her. Alles andere ist Augenwischerei, leider.
Ich denke wir sind ziemlich erfolgreich.
Nimm mir meine Darstellung nicht Übel ich will Dich persönlich nicht Hemmen oder Beleidigen. Ich möchte mit meinen Worten einen Denk- und Handlungsansatz bringen.
Ich nehme Dir Deine Darstellung nicht übel, im Gegenteil. Allerdings scheinen wir uns etwas missverstanden zu haben. Wie ich im oberen Teil versucht habe zu klären. Auch ich bin dafür, eine Zertifizierung abzubrechen, wenn der Sinn eines QMS nicht erkannt wird.
Audit einmal anders? Gibt es nicht, denn hier sind eindeutige Verhaltensregeln und Ablaufszenarien für Auditoren vorgeschrieben, damit meine ich genormt.
Grüßle
Peter

Schade... ich dachte, man könnte ein Audit etwas interessanter gestalten und sich intensiver an den Arbeitsabläufen orientieren. Nach 8 Jahren internen Audits hätte ich gern einmal den üblichen Salmon abgeschafft, um auch in diesem Bereich das Qualitätsbewusstsein weiter zu schärfen.