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THEMA: Personalplanung



Personalplanung 17 Nov 2010 11:31 #9534

Hallo,

ich bin gerade dabei, unsere Prozesse "neu zu gestalten".
U. a. ist ach der Personalprozess dabei.
Diesen habe ich abgebildet mit folgenden Unterprozessen:
- Personalplanung
- Aus- und Weiterbildung
- Mitarbeiter-Motivation

Alles gut und schön.

Jetzt kam die Frage auf, ob wir einen Unterprozess "Personalplanung" nach ISO TS 16949 brauchen.
Meine spontane Antwort war: ja
Jetzt habe ich aber noch mal in der Norm nachgeschaut und da steht das eigentlich nicht so drin.
Was man braucht ist die Aus- und Weiterbildung und die MA-Motivation / -Befragung.

Kann ich mir dann den Prozess "Personalplanung" sparen?
Oder kann ich mit Punkt 6.1 das "beweisen", dass er notwendig ist?
Da wir bzgl. der Prozesse erst am Anfang sind und unser "neues" QM-Handbuch bis spätestens Anfang März fertig sein muss (wenigsten grob ), damit der Auditor dies auch rechtzeitig zur Prüfung vor dem "großen" Audit Mitte April bekommt.

Ich habe hier noch ca. 17 Prozesse / Unterprozesse, die noch beschrieben werden sollen - aber ich bin zuversichtlich, dass ich das bis spätestens Ende Januar 2011 soweit hinbekomme, dass wir "Verfeinerungen" vornehmen können.

Deshalb bleibt mir wenig Zeit zum Diskutieren, ob der eine oder andere Unterprozess auch von der Norm gefordert ist, oder ob er einfach "nice to have" ist.

Ich hoffe, Ihr versteht mein Problem:
- Brauche ich einen Prozess "Personalplanung"? ja oder nein? und wenn ja: welchen Normpunkt betrifft das.

In der Hoffnung auf rege Antworten wünsche ich Euch schon jetzt noch einen schönen Tag.

Viele Grüße

Silke
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Aw: Personalplanung 17 Nov 2010 12:34 #9535

Servus Silke,
erstmal vielen Dank für die gründliche Erklärung der Frage.

Antwort: nice to have.

Aber auch:
Ich würde mir als Unternehmer dieses Instrument der Unternehmensentwicklung nicht aus der Hand nehmen lassen und von meinen Angestellten, egal nach welchen Kriterien, behandeln und entscheiden lassen.

Genau hier setzen alle "Unternehmensberater" an um den Gewinn einer Firma zu beeinflussen. Siehe unster größter Konzern im Bereich Kommunikation mit Kabeln und Funkmasten. Hatte ehedem 230.000 MA, heute für Deutschland ca. 130.000 und weltweit 250.000 und ist am Umsatz und Gewinn "größter deutscher Konzern".

Klar was ich meine?
Also gut, lass es besser weg.

Grüßle
Peter
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Die Zukunft war früher auch besser! (Karl Valentin)

Aw: Personalplanung 18 Nov 2010 06:43 #9536

Hallo Silke,
der Personalprozess sollte auf jeden Fall beschrieben sein.

Es sind Teilgebiete geregelter Bereiche zu berücksichtigen. Dies sind Gesetze, Verordnungen und auch Richtlinien der Berufgenossenschaften. Auch sind u.U. in Anlehnung an kundenspezifische Anforderungen die mit der 9001 harmonisierten Normen wie z.B. 14001, 18001 etc. zu realisieren. Kooperationspartner wie Krankenkassen haben gemäß SGB einen Auftrag und sind somit in der Lage Betriebe im Rahmen einer projektgeführten Gesundheitsförderung monetär zu unterstützen.

Zurück zum Punkt bzw. deiner Frage, sonst hör ich nicht auf
Die zusätzlichen Anforderungen der ISO/TS sind:

  • Ausbildung am Arbeitsplatz,
  • (bei neuen oder geänderten Tätigkeiten sowie bei Leih- u. Kurzzeitbeschäftigten, MA. mit Einfluss a.d. Qualität u. Fehlerfolgen informieren!)
  • Mitarbeiterbewußtsein,
  • (und zwar über Identifikation mit dem Produkt, also Bedeutung der Tätigkeit sowie Ideen zur Erlangung der Ziele)
  • Schulung,
  • (dokumentiertes Verfahren einführen!)
  • Übertragung von Befugnissen,
  • (Methodisch anbieten wie die Motivation zur ständigen Verbesserung, zur Erlangung von Zielen u.d. Qualitätsbewußtsein geregelt ist)


Achung! Produziert dein Unternehmen Sicherheitsteile? Dann ksF beachten.

Sinn macht es m.E. im Personalprozess grundsätzlich folgende Dinge zu regeln:

  1. Bedarfsermittlung
  2. Auswahl & Einführung
  3. Mitarbeiterentwicklung
  4. Beenden des Arbeitsverhältnisses


Die einzelnen Punkte sind logischerweise mit "Fleisch" zu untersetzen. Bei Interesse bitte melden.
Beste Grüße
Rudi
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Aw: Personalplanung 18 Nov 2010 07:16 #9537

Hallo Silke,
spontane Antwort: nein.

Explizit gibt es keine Forderung nach einem Prozess Personalplanung, ABER:
mal so ganz aus der praktischen Überlegung heraus: wenn ihr einen Auftrag kriegt, ist es durchaus sinnvoll, daß sich mal jemand hinsetzt und ermittelt, ob ihr den Auftrag überhaupt ausführen könnt. Das könntest Du sehr schön beschreiben bei der Analyse der Herstellbarkeit / Machbarkeit, Stichwort Kapazitätsplanung.

Eine weitere Möglichkeit das festzuzurren ist die Produkt- und Prozessentwicklung, dort werden Fertigungskapazitäten auch nähers betrachtet - spätestens.

Losgelöst vom Einzelfall eines angedrohten Auftrags wird sich bei Euch (hoffentlich) jemand Gedanken machen, wie die Zukunft des Unternehmens aussehen soll oder zumindest könnte. Machen meist die Geschäftsführer, eine phantastische Möglichkeit, den Punkt Bereitstellung der Ressourcen in der Prozessbeschreibung "Unternehmensführung" abzuhandeln.

Wenn Du unter Personalplanung auch die Personaleinsatzplanung (vereinfacht gesagt: das Erstellen von Schichtplänen) mit verstehst: dieser Punkt ist am besten aufgehoben beim Thema Produktrealisierung.

So, wieder mal dumm gelaufen: es gibt keine explzite Forderung, aber um eine Festlegung an geeigneter Stelle kommst Du nicht herum. Macht aber auch Sinn: das Erlebnis:"uuuups - dafür haben wir ja gar nicht genügend Personal" ist ein verzichtbares und so notwendig und benötigt wie Fußpilz.
Grüßle
T
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Aw: Personalplanung 18 Nov 2010 08:40 #9540

Hallo zusammen

und vielen Dank für Eure Antworten.
Diese haben mir super weitergeholfen.

Da ich den Prozess "Personalplanung" eigentlich auch sehr wichtig erachte, weiss ich jetzt, wie ich dies gegenüber meinem Chef "verkaufen" kann

VG
Silke
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Aw: Personalplanung 18 Nov 2010 12:11 #9543

... schau mal in den Kap. 6.1., 6.2.2 --> muss - Anforderungen. Die Frage ist grundsätzlich was Ihr unter Personalplanung versteht... Ich verstehe darunter das was in den beiden Kapiteln beschrieben ist (Analyse, "Root Cause", Corrective Action, ...)...

By the way, ich verstehe, dass Du QM bist, also solltest Du nicht die Prozesse für andere Bereiche definieren... Nicht die verantwortlichkeit von QM, bzw. wird definitiv zu Akzeptanzproblemen führen...
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Aw: Personalplanung 18 Nov 2010 12:53 #9547

Hallo,

nur um das richtig zu stellen:
Ich definiere keine Prozesse für die entsprechenden Bereiche - ich unterbreite den PE Beipiele, wie ihr Prozess aussehen könnte (da wir hier sehr viele Laien als PE haben, komme ich sonst nicht weiter).
Alles weitere - weitere Vorgehensweise, Diskussion bzgl. Ablauf, und und und kommt natürlich von den PE + Teams und ich moderiere das alles nur.

Ich erstelle nur diejenigen Prozesse, die mich betreffen (z. B. Doku-management).

VG
Silke
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Aw: Personalplanung 18 Nov 2010 17:12 #9552

Infosaurus schrieb:
... schau mal in den Kap. 6.1., 6.2.2 --> muss - Anforderungen. Die Frage ist grundsätzlich was Ihr unter Personalplanung versteht... Ich verstehe darunter das was in den beiden Kapiteln beschrieben ist (Analyse, "Root Cause", Corrective Action, ...)...

By the way, ich verstehe, dass Du QM bist, also solltest Du nicht die Prozesse für andere Bereiche definieren... Nicht die verantwortlichkeit von QM, bzw. wird definitiv zu Akzeptanzproblemen führen...

Es ist nett, wichtig zu sein.
Aber es ist wichtiger,
nett zu sein.
Beste Grüße
Rudi
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