Hallo Kufrath,
prinzipiell gebe ich meinem Vorposter recht: so eine Grenze im Sinne von: da kippt die Wirtschaftlichkeit gibts für die FMEA nicht wirklich. Mir sind auch keine Literaturquellen bekannt, die sich mit sowas beschäftigen.
Aspekt Nr. 1:
M.E. sinnlos wirds da, wo Maßnahmen in der FMEA definiert werden, aber nicht umgesetzt werden - siehe auch ältere FMEA Themen. In USA ist es mittlerweile usus, für jedes Risiko Maßnahmen zu hinterlegen. Es soll mir aber niemand versuchen weis zu machen, dass dann dafür auch das Umsetzungspotenzial vorhanden ist. Mir drängt sich da vielmehr der Verdacht auf, daß die FMEA dazu verwendet wird, produkthaftungsrechtlicher Verschiebungen (natürlich zum Lieferant hin) vorzunehmen.
Aspekt Nr. 2:
Wenn die einfach zu realisierenden Maßnahmen umgesetzt sind, kommen die schwierigeren dran - schwierig deshalb, weil beim Aneinanderreiben von Daumen und Zeigefinger zunehmend der Schmierstoff ausgeht. Und zumeist gehts halt immer massiver ins Geld - bei i.a. abnehmendem Verbesserungseffekt. Allerdings wie eingangs erwähnt: die Grenze, bis wohin die Maßnahmen aus der FMEA wirtschaftlich sinnvoll sind, die ist nicht mit dem geraden Lineal gezogen. Schon allein deshalb, weil man eben nicht weiss, welcher Risikofaktor tatsächlich in Form eines Fehlers auftritt.Zu dumm aber auch...
Grüßle
Thomas