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THEMA: Feuchtemessung an Kunststoffplatten



Feuchtemessung an Kunststoffplatten 26 Sep 2010 08:09 #8958

Hallo Forum,

ich bin auf der Suche nach einem kostengünstigen Messverfahren mit dem ich Luftfeuchte in Kunststoffplatten prüfen kann. (Materialdicke 2,0 mm bis 6,0 mm). Das Messverfahren sollte ohne viel Aufwand und mit schnellem Ergebnis durchgeführt werden können. Nach Möglichkeit sollte die Prüfdurchführung zerstörungsfrei sein.

Vorgabe an den Hersteller bei Plattenanlieferung: "Plattenmaterial soll trocken sein."

Und diese Vorgabe gilt es bei der Warenanlieferung bzw. Wareneingangsprüfung zu überprüfen.

Vielen Dank im Voraus.

Wolfgang Nielsch
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Re: Feuchtemessung an Kunststoffplatten 26 Sep 2010 11:43 #8962

Hallo,

ich kenne nur die Feuchtebestimmung mit solchen Laborwagen (z.B. www.sartorius-stedim.com/DE/de/Analysenw...x/mmrgm1wc18r/mp.htm).

Hier kann man sicherlich auch eine auf die entsprechende Größe zugeschnittene Platte prüfen. Jedoch ist diese Prüfung zerstörend.

Gruß, Roland
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Re: Feuchtemessung an Kunststoffplatten 29 Sep 2010 06:53 #9026

Hallo Herr Nielsch,

ganz so einfach ist das nicht, da nur die Vorgabe "Material muss trocken angeliefert werden" m.E. nicht ausreichend ist.

Die meisten Kunststoffe nehmen während der Abfüllung, dem Transport und der Lagerung eine geringe Menge Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf, hygroskopische Materialien wie PA sogar noch etwas mehr. das ist auch der Grund warum einige Kunststoffgranulate vor der Verwendung in Durchlaufbehältern vorgetrocknet werden. Dem Lieferanten sollte also eine Range (z.B. Feuchtigkeit in ml/m³ oder ähnlichem) mit einer entspr. Toleranz vorgegeben werden.

Eine kostengünstige Lund zerstörungsfreie Lösung stelle ich mir relativ einfach vor:

Kunststoffplatte in definierter Größe für eine definierte Zeit in einen Temperofen (z.B. Heraeus) mit definierter Temperatur geben und ab Start die Abluftfeuchte mittels eines Hygrometers messen (z.B. www.atp-messtechnik.de/pg/Feuchte/13)

Das Prüfverfahren muss allerdings detailliert beschrieben und ggf. mit dem Lieferanten abgestimmt sein.

Hoffe, ich konnte Ihnen mögliche Anregungen liefern

Freundliche Grüße
Rainer Zipperer
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Re: Feuchtemessung an Kunststoffplatten 02 Okt 2010 15:36 #9064

Hallo Roland,

vielen Dank für die Info und deine Bemühungen.
Die von dir angegebene Messart ist mir bekannt. Das Messgerät dazu ist auch nicht gerade günstig (ca. 7000€).
Suche eine günstigere Alternative.

Gruß

Wolfgang
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Re: Feuchtemessung an Kunststoffplatten 02 Okt 2010 15:40 #9065

Hallo Herr Zipperer,

ist ein guter Ansatz. Werde die Sache weiter verfolgen.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Gruß

W. Nielsch
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Re: Feuchtemessung an Kunststoffplatten 07 Okt 2010 12:01 #9132

Hallo Wolfgang,
die klassischen Prüfverfahren kenne ich, die sind aber alle zerstörend und basieren auf dem Vergleich feucht -trocken - was einen zeitintensiven Trocknungsprozess beinhaltet.
erster spontaner Gedanke: hast Du´s schon mal mit einem Holzfeuchtemessgerät probiert? Die sind so ab dem Äquivalent von einem halben Kasten Bier erhältlich - und wenns mit den KS-Platten nicht funktioniert, kann man es immer noch für das heimische Kaminholz im ursprünglichen Sinn einsetzen.
Zwar werden beim Holz andere %-Zahlen Restfeuchte betrachtet - mehr vor als hinterm Komma, aber die Spezifikation ist ja auch nicht gerade von übertriebener Peniblität geprägt. Es könnte einen Versuch wert sein...
grüßle
T
P.S. um auch noch die zehn Teuronen zu sparen verlegt der Schwabe die Eignungstests an den potentiellen Lieferanten und geht mit zwei Mustern zum Kachelofenbauer zum Ausprobieren - aber nicht verraten.
  • tommmili
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Aw: Re: Feuchtemessung an Kunststoffplatten 13 Mär 2011 17:50 #10561

Hallo.
die Feuchtigkeitsbestimmung von Kunststoffen (PE,PA usw.) ist relativ einfach.
Das Zauberwort heißt Karl Fischer Titration.
Wenn ich mich nicht irre brauchst du eine Coulometrische Messzelle

www.a1-envirotech.de/index.php?id=175
Gruß
  • Philipp S
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Aw: Feuchtemessung an Kunststoffplatten 16 Mär 2011 13:46 #10587

Hallo,

wir arbeiten auch mit dem Karl-Fischer Verfahren (Das Ding ist
allerdings nicht so günstig wie ne halbe Kiste Bier) dafür aber
sehr genau. Man ermittelt bei dieser Prüfung den genauen Wasssergehalt,
wärend bei dem System von Roland (Sartorius) auch andere flüchtige
Bestandteile gemessen werden.
Wir schmelzen unser Masterbatch bzw. Kunststoffteile in einem
dazugehörigen Ofen und dann wird titriert. Ist halt ne
zerstörende Prüfmethode.

MFG
Zappel
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