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THEMA: Messsystemanalyse bei Zugversuch



Messsystemanalyse bei Zugversuch 10 Jun 2010 11:16 #8193

Hallo Quali-Zirkel


Bin als Student im Praxissemester gerade beim durchführen einer MSA nach QS 9000 (3. Ausgabe) im Bereich Materialprüfung, genauergesagt in einem Prüflabor für Zugversuche eines Stahl- und Walzwerks.

über interne und extere Ringversuche habe ich schon Angaben über die Wiederholgenauigkeit und deren Standardabweichung (Verfahen 1) der Maschinen (ist nach meiner Meinung nich ganz richtig aber ein guter Ansatz).
Meine Frage bei einer GRR betrifft die Auswahl der Proben für die 3 Prüfer (2 Probenwiderholungen bei "10 Teilen" also 60 Proben)...

Sollten alle Proben aus der gleichen Charge und Probendicke sein oder verschiede Werkstoffe mit verschiedenen Walzabmessungen?.
Welchen Einfluss hat dies auf die Wiederhol- und Vergleichspräzision und wie werte ich das Sinnvoll aus?


MfG Christer
  • christer
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  • Beiträge: 3
Letzte Änderung: 10 Jun 2010 11:26 von christer.

Aw: Messsystemanalyse bei Zugversuch 11 Jun 2010 13:29 #8209

Diese Frage ist doppelt im Forum, hier nochmal meine Antwort zur Parallelfrage.
Vielleicht kann der Admin eine der beiden identischen Fragen löschen?

Guten Tag Christer,

bei einer zerstörenden Prüfung wie der Zugversuch ist eine derartige Fähigkeitsanalyse nach meiner Meinung
nicht machbar. Ihr "Normal", der Probekörper, wird bei jedem Zugversuch zerstört.
Sie können somit nicht das Verfahren 1 zur Ermittlung der systematischen Messabweichung und
der Wiederholpräzision (Cg, Cgk) mit 50 Wiederholmessungen durchführen.
Auch das Verfahren 2 zur Bestimmung der Gesamtstreuung über die Wiederhol- und Vergleichspräzision bei Bedienereinfluss (GRR = Gage Repeatability & Reproducibility) macht kaum Sinn, da der klassische Zugversuch
wohl kaum Bedienereinfluss (nur das Einspannen des Prüfkörpers) haben dürfte und sowieso
erst bei erfolgreichem Abschluss des Verfahrens 1 durchgeführt wird.

Die Ihnen gestellte Aufgabe sollte noch einmal bzgl. Stand der Messtechnik und Realisierbarkeit
überdacht werden.

Literaturempfehlung:
Dietrich, Schulze, Ehret, Conrad: Eignungsnachweis von Messsystemen, Carl Hanser Verlag, ISBN 3-446-40169-5


Mit freundlichen Grüßen
Sonntag
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Mit freundlichen Gr

Aw: Messsystemanalyse bei Zugversuch 13 Jun 2010 10:44 #8214

Gruss Sonntag,
ja, die Fragen ist zweimal gestellt weil ich neu im Forum bin und dachte die Frage erscheint nur im Unterforum. Im Hauptforum ist mir mein Fehler dann auch aufgefallen. (Gruss an Admin, danke für's löschen)

Also es gibt zertifizierte "Normale" für Zugversuche (eine Probe kostet ~350 € für 3 Maschinen; also verfahren 1 durchführen wäre schon möglich aber... Tolle Geschäftsidee, respekt!).

Klar ist der Prüf- und Auswertevorgang automatisiert, aber der Prüfer misst vorher den Durchmesser, spannt die Probe (abhängig vom Durchmesser) in hydraulische Spannbacken ein und misst nachher die Probenverlängerung nach dem Bruch von Hand. Ausserdem kontrolliert er im Diagramm ob die Bruchdehnung richtig gemessen wurde und gleicht das Diagramm entsprechend an (also nix wirklich automatisiertes). Interessant wäre schon der Prüfereinfluss, ein zehntel Millimeter Durchmesser mehr senkt die Zugfestigkeit um ein gutes Prozent.

Die Frage wäre dann, ist das eher ne MPU? (und wo ist der Unterschied zur MSA?) oder wie mach ich den Prüfer und dessen Erfahrung sichtbar?

Danke für die Literaturangabe, bis bald

Christer

Viel Spass beim Fussball
  • christer
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  • Beiträge: 3

Aw: Messsystemanalyse bei Zugversuch 15 Jun 2010 15:02 #8238

Hallo,

vielleicht kann unser Admin die Fragen zusammenführen.

Beste Grüße
Thorsten
  • Thor79
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