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Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik)
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THEMA: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik)



Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 22 Apr 2010 09:50 #7851

Hallo Zusammen,

nachdem ich schon so viel hier im Forum gelesen habe und immer irgendwo eine intressante Hilfestellung gefunden hab, musste ich mich jetzt einfach registieren! (natürlich nicht ohen Grund )

Und zwar möchte ich in unserem Unternehmen eine Selbstbewertung nach EFQM Prinzipien durchführen. Wir haben soweit den methodischen Grundrahmen der ISO 9001 (teilweise 9004) adaptiert, aber eine klassische Managementbewertung nach 5.6 geht mir nicht weit genug, daher Excellence.

Mein großes Problem ist jetzt jedoch, dass ich mit der Erstellung des Fragebogens nicht ganz zurecht komme. Sicher bietet mir das EFQM 2010 Modell Ansatzpunkte, aber trotzdem habe ich Problem diese zu artikulieren. Und dann ist da noch die RADAR-Bewertung, die insich sehr schhlüssig ist, aber mir noch kleiner Rätsel aufgibt. Bewerte ich zB jedes Befähiger-Element auf "Vorgehen-Umsetzung-Bewertung&Verbesserung", arbeite also die Punkte wie integriert, eingeführt, usw. ab? Die Frage stellt sich mir genauso für die Ergebnisse

Vielleicht kann mir ja jemand hier mit seinem know-how etwas auf die sprünge helfen...

tausend dank

Sarah

Aw: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 22 Apr 2010 11:28 #7852

Hallo Sarah,
erstmal ein Hallo hier im Forum.

Wenn ich mir Deinen Beitrag so durchlese, beschleicht mich das Gefühl dass Du Deine Ergebnisse noch nicht formuliert hast?

RADAR =
Results (Ergebnisse),
Approach (Vorgehen),
Development (Umsetzung),
Assessment and
Review (Bewertung und Überprüfung).

Halte diese Vorgehensweise ein und Du kannst deine fünf Befähiger und deine vier Ergebnisse ermitteln.

Grüßle
Peter
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Aw: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 22 Apr 2010 12:04 #7854

Hallo Peter,

danke dir erstmal für die Hilfe! Jetzt bin ich zwar komplett verwirrt, aber ich denke, dass ich trotzdem kurz vorm ziel bin..hoffentlich.

Vielleicht definiere ich ja erstmal kurz das Ziel meines Ansatzes: Ich möchte einen Fragebogen entwickeln, auf Bais des EFQM-Modells, der an die verschiedenen Bereiche im Unternehmen verteilt wird. Anhand des Fragebogens sollen dann die Wichtigkeit und die "Reife" der 9 Kriterien beurteilt werden. Als Berechnungsschema, so dachte ich bisher, könnte ich die RADAR-Logik verwenden und so quasi den von dir beschriebenen Regelprozess starten.

Was mir fehlt sind Fragen (einfach die Formulierung der EFQM abpinseln kann's nicht sein!) und der Zusammenhang mit der Punkten der RADAR-Bewertung (fundiert, systematisch, usw.) Wie passt das zusammen? Verstehe ich vielleicht auch bisher alles nicht richtig?!?

Da mir das Projekt sehr am Herzen liegt freue ich mich über weitere Hilfestellungen

DANKE!

Aw: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 22 Apr 2010 14:45 #7855

Hallo Sarah,
die Ziele der Firma für die Du arbeitest gehen zum Beispiel aus einer Firmenphilosophie hervor.

Dann aus der Ausrichtung eurer Firma. Wollt ihr Markführer im Umsatz oder in der Qualität werden oder etwas beim Gewinn?
Sollen eure Mitarbeiter zufrieden sein oder die Klappe halten und schlicht so viel wie möglich produzieren.
Wie wollt ihr mit Fehlern umgehen? Ab in die Tonne oder möglichst mit Null Fehern arbeiten. Wo sollen keine Fehler vorkommen? Am Endprodukt oder bei jedem Prozessabschnitt. Sollen Mitarbeiter über den Tellerrand schauen und Verbesserungen melden oder einfach nur funktionieren.
Wie soll der Vertrieb funktionieren? Gibt es eine externe Organisation oder angestellte Mitarbeiter? Sind die in Entwicklungsprozesse mit eingebunden oder sagt der Entwickler was verkauft wird.

Ich denke mal aus den paar Sätzen kannst schon mal erkennen, dass mit kurz mal ein paar Ziele definieren nichts geht.

Ich kann Dich nur bitten für die Ziele viel Inspiration und Transpiration aufzubringen, dann funzt das auch mit der EFQM. Wenn Du dazu keine Zeit hast, dann lass es.

Grundsätzlich gilt:

Wenn Du Dein Ziel vor Augen hast, musst Du nur noch den Weg dorthin beschreiben und ständig überprüfen.
Das ist mit RADAR gemeint.

Grüßle
Peter
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Aw: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 23 Apr 2010 07:47 #7857

Hi Sarah,

wir (FWI) haben das EFQM-Modell als Leitfaden für den langfristigen Weg der Qualitätsmaßnahmen gewählt. Letztes Jahr haben wir die Einstiegsstufe C2E (Committed to Excellence) mittels Validierung erreicht. Derzeit befassen wir uns mit der Einführung eines QMS nach ISO 9001. Im Anschluss ist die EFQM-Stufe R4E (Recognized for Excellence) geplant. Danach ... wer weiss.

Wir haben anlässlich C2E eine Selbstbewertung über einen vereinfachten Fragebogen durchgeführt, somit keine umfangreiche Doktorarbeit gemäß allen Möglichkeiten des EFQM-Modells daraus gemacht (Grundlage war damals noch das EFQM-Modell 2003, nicht das aktuelle 2010).

Diesen Fragebogen bzw. Informationen dazu können können wir gerne austauschen.

Es ist m.E. nach nicht erforderlich, sich für die Selbstbewertung bereits mit dem RADAR-Zyklus

Results
Approach
Deployment
Assessement and
Review

vollinhaltlich auseinanderzusetzen. Der (richtig formulierte) Fragebogen wird dich von selbst darauf stossen, dass z.B. Ziele noch nicht (ausreichend) definiert sind. Ich sehe diese Selbstbewertung als einen guten Einstieg in das EFQM-Modell (neben der periodisch durchzuführenden Selbstbewertung im Sinne der Verbesserung).

LG
Wolfgang
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Liebe Grüße
Wolfgang

Aw: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 23 Apr 2010 11:40 #7858

Hallo Peter, Hallo Wolfgang (herzlichen Glückwunsch!! C2E!!!),

jetzt ist mir wirklich schon einiges klarer. Natürlich sind wir uns hier im Unternehmen unserer Ziel und der Mission durchaus bewusst und haben diese auch artikuliert und kommuniziert. Mein grundsätzlicher Vorgang wäre dann zu den 9 Kriterien des EFQM-Modells einen Fragebogen zur Selbstbewertung zu entwickeln, der mir dann als Ergebnis die Stärken und Schwächen (vielleicht im klassichen Spinnendiagramm) hier im Unternehmen zeigt. Daraus lässt sich dann der Handlungsbedarf, gerne auch proaktiv, entwickeln und bei der nächsten Selbstbewertung wieder dran ansetzen. (Soweit so gut!) Danke Peter

Mein Problem besteht halt nochwievor noch in der Entwicklung des Fragebogens für die elbstbewertung! (Vielleicht könnten wir uns da ja wirklich austauschen, Wolfgang )

Und zweitens in der Anwendung der RADAR-Logik, nicht im besonderen, sondern genauer bei den Attributen: fundiert, systematisch, usw. Wie bloß muss/sollte ich die berücksichtigen? Im Rahmen der Selbstbewertung??? (Kann meinen Lehrgang demnächst kaum noch erwarten!!!)

Danke euch tausend mal!

Aw: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 26 Apr 2010 17:57 #7868

Hallo Sarah,

letzten Monat habe ich einen sehr guten Vortrag über die Änderungen des EFQM-Modells im Regionalkreis der DGQ besucht. Vielleicht sind die Folien interessant; unten habe ich den Link angefügt.

Der Vortrag / die Folien sind allerdings nur dann von Nutzen, wenn man bereits Kenntnisse zum EFQM-Modell besitzt.

Viele Grüße
DTB





hagen-consulting.de/regionalkreis/100415...EFQM-Modell_2010.pdf
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Aw: Selbstbewertung nach EFQM (RADAR-Logik) 27 Apr 2010 07:02 #7872

DTB schrieb:
Hallo Sarah,

.....Der Vortrag / die Folien sind allerdings nur dann von Nutzen, wenn man bereits Kenntnisse zum EFQM-Modell besitzt.

Viele Grüße
DTB


Hallo Dirk,
die Folie ist wirklich recht gut gegliedert und mit Inhalten gefertigt, dass Sahra daraus lernen können sollte.

Wir wissen hier nicht um welche Art von Betrieb es sich handelt. Aus diesem Grund halte ich eine Diskussion um Fragestellungen für nicht führbar.

Es ist ein Unterschied ob wir hier über ein Seniorenheim oder einen Zulieferer für die Automobilindustrie mit Fertigungsschwerpunkt Kunststoffspritzteile mit mehr als 1,5 qm Fläche mit clearmelt Technik reden.

Ich denke, dass Sarah der Lehrgang gut tun wird und wünsche ihr auf diesem Weg viel Erfolg.

Grüßle
Peter
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Aw: Selbstbewertung nach EFQM mittel SAB-Methode 25 Nov 2010 07:21 #9623

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Hallo QMler,

ich selbst bin Excellence Assessor und habe mir lange überlegt wie wir eine effektive und nicht aufwendige Selbstbewertung im Unternehmen durchführen können, ohne dass alle Führungskräfte eine Assessoren-Ausbildung erhalten und ohne das wir externe Unternehmensberaten für mehrere Tage ins Haus holen (was wiederum sehr viel kostet).
Im Jahre 2007 und 2008 haben wir eine Selbstbewertung (Benchmark) durch unseren Zertifizierungspartner durchführen lassen. Jedoch ist dieses Tool nach meiner Ansicht noch nicht ausgereift um EFQM Anspruch gerecht zu werden.

Dieses Jahr haben wir die Selbstbewertung gemäß der SAB-Methode von Prof. Dr. Ing. H. Schnauber durchgeführt (Basis was das Modell von 2010).
Management und auch die Führungskräfte waren begeistert. Der Vorteil aus unserer Sicht war, dass die Selbstbewertung nur einen Tag (!) gedauert hat. Die Führungskräfte benötigen keine Assessoren-Ausbildung.
Unser Ergebnis war die Einstufung in Recognized for Excellence (> 400) gleichzeitig wurde auch Verbesserungspotential aufgezeigt. .
Als mittelständisches Unternehmen war es uns wichtig, dass die Kosten (Nutzen/Aufwand) angemessen sind. Im Gegensatz zu anderen Selbstbewertungsmethoden oder Unternehmensberater war die SAB-Methode günstig.
Wenn jemand Infos benötigt kann er mich gerne kontaktieren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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