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THEMA: Auditplanung der Schwachpunkte



Auditplanung der Schwachpunkte 23 Sep 2009 16:36 #5101

Hallo,

nun ist es wieder soweit und das nächste interne Prozessaudit steht an.

Wie geht das Forum an die Aufgabe der Planung heran?
Ein reines „ Turtle orientiertes Audit“ hatte ich im Frühjahr durchgeführt.
Orientiert an den Checkpunkten der DIN 9001 : 2008
> Nun wollte ich nur die Schwachpunkte als Schwerpunkt auditieren.

Frage: Ist das okay im Sinne der Normanforderung ?
Welche Erfahrung liegen hier vor ?
Welche Ratschläge hat das Forum.?
Suche auch gerne ein Formular für die Auditplanung !

Es grüßt
Qualit
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Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 23 Sep 2009 18:24 #5104

Hallo,

du mußt auch Systemaudits durchführen !

Turtle ist ein gutes Werkzeug um Prozesse zu analysieren.

Zu:
1. nur die Schwachstellen auditieren reicht nicht. Du mußt Prozess- und Systemaudit durchführen. Du machst ja Audits um Schwachstellen und Verbesserungspotentiale zu finden

2. alle Bereiche: Management, Quality, Entwicklung, Personalentwicklung, Produktentwicklung, Produktion Vertrieb, EInkauf.....
!! System Bewertung und Review nicht vergessen!!

3. .....

4. Auditplanung, nimm als erstes einfach ein Excelblatt, mit den Spalten Art des Audits, Bezug zu Prozess, Bezug zur Norm, welcher Bereich und Ansprechpartner wurde auditiert, welcher Auditor, Audit geplant, Audit durchgeführt,
Nicht vergessen wann wurde die Planung erstellt und von der GL genehmigt.

Oder habe ich dich falsch verstanden ?

Gruß
Wolfgang
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VIele Grüße

Wolfgang
Letzte Änderung: 23 Sep 2009 18:25 von WolfgangA.

Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 24 Sep 2009 16:40 #5113

Hallo Wolfgang,

Generell stimmt, was Sie da sagen, wenn man es über das ganze Jahr betrachtet und die Erfüllung der Zertifizierungsvorgaben in den Mittelpunkt stellt.

Es ist aber durchaus gut, die Schwachpunkte als Schwerpunkt zu auditieren. Ich nenne so etwas dynamische Auditierung; Fokus auf die Schwachpunkte, den Rest über das ganze Jahr als Minimalkonzept ansehen und den Aufwand dort auf das absolut notwendige beschränken. Ich habe das hier ausführlich diskutiert.
Im Fall von Qualit ist es also möglich, jetzt nur die Schwerpunkte zu auditieren, wenn er das Gesamtaudit bereits im Frühjahr durchgeführt hat.

Ich bin der Meinung, dass dynamische Audits bei hohem Nutzen den Aufwand reduzieren und letztendlich die Qualitätssicherung effektiver machen.
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Karl Stanger
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Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 24 Sep 2009 18:10 #5119

Dank für die Kommentierung an " WolfgangA" und "Kstanger".

Aber welche Erkenntnis kann/muß ich daraus ziehen?
Im Januar 2010 habe ich Überwachung durch den Zertifizierer.

Aus welcher Erkenntnis nimmt "KStanger" seine mutige Behauptung?
Wo ist das definiert ?
Es ist ja in meinem Sinne.
Gibt es dazu kein "ABER " ? Den eigenen Artikel auf einer fantastischen Seite , wird ja nicht als Begründung reichen.

Klar ist ,dass das Systemaudit vorhanden sein muß. Das wird auch im Nov. durchgeführt.

Ich bin für das dynamische Audit und begrüße es sehr.

Es grüßt
Qualit
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Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 24 Sep 2009 18:38 #5121

Hallo Qualit,
hallo Herr Stanger,

so habe ich das noch nicht gesehen, hört sich aber spannend an. Ich habe auch nicht beachtet dass es sich "nur" (soll absolut nicht abwertend sein) ein 9001 Zertifizierung handelt.

Ich kenne leider keine klare Definition, der dies eindeutig beschreibt. Wenn du dies aber klar beschreibst und den Auditor davon überzeugen kannst bzw. nachhaltig dokumentieren kannst, gehe ich davon aus das es kein Problem sein sollte.

Leider bin ich zu blöd eine Datei dem Forum beuzufügen, es klappt bei mir einfach nicht ;-(. Wenn sich Roland bei mir meldet stelle ich Dir meine Auditplanung Vordruck ein.

Gruß
Wolfgang
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VIele Grüße

Wolfgang
Letzte Änderung: 24 Sep 2009 18:39 von WolfgangA. Begründung: was vergessen

Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 25 Sep 2009 04:08 #5125

Hier ein Beispiel Excel Auditplanung:

mit Überwachung der Maßnahmen(Verknüpft mit einem anderem Sheet)
inkl. automatischen Gantdiagramm mit endlos Kalender, Kalender wird jenach Wunsch für die kommenden 6 Monate angezeigt.

Bild:




Gruß
Wolfgang
Anhang:
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VIele Grüße

Wolfgang
Letzte Änderung: 25 Sep 2009 04:38 von WolfgangA.

Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 25 Sep 2009 08:55 #5134

Hallo,

ich verstehe das nicht!!
Warum im November "Systemaudit" und jetzt Prozessaudit - für ISo 9001???

Und wenn du im Frühjahr nach Turtle auditiert hast, klingt das für mich eher als ob jetzt eine Wirksamkeitskontrolle ansteht.
(3. Auditzyklen im Jahr sind für mich echter Luxus!!!)

Zu den Aussagen von Wolfgang und Kstanger,
jeder Auditor ist aufgefordert bei einem Folgeaudit die Wirksamkeit von Korrekturmaßnahmen (also die Schwachstellen) zu überprüfen, war der Prozess beim letzten mal bis auf solche Themen aber gut augestellt, kann ich mich auch auf diese konzentrieren, wenn die Ausgangslage sich nicht geändert hat (gleiches Personal, gleiche Anweisungen).

Dies kommt aber auch auf die Größe der Prozesse und Bereiche an, wenn mein Personalbereich aus einer Person besteht, erzählt die mir ja praktrisch immer das gleiche. Habe ich verschiedene Personen, kann man hier auch andere Stichproben machen, womit wir aus meiner Sicht bei dem Punkt sind, warum eine reine Betrachtung der Schwachstelle gefährlich ist; Ein Audit ist immer eine Stichprobe, was heute gut läuft kann morgen total daneben gehen, oder ein Kollege weiß es, der andere nicht

Ich glaube viele Auditoren, kennen den Effekt immer mal wieder von einer Schwachstelle überrascht zu werden.

Gruß

TamTom
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Qualität ist kein Zufall, sie ist immer das Ergebnis angestrengeten Denkens (John Ruskin)

Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 25 Sep 2009 10:02 #5137

Hallo Tom Tom

Tom Tom schrieb

ich verstehe das nicht!!
Warum im November "Systemaudit" und jetzt Prozessaudit - für ISo 9001???

FRAGE: Was ist da falsch ?
Die Termingestaltung ließ keine andere Wahl.
Oder ist das grundsätzlich " Blödsinn " ?


Und wenn du im Frühjahr nach Turtle auditiert hast, klingt das für mich eher als ob jetzt eine Wirksamkeitskontrolle ansteht.
(3. Auditzyklen im Jahr sind für mich echter Luxus!!!)


Vereinbart ist
a.) min 2x Prozeßaudit
b.) 1x Systemaudit


Ich sehe jedes Audit als Wirksamkeitskontrolle an; muß ja auch so dokumentiert werden.

Warum ist das Luxus ? m.e ist dass das Minimum bei einem Kleinbetrieb der nicht selbst produziert.
Oder sehe ich das falsch?

Verschlankung ist bei jedem gerne gesehen.

Es grüßt
Qualit
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Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 26 Sep 2009 12:48 #5149

Hallo,

Ich konnte mich leider nicht so zeitnah an der spannenden Diskussion beteiligen. Jetzt möchte ich das nachholen, und auch gleich als Revoluzzer auftreten

Stellt Euch doch mal vor, es gäbe keine Zertifizierung. Stellt Euch dann weiter vor, wir wollten Audits nur durchführen, um die Firma mit ihrer Qualität und ihren Abläufen nach vorne zu bringen.
Jetzt macht einfach mal einen Auditplan.

Würdet Ihr wirklich die Dinge auditieren, die eh gut laufen? Nein, würdet ihr nicht. Vielleicht würdet Ihr mal überprüfen, ob es immer noch so gut läuft, aber es wäre sicher nicht der Fokus.

Würdet Ihr nicht eher dort nachschauen, wo es klemmt? Würdet Ihr euch nicht mit den Betroffenen an einen Tisch setzen, um die Dinge zu verbessern?
Selbstverständlich würdet ihr das tun!

Und wenn sich an einer Stelle Lücken zeigen, würdet Ihr da nicht mit allen Formen der Analyse einsteigen, um die Probleme von Grund auf zu lösen? Selbstverständlich würdet Ihr das tun!

Wenn Ihr das alles getan habt, dann versucht einmal zu verstehen, was die Normen (ISO 9000 ff, TS...) eigentlich wollen. Ihr werdet erkennen, dass die Normen genau das wollen, was Ihr getan habt. Und Ihr werdet stolz sein, dass Ihr verstanden habt.

Und dann werdet auch Ihr die Grenzen von Systemaudit und Prozessaudit verwischen, weil es nicht auf die Auditart ankommt, sondern auf den Qualitätsgewinn. Nicht die Methode, sondern das Ergebnis ist wichtig.

Und wenn es dann sein muss, könnt Ihr das auch noch zertifizieren lassen.

In diesem Sinne
Karl Stanger
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Karl Stanger
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Aw: Auditplanung der Schwachpunkte 26 Sep 2009 14:11 #5150

Hallo,

ich danke schon mal allen Experten die sich bisher zu diesem kritischen, praxisnahen Thema geäußert haben.
Es sind viele Hinweise zum Nachdenken und Überdenken in den Beiträgen enthalten.

Aber bitte nicht innehalten!
Ich möchte weitere Ratschläge gerne lesen.auch Meinungen von " Jungfräulichen Qualitätern " sind mehr als Willkommen
und selbstverständlich auch von " Revoluzzern ".


Ergänzungsfrage
sind die eingegangenen Ratschläge aus der Praxis eines QMB`s oder sind die Hinweise von Zertifizierungsauditoren.
Ich kenne nicht Euer Profil im Detail.

Können Zertifizierungsgesellschaften dieses Thema unterschiedlich auslegen und beurteilen.?
Wo gibt es hierzu eine Richtlinie die man heranziehen könnte?

Es grüßt und Dank an dem tollen Gedankentausch.

Qualit
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