Zum Thema Wiederholungsfehler habe ich erst vor kurzem wieder etwas gelernt:
Wir hatten einen Lieferanten zu uns zitiert, weil er Wiederholungsfehler hatte. In dem Gespräch stellte sich allerdings heraus, dass die Fehlerbeschreibung viel zu grob war (z.B. Geräusche), um daraus eine Beziehung zu einer Gruppe von Fehlerursachen herzustellen. Letztendlich war es so, dass wir unterschiedliche Fehler zu dem Begriff Geräusche zusammengefasst hatten.
Der Lieferant hatte dann auch eine Art des Geräuschs untersucht und Fehlerursachen dazu abgestellt. Es wurden auch keine Wiederholungen dazu festgestellt. Aber ein anderes Geräusch trat auf; usw...
Wir haben das dann nicht als Wiederholungsfehler definiert.
Fazit daraus ist:
Die Definition des Fehlers spielt eine Rolle. Allerding kann sich der gleiche Fehler auch über mehrere Produkte / Prozesse erstrecken. Beispiel: Eine Schraube wird verkantet eingedreht - die Festigkeit der Verbindung wird nicht erreicht. Es ist egal, wo das passiert, es ist immer der gleiche Fehler. Daher ist es auch notwendig, Korrekturmaßnahmen an allen Prozessen durchzuführen, bei denen der Fehler auftreten kann.
Die Anzahl der Wiederholungsfehler als Kennzahl ist sicherlich interessant; es ist aber klar, dass das Ziel 0 sein muss. Wenn nämlich ein Wiederholungsfehler vorliegt, bedeutet das, dass die Ursachenanalyse nicht vollständig war.
(siehe auch
hier)