Hallo,
Ich arbeite mit dem Konzernschema nun schon seit etwa 10 Jahren. Der wichtigste Punkt ist natürlich der Kostenfaktor: ca. 40% weniger bei TS 16949. Beim Umweltmanagement nach ISO 14001 wird die Wurzel aus Anzahl der Standorte jährlich auditiert. Je nach Anzahl der Standorte wirkt sich das massiv aus.
Das Problem der Dezertifizierung, das nun noch zusätzlich entschärft wurde, war für unsere Firma kein Problem, da wir nur sehr selten in die Situation gekommen sind und es dann auch immer im Zeitrahmen geschafft haben, aus z.B. CSL2 herauszukommen.
Die Gleichartigkeit des Managementsystems haben wir über ein Globales Handbuch in Englisch und Globale Prozeduren in Englisch erzeugt. Die Prozeduren sind relativ "generisch", so dass wir da kein Problem haben, in allen Standorten diese zu erfüllen. Lokale Prozeduren erweitern das System um Besonderheiten. Globale Dokumente (Handbuch und Prozeduren) überprüfen wir in einem Globalen Gremium (monatliche Telefonkonferenz) jährlich und optimieren diese auch. Die Zeiten für eine Änderung liegen hier bei etwa 3-4 Monaten (Verbesserungsidee -> Beschluss zur Änderung -> Änderungsvorschlag -> Diskussion und Nachbesserung -> Freigabe)
Die Prozesslandschaft ist gleich in allen Standorten mit unterschiedlichen Zusätzen (= Standardinhalt + lokale Zusätze) gefüllt, so dass auch diese die Gleichartigkeit des Managementsystem unterstreicht.
Der große Vorteil des Konzernschemas ist tatsächlich die Gleichheit. Ich muss mich nicht um diese und jene Interpretation der Norm kümmern; es wird überall gleich gemacht und auch die Auditoren sehen in jedem Standort die gleiche Vorgehensweise.
Wir hatten auch am Anfang durchaus Abweichungen, die daher kamen, dass die Auditoren in einem Standort es so und in einem andren Standort es anders erlebt hatten. Wir haben dann die entsprechenden Korrekturen eingeführt und das System so mehr und mehr optimiert.
Derzeit sind wir auf einem Stand, wo Auditoren nur noch selten Abweichungen finden. Viele Standorte kommen ohne Abweichungen aus dem TS-Audit.
Letztendlich kann ich bestätigen, was RLau gesagt hat, wobei ich in früheren Zeiten mehr Probleme mit dem zackigen Sportboot hatte als mit dem schweren Tanker
Karl