Hallo,
hier die Infos:
Vorgaben für die Zertifizierung nach ISO 9000 ff.
Diese sind im sogenannten „IAF Guidance on the Application of ISO/IEC guide 62:1996“ definiert. Dementsprechend hängt der Mindestaufwand von der Mitarbeiterzahl des Unternehmens ab, wobei in begründeten Fällen (z.B. keine Entwicklung, besonders einfache Abläufe oder nicht alle Elemente der Norm anwendbar, etc.) eine Unterschreitung der Vorgaben zulässig ist.
Die folgende Tabelle zeigt die Manntagesvorgaben für die Erstzertifizierung eines Qualitätsmanagementsystemes:
Mitarbeiterzahl Auditmanntage für die Erstzertifizierung
1-10 2
11-25 3
26–45 4
46-65 5
66-85 6
86-125 7
126-175 8
176-275 9
276-425 10
426-625 11
626-875 12
876–1175 13
1176–1550 14
1551-2025 15
2026-2675 16
2676-3450 17
3451-4350 18
4351-5450 19
5451-6800 20
6801 –8500 21
8501-10700 22
> 10700 gemäß obiger Progression
Anmerkungen dazu:
• Die in der Tabelle definierten Aufwände gelten für eine normale Komplexität einer Organisation. Bei besonderer Komplexität (z.B. mehrere Standorte etc.) ist ein höherer Aufwand zu veranschlagen. Bei geringer Komplexität oder anderen Gründen kann der Aufwand reduziert werden, wobei jedoch diese Reduktion um bis zu 30% zulässig ist.
• die Anzahl der Mitarbeiter beinhaltet auch Teizeitbeschäftigte (anteilsmäßig zu berechnen) und Leiharbeiter
• mindestens 90% der angegebenen Zertifizierungsaufwände sollten vor Ort geleistet werden.
• ein Audittag besteht aus 8 Stunden Arbeitszeit
• die Aufwände für die jährlichen Überwachungsaudits ergeben sich mit 1/3 der für das Erstaudit definierten Aufwände.
• die Aufwände für die dreijährlichen Rezertifizierungsaudits ergeben sich mit 2/3 der für das Erstaudit definierten Aufwände.
Beitrag geändert von: Roland, am: 20/04/2007 16:08