Hallo,
du wirst meiner Meinung nach auch nichts detailierteres als die VDI 2627 finden. Im Anschluss muss man seinen eigenen Prozess analysieren und das beste Ergebnis heraussuchen - das ist ja nun mal die ingenieurstechnische Leistung, sonst bräuchte man uns ja nicht mehr
Wenn dein Prüfmittel so hohe Anforderungen hat, dann gibt es dafür zwei mögliche Aussagen:
1. Ihr fertigt hochgenaue Produkte, ihr habt minimale Toleranzen und dann bleibt dir auch nicht übrig als eine angepasste Prüfumgebung einzurichten
2. Ihr habt ein Prüfmittel eingekauft, das überdimensioniert ist und für eure Anwendung zu genau misst und demzufolge auch zu hohe Anforderungen an die Messumgebung stellt
Daher nochmal mein anderer Tipp: Nimm deine Prüfmerkmale, schau dir die Toleranzen an, nimm 1/10 davon (Messunsicherheit) und teile durch 2 (Standardunsicherheit). Dann bestimme die mögliche Standardunsicherheit durch die Temperaturschwankungen (Berechnungen z.b. im Buch "Prüfprozesseignung" von Dietrich/Schulz zu finden) und setzt mal beide Ergebnisse gegenüber. Das neben der Temperaturunsicherheit auch noch andere Unsicherheiten wirken(Messgerät, Bediener, Objekt, Einspannung), ist ja klar - es gibt dir aber schon mal einen Anhaltspunkt, wie groß die maximale Temperaturschwankung sein sollte.
Gruß
Chris