Hallo zusammen,
wir stellen Medizinprodukte her und sind nach ISO 13485 zertifiziert.
Letzte Woche hatten wir ein Überwachungsaudit und der Auditor hat unsere Rückverfolgbarkeitsmögichkeit in Frage gestellt. Er behauptet, dass wir nicht in der Lage seien, die Rohmaterialien zurück verfolgen zu können.
Hier ist die Beschreibung, was wir machen:
Chargengröße ist ca. 15.000 - 25.000 Stück
Produktion pro Tag: ca. 8000 Stück
In der Chargendokumentation werden alle Rohmaterialien mit den Lotnummern und den Revisionen der zugehörigen Spezifikationen aufgeführt.
Dabei kann es natürlich sein, dass wir von Rohmaterial A 2-3 verschiedene Chargen für eine Endproduktcharge verwenden
Der Auditor behauptet nun, das sei so nicht korrekt.
Er verlangt von uns, dass für JEDES Endprodukt (also für jedes einzelne Stück aus der Charge) genau wissen, welche Lotnummer von jedem Rohmaterial verrwendet wurde!
Das kenne ich nur bei z.B. Geräteproduktionen, wo ein Gerät eine Seriennummer hat und somit sozusagen jedes Gerät eine Charge ist.
Meiner Meinung nach muss ich doch lediglich sicherstellen, dass ich weiß, welches Rohmaterial in welche Endproduktcharge gegangen ist, um notfalls die Endprodukte zurück rufen zu können, oder?
Wenn die Chargengröße sehr groß ist, bedeutet das zwar ein wirtschafliches Risiko, aber die Norm fordert meiner Meinung nach nicht das, was der Auditor will.
Der Auditor hat mir als Antwort gegeben: Ja, das sei so,aber auf den regelmäßigen Weiterbildungen und Treffen der Auditoren wäre das jetzt so festgelegt worden.
Ich würde gerne fundiert darauf antworten können: Kann mir jemand sagen, wo ich zu diesem Thema offizielle Informationen finde?
Danke,
QMNX