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UM & TM (Taguchi Methode) bzw. ProXoptimierung
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THEMA: UM & TM (Taguchi Methode) bzw. ProXoptimierung



UM & TM (Taguchi Methode) bzw. ProXoptimierung 19 Apr 2009 12:04 #3604

Hallo,

Von meiner Wunschliste: Ich sehe einen direkten Zusammenhang zwischen Umweltmanagement und der Taguchi Methode (TM), bzw. alternativen Wegen zur Prozess- und Produktoptimierung.

Ein UM-Ergebnis ist eine verringerte Belastung der Umwelt, z.B. mit Schadstoffen oder Abfällen, wie etwa Produktionsausschuss. TM, und sicher auch andere Methoden, stellt Qualität, im Sinne von stabilen und nahezu als ideal realisierten Funktionen, sicher oder verbessert noch den Status-quo.

TM-Anwendungen, die weniger umweltschädliche Mittel im Produkt oder Prozess ausprobiert und das bereits erreichte Qualitätsniveau hält oder sogar noch verbessert, sind daher für mich naheliegend. Ebenso TM-Anwendungen, die auf Senken der Ausschussrate abzielen (obwohl Yield als Symptom keine gute Optimierungsgröße ist).

Wie sehen Sie das?

Danke und Gruss,
Michael Schlüter
  • MichaelS
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  • Beiträge: 14

Aw: UM & TM (Taguchi Methode) bzw. ProXoptimierung 20 Apr 2009 06:33 #3607

MichaelS schrieb:
Hallo,

Von meiner Wunschliste: Ich sehe einen direkten Zusammenhang zwischen Umweltmanagement und der Taguchi Methode (TM), bzw. alternativen Wegen zur Prozess- und Produktoptimierung.

Ein UM-Ergebnis ist eine verringerte Belastung der Umwelt, z.B. mit Schadstoffen oder Abfällen, wie etwa Produktionsausschuss. TM, und sicher auch andere Methoden, stellt Qualität, im Sinne von stabilen und nahezu als ideal realisierten Funktionen, sicher oder verbessert noch den Status-quo.

TM-Anwendungen, die weniger umweltschädliche Mittel im Produkt oder Prozess ausprobiert und das bereits erreichte Qualitätsniveau hält oder sogar noch verbessert, sind daher für mich naheliegend. Ebenso TM-Anwendungen, die auf Senken der Ausschussrate abzielen (obwohl Yield als Symptom keine gute Optimierungsgröße ist).

Wie sehen Sie das?

Danke und Gruss,
Michael Schlüter

Hallo Michael,
für die Einführung eines UMS gebe ich vier Projektschritte vor:

Projektschritt 1:
• Managementpolitk
• Organisation
Projektschritt 2:
• Systematische Analyse
Projektschritt 3:
• Verwirklichung & Betrieb
Projektschritt 4:
• Überwachung & Messung / Auditierung
• Bewertung
• Review

Natürlich sind die Projektschritte mit einer gewaltigen Anzahl von Anforderungen ausgestattet. Im Projektplan sind Einzelschritte mit Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Abgabetermine, mitgeltende Dokumente sowie Kennzeichnungen der Schnittstellen z.b. QM-/UM-/ASM.... etc. abgebildet.

In welchem Projektschritt, würdest du den Einsatz der Taguchi Methode ansiedeln bzw. empfehlen?
Ist zunächst etwas grobkörnig die Sache, aber irgendwo müssen wir ja mal anfangen
Beste Grüße
Rudi
  • RLau
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  • Beiträge: 328
Letzte Änderung: 20 Apr 2009 15:33 von RLau.

Aw: UM & TM (Taguchi Methode) bzw. ProXoptimierung 21 Apr 2009 06:11 #3625

Hallo Rudi,

Schöne Vorlage

Bei TM geht es ja um Systembefragung und Informationsgewinnung durch Experiment und aufgeprägten, fair verteilten Mustern (Designparameter + Gebrauchsparameter), sowie um Selektion. Je idealer sich durch kluges Design ein reales System verhält, desto stärker werden Fehler und Symptome "von selbst" weggedämpft.

Ich denke daher, die sinnvollsten Anwendungen liegen in Projektschritt 3:• Verwirklichung & Betrieb und Projektschritt 4:
• Messung
. Projektschritte 1 und 2 sind notwendig, um sinnvolle Optimierungsziele im Einzelfall zu setzen. Überwachen, Auditieren, Bewerten und Reviewen machen ja nur wirklich Sinn, wenn man sich auf Ergebnisse auch verlassen kann.

Also technisch, produktorientiert oder verfahrensorientiert wäre die Suchrichtung für TM in UMS.

Ein anspruchsvoller Anwendungsbereich von TM im UMS oder auch generell wären robuste Dokumentationen. Dokus reichen ja von Datenablagen, wie Telephonbücher, bis zu interaktiven Anleitungen, wie Menueleisten im GUI.

Anspruchsvoll wäre das, weil u.a. zu klären wäre:
* welches Dokument sollte man robust(er) machen, z.B. eine bestimmte Checkliste?
* was soll die (ideale) Aufgabe dieses Dokumentes sein, z.B. Dinge sicherstellen?
* wie mißt man zuverlässig, wie gut diese Aufgabe erfüllt wird (nur dann wird die Selektion Bestand haben)?
* welche Gestaltungsmittel hat man, z.B. Detailierungsgrad, Layout usw.?
* wer geht damit später um und wie, d.h. unter welchen unkontrollierbaren Bedingungen soll das Dok. funktionieren, z.B. aufmerksamer Operator/eingeschränkter Operator ?

Ab da sind Versuchsplan, Durchführung, Auswertung, Optimierung, Ergebnisprognose und Verifikation dann ein Selbstgänger - wie beim Autofahren

Die Chancen in solchen TM-Anwendungen liegen meiner Meinung nach immer im zügig erworbenen vertieften Verständnis, und schon eher als "Nebenprodukt" im besseren Ergebnis. Man startet bei Erfahrungen, Ideen und Meinungen und landet sehr schnell bei wesentlichen Einsichten. Das schließt mit ein, Unwesentliches als solches zu erkennen und in Zukunft aus der Diskussion halten zu können. Fokus eben auf das, was sich als Wesentlich erweist. Und was das ist, kann fast nie jemand genau vorhersagen. Daher: TM anwenden.

Gruss, Michael

P.S.: Wenn nach der Verifikation klar ist, was im konkreten Fall unwesentlich ist, obwohl man es vorher vielleicht als unverzichtbar ansah, eröffnet sich das weite Feld der Komplexitätsreduktion ohne Funktionsverlust. Die Verifikation bewahrt auch davor, zu viel zu vereinfachen, denn dann funktioniert es ja nicht mehr. Die Handvoll Prototypen im TM Versuchsplan müssen quietschen und weh tun, dann erfährt man es.
  • MichaelS
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