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Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2.
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THEMA: Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2.



Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2. 29 Mär 2010 10:08 #7640

Wir werden diesjährig erstmal nach 2008 auditiert. Einiges ist dafür noch bei uns zu implementieren.

Bei uns gibt es bisher eine Schulungsbewertung, die durch die Mitarbeiter auszufüllen ist. Die gibt aber noch keinen Hinweis darauf, wie und ob das Gelernte in der Realität umgesetzt ist.

Folgende Schlüsselfragen auf vier Ebenen habe ich für mich zunächst erfasst:

1. Ebene
a) Was soll gelernt werden? = Lernziele
b) Was und wie wurde gelernt? = Lernprozess und Methoden
c) Zufriedenheitsanalyse der Teilnehmer (bisherige Schulungsbewertung)

2. Ebene
Was wird vom vermittelten Stoff behalten? = Lernerfolg (Kann durch Tests ermittelt werden)

3. Ebene
a) Was wird in der Praxis angewandt? = Beobachten (???)
b) Wie ist das Verhältnis von Aufwand/Nutzen des Gelernten und der Umsetzung? = Bewertung des ökonomischen Erfolgs

4. Ebene
Gibt es Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis? = Ergebniserfolg

Wenn bereits die 1. Ebene nicht erfolgsbringend ist (externer Anbieter, Schulung am Thema vorbei, falsche Lernmethoden, unzufriedener Mitarbeiter/Schulungsteilnehmer), hat das Auswirkung auf alle anderen drei Ebenen. Aber die erste Ebene kann am meisten durch das Unternehmen beeinflusst werden (Auswahl Schulungsanbieter und -inhalte und -durchführung).

Wie nehmt ihr die Kontrolle des Bildungserfolges in euren Unternehmen vor? Gibt es dazu ein Formblatt?

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Aw: Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2. 29 Mär 2010 10:35 #7643

Hallo Ines,

diese Fragestellung war im Groben auch bei meinem letzten Audit ein nettes Thema... die Frage lautete etwa wie:
" ...wie können Sie die erfolgreiche Umsetzung der erzielten Ergebnisse der geplanten & durchgeführten Schulungsmaßnahmen belegen..."

Mein Ansatz:
"geplante Schulungsmaßnahmen": järhlicher Schulungsplan in der PersoAbt
"durchgeführte Schlungsmaßnahmen": Vergleich Planung, Anmeldung, Abschluß/Zeugnis/Zertifikat
"Umsetzung": Erweiterung der Stellenbeschreibung (durch Schulungsthema), Wechsel in neue Abteilung, etc.
"erfolgreiche Umsetzung": neue Aufgabe bewertet und erfüllt (in der jährlichen Performance Review), im Management Review der Abteilungsziele, etc. etc.

Am Formblatt hatte ich nicht gebastelt, das war mir wurscht... wichtig war für mich, dass wir stichhaltige Nachweise mit Fakten vorweisen konnten... laut gedacht, aus den Akten gezogen, erklärt, belegt = erledigt!

Viele Grüße
Andreas
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Aw: Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2. 29 Mär 2010 11:04 #7645

Vielen Dank für das Feedback, Andreas! :o)

Die von Dir dargestellten Maßnahmen hören sich in der theoretischen Umsetzung relativ einfach an. Wobei ad 1 und 2 für mich immer eher eine Alibi-Funktion haben (geplant - gemacht = okay).

Ich bin QMB in Behindertenwerkstätten - unsere Schulungen sehen ein bisschen anders aus als in der fertigenden Industrie. Bei Schulungen, die da heißen "Umgang mit psychisch Kranken" oder "Förderung schwerst mehrfachbehinderter Menschen", lässt sich ein Bildungserfolg meistens nur subjektiv bewerten. Die Behinderten werden von den Gruppenleitern (Schulungsteilnehmer) bereits auf die eine oder andere Art (entsprechend der Kompetenzen und Möglichkeiten des behinderten Menschen) gefördert und gefordert. Wir haben auch relativ flache Strukturen; bei uns wird niemand nach einer Bildungsmaßnahme intern versetzt werden; es geht hier quasi um eine Wissenserweiterung auf breiter Ebene, nicht unbedingt auf tieferer oder höherer Ebene.

Somit fallen für uns die von Dir genannten Punkte 3 und 4 leider aus.

Ich werde mich zunächst auf den Lernerfolg (Test), die Anwendung in der Praxis (Beobachtung) und den ökonomischen Erfolg fürs Unternehmen konzentrieren (müssen).
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Aw: Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2. 29 Mär 2010 11:32 #7646

Hallo Ines,
hmm hatte da in meinem privaten Umfeld näheren Umgang.

Bei dem genannten Klientel spielt doch auch eine Rolle, wenn mal wieder ein Medikament eingesetzt wurde, das zu Aggressivität führt, zuerst unentdeckt.
Bei Deinen Auswertungen sollten solche Feststellungen einfließen, denk ich mal. Dadurch wird die Beobachtung des Lernerfolgs objektiviert.
Dann gibt es noch den Wechsel der Betreuer, die mal aufs herzlichste geliebt oder gehasst werden. Dann kommen noch die Beziehungen untereinander. Hier muß doch manchmal jemand für längere Zeit in eine andere Gruppe versetzt werden.

Das alles spielt meiner Meinung eine erhebliche Rolle im Gesamtfeld einer Person. Ich habe dabei die heftigsten Unterschiede erlebt.

Mal war ein halbes Jahr alles ok und es gab unglaubliche Fortschritte, dann wieder ein Jahr, da hast gedacht du stehst jemand gegenüber, den du nicht kennst.

Ich beneide Dich nicht mit Deiner Aufgabe. Als Tip kann ich nur geben, lass so viel Objektivität und Rahmenbedingungen wie möglich in eine Bewertung einfließen.

Vielleicht findest ja eine Lösung, die so noch niemand macht?

Grüßle
Peter
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Aw: Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2. 29 Mär 2010 11:41 #7647

Hi, Peter - und vielen Dank für die Antwort :o)

Das Verhalten der behinderten Menschen kann jeden Tag anders sein; das findet bei uns in der Förderplanung und -auswertung Berücksichtigung; zudem dokumentieren wir solche Vorfälle bzw. sich ändernde Umstände.

Der behinderte Mensch ist für uns Kunde - hier wird der Erfolg in der Förderung dokumentiert und bewertet.

Mir geht es um die Schulungen unserer hauptamtlichen Mitarbeiter.

Sobald ich heut im Laufe des Tages mit dieser Bastelei einer Dokumentationsvorlage fertig bin, kann ich diese ja mal online stellen.

Achso - eines noch: Der Job hier ist ganz interessant, weil alle Facetten des QM UND die menschliche zum Tragen kommen. Der Umgang mit diesen Menschen ist nicht so schwierig, wie man sich das vielleicht vorstellt. Interessant ist dann auch die Herausforderung, QM in einfacher Sprache für die Menschen mit Behinderung darzustellen.
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Aw: Kontrolle Bildungserfolg - Rev. 2008 Kap. 6.2.2. 06 Apr 2010 22:44 #7710

Hallo Seni,
es gibt auch Schulugen die man aufschreiben kann, obwohl diese nicht in der Praxis umgesetzt werden können.

Denken Sie bitte daran, dass Ihre PDL Sie mal zu einem Vortrag schickt mit einem bahnbrechenden Titel wie z.B :Risikoverhinderung durch neue Konzepte in der Fehlerminimierung in Heilberufen.

Nach dem Besuch müssen Sie ihr dann mitteilen, dass das nur blaue Luft war, bei der Sie keine Umsetzungs- und Anwendungsmöglichkeiten sehen.
Trotzdem war das eine aufschreibenswerte Schulung.

Eine kombiniertes Formular Schulungsplan / Schulungsübersicht ist sinnvoll. EineFormular zur Schulungsbewertung habe ich aml ins private Postfach geworfen.

Consult-
P.S.
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