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Hallo,
Schön, Euch gefunden zu haben. Kann ich so etwas hier posten? Ich orientiere mich beruflich neu. Dazu brauche ich Eure Hilfe, z.B. aus Eurer Erfahrung, aus Euren Kontakten oder - in aller Neutralität - aus den Problemen und Bedürfnissen Eurer Arbeitgeber/Klienten. Zur Neuorientierung habe ich meine herausragenden Stärken bestimmt (s.u.) und daraus die 20 möglichen Spezialisierungen gebrainstormt, die mir attraktiv erscheinen. Aber wie sieht es damit in der Wirklichkeit aus? Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir dazu Eure Bedarfseinschätzung mitteilt, beispielsweise so: kein Bedarf: <Liste der Nummern> / Bedarf: <Liste der Nummern> / großer Bedarf: <Liste der Nummern> Indikation ... Verständnisfragen, Tipps, Kontakte, Anregungen und weitere Hilfen sind natürlich gerne willkommen. Was kommt danach? Mit Eurem Feedback kann ich besser meine erfolgversprechendste Spezialisierungsrichtung bestimmen und die damit verbundene Zielgruppe viel klarer erkennen. Euer Feedback wird damit zum wichtigen Brückenpfeiler hin zu einem Nutzen für Viele. Ok, legen wir los. Herausragende Stärken: A. Leite Teams aufgabenorientiert in TM an (TM s.u.) B. Kann vorab TM-Aufwand und TM-Ergebnis schätzen (wer noch?) Mögliche Spezialisierungen (bitte Euer Feedback über Bedarf) 1) Produkt- und Prozessoptimierung 2) TM-Anwendungsspezialist 3) Durchblick in komplexe technische Zusammenhänge bringen 4) Ursachenindikatoren entwickeln, z.B. für Fertigung (gibt es in Japan) 5) Fertigungsunterstützung 6) TM-Coach 7) Mobiles TM-Einsatzkommando 8) TM-Koordinator 9) Multivariate Kontrolle (Multi-SPC) 10) Multivariate Diagnose (klares Erkennung im Datennebel; ähnlich 4.) 11) Brennende Reklamationen beheben 12) Wissensnutzer, Wissensanwender (z.B. Bewährtes + Neues) 13) Verbesserungscoach 14) Vereinfachen komplexer Produkte und Prozesse 15) Projektbegleitung mit TM (Vorgehen, Aufwand, zu erwartender Nutzen) 16) Wissensgenerierer, Wissensentwickler 17) Produktverbesserungsmanagement 18) Produktentwicklungsstratege 19) Verbesserungsmanagement 20) Projektanalytiker und Projektcoach Zweck: Brückenbau von meiner Leistungsspitze über Bedarf zur gefragten Spitzenleistung Hintergrund: TM steht für Taguchi's Methode, die japanische Variante des eher statistisch orientierten Design of Experiments (DoE). "Taguchi" ist bekannt, wird offenbar noch seltener angewendet als DoE, und ist im Nutzen in Deutschland nach meinem Kenntnisstand praktisch unerschlossen. Daher ein paar Schlagworte dazu (wer's schon weiss, möge mir bitte verzeihen) + TM = Taguchi Methode = beste Wahl bei Unwägbarkeiten treffen + Fakt 1: in der Praxis gibt es zu viele Alternativen, die niemand alle untersuchen kann + Fakt 2: so bleiben jeweils 2 von 3 besseren Alternativen unerschlossen (praktisch ermittelt, stochastisch belegt) + Fakt 3: TM senkt Aufwand für Untersuchung und Implementierung ca. 200 : 1 und beschleunigt Lernprozesse + typisch: 150 % Verbesserung je TM-Anwendung (Mittelwert Japan) + Mein potentieller Nutzen: Vorsprung, Image, mehr Qualität, weniger Kosten Vielen Dank für Eure Mühe, die < 20 möglichen Spezialisierungen einzuschätzen. MichaelS |
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Hallo,
ich glaube mit diesem Thread sind Sie hier falsch. Für eine solche Spezialisierungsanalyse sollten Sie zu einem Arbeitsamt gehen. Meines Wissens werden dort solche Analysen zwecks Neuorientierungen erstellt. TM steht für Taguchi's Methode, die japanische Variante des eher statistisch orientierten Design of Experiments (DoE). "Taguchi" ist bekannt, wird offenbar noch seltener angewendet als DoE, und ist im Nutzen in Deutschland nach meinem Kenntnisstand praktisch unerschlossen. Woher haben Sie diese Feststellung ???? Ist schon bekannt und eingesetzt. Gruß Cooper |
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Letzte Änderung: 08 Apr 2009 19:30 von cooper. Begründung: geändert
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Werter Kollege,
es ist auch meines Erachtens die völlig falsche Platform, um sich über die einzelnen persönlichen Spezialisierungen und sich daraus ergebenden beruflichen Neuorientierungen zu informieren. Ein Personal Executive ( Headhunter ) kann Ihnen hier sicherlich noch am ehesten sagen, welcher aktuelle Verwendungszwecke und damit verbundenen Spezialisierungen derzeit von Firmen bevorzugt gesucht werden. Ggf. Ist auch eine Suche über Jobplatformen und verfügbare Jobs denkbar, um eine ganz gezielte Richtung einschlagen zu können. Sollte sich Ihre künftige Spezialisierung mit Themen wie QM, UM, Supply Chain, Einkauf, etc. beschäftigen, können Sie gerne auf weiterführende Unterstützung durch die Teilnehmer dieses Forums hoffen. Zum Thema Taguchi : Allein via Google Deutschland erhält man ca. 122.000 Treffer, weltweit ca. 1,5 Mio. Treffer und es gibt noch sooo viele andere Suchmaschinen Nachdem diese Methoden in vielen Firmen bekannt und je nach Strukturierung auch eingesetzt werden, ist mir äusserst schleierhaft, woher Sie die Erfahrungen beziehen, das TM in Deutschland Neuland ist. Sie können sich auch gerne mal die VDA - Empfehlung "robuste Produktionsprozesse" gegenlesen, da die Strategie von TM die Schaffung ebensolcher robuster Prozesse ist. Freundliche Grüße Rainer Zipperer |
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Letzte Änderung: 09 Apr 2009 09:08 von RZipperer.
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Sehr geehrter Herr Zipperer,
Vielen Dank für Ihre offenen Worte. Nun habe ich also schon wenigstens 2 Leser irritiert, statt sie zu gewinnen. Das ist nicht gut, da bin ich wohl über mein Ziel hinausgeschossen. Ich möchte mich daher bei Ihnen und allen anderen Lesern dafür in aller Form entschuldigen. Sie haben recht, eine Stellenvermittlung kann und soll dieses Forum nicht sein. Erhofft habe ich mir Hinweise, etwa der Form "das hat uns noch nie interessiert" oder "ich weiss dass man sich in Branche X schon lange darum bemüht", von den Menschen, die es eigentlich wissen und spüren müssen. Vielleicht erläutere ich meine Vorgehensweise separat, da muss ich noch einmal in mich gehen. Nachdem diese Methoden in vielen Firmen bekannt und je nach Strukturierung auch eingesetzt werden, ist mir äusserst schleierhaft, woher Sie die Erfahrungen beziehen, das TM in Deutschland Neuland ist. Eine berechtigte Frage. Dieser Punkt liegt mir sehr am Herzen. Vielleicht irre ich mich ja, das würde mich freuen, und TM ist bereits viel weiter in Deutschland verbreitet, als ich weiss. Wissen kann ich es nicht, aber anhand folgender Indizien vermute ich, das TM zwar bekannt, aber selten regelmäßig angewendet wird: 1. Erfahrungen aus Gesprächen bei meinem jetzigen Arbeitgeber (international) und außerhalb 2. Unkenntnis oder Ablehnung in Foren, die es besser wissen müssten (six sigma, international) 3. Es gibt sie, die TM-Anwender in Japan bei Nissan, Oki, Sony und viele kleine Unternehmen; ihre erzielten Ergebnisse sind atemberaubend, ihre Anzahl ist aber überschaubar klein. Dass in Deutschland diese Verhältnisse anders sein sollten, würde mich wundern (z.B. fast jedes Unternehmen hat 50 % aller Entwickler als ständige TM-Anwender). Ich lerne da gerne dazu. 4. Auch in den USA, wo Taguchi's Sohn die Fahne hochhält, gibt es sie, in ähnlich überschaubarer Weise: z.B. bei Ford, Xerox, Carterpillar, NASA, JPL usw. 5. Stellenbörsen, z.B. www.opportuno.de , suchen TM nur in Einzelfällen - das würde ich dann anders erwarten, wäre TM in D weiter verbreitet 6. die Suchergebnisse in diesem Forum zu Taguchi oder robust sind überschaubar 7. Prof. Bol hat vor einiger Zeit eine Studie veröffentlich, zugegeben mit nur wenigen Interviewpartnern. Daraus einige Zitate: Prof. Bol ; "Einführung in die Statistische Versuchsplanung Taguchi in der Praxis"; Seminar Qualitätssicherung Betreuer: Prof. Dr. Georg Bol; Lehrstuhl für Statistik, Ökonometrie und Mathematische Finanzwirtschaft Institut für Statistik und Mathematische Wirtschaftstheorie Universität Karlsruhe; Taguchis Idee, gegenüber inneren und äußeren Einflüssen robuste Prozesse zu planen, findet nach [Waldmann 2003] allgemein Anerkennung. siehe Bol S. 17 Der Grundgedanke Taguchis, durch eine geeignete Wahl der Steuerfaktoren die Wirkung der Störgrößen zu reduzieren, ist inzwischen allgemein anerkannt. Das Vorgehen zur Bestimmung von robusten Faktorkombinationen ist dagegen umstritten siehe Bol. S. 19 Laut den Aussagen der Firmen wird Taguchi nicht verwendet bei: Großanlagenbau; Sondermaschinenbau; Kleinserien, siehe Bol S. 21 Taguchi;; Die Firmen, die Taguchi-Methoden anwenden, sind den Bereichen Automobil, Automotive, Elektrogeräte, Korrosionsschutz, Kunststoff und Pharma zuzuordnen. siehe Bol S. 21 Taguchi; Die Firmen, die keine Taguchi-Methoden verwenden, gehören zu den Bereichen Automobil, Bekleidung, Chemie, Maschinenbau, Medizin, Stahl- und Kunststoffverarbeitung, Spielzeug, Verfahrenstechnik und Anlagenbau. siehe Bol S. 21 Die Häufigkeit des Einsatzes schwankt zwischen täglich über "vor jedem neuen Produktionsanlauf" bis zu niemals. S. 23 Drei der Experten loben den geringen Versuchsaufwand bzw. die hohe Geschwindigkeit, mit der man zu Ergebnissen kommt. Ein weiterer schätzt die "klare Systematik" des Vorgehens. Auch der Vorteil gegenüber vollfaktoriellen Tests, dass viele Parameter gleichzeitig untersucht werden können, wurde erwähnt. siehe Bol S. 24 Er kritisierte dabei, dass in deutschen Unternehmen noch zu viel Prozessplanung ohne fundiertes DOE durchgeführt würde. Insofern müsse man für jede kleine Verbesserung in der Systematik dankbar sein. siehe Bol S. 24 Macht das meinen Eindruck etwas verständlicher? Ein weiterer Indikator für mich ist, wie sehr die neuesten TM Taktiken bei meinem Gesprächspartner bekannt sind. Redet man beim SNR noch über Nominal-is-best (sehr gute Charakteristik, Stand der 80er, heute ist leistungsfähigeres verfügbar), die Taktiken gegen unerwünschte Wechselwirkungen (90er) oder gar über Taguchis Tuning (2000er)? Je nachdem wäre das Ergebnispotential weit oder nicht annähernd ausgeschöpft. Wie gesagt, ich hoffe ich irre mich. Ihrem Vorschlag, beim VDA nachzuschauen, bin ich gefolgt. Liege ich hiermit richtig: Produktentstehung • Reifegradabsicherung für Neuteile - Methoden, Messgrößen, Dokumentationen, Checklisten - www.vda-qmc.de/fileadmin/redakteur/Publi...andausdruck_2009.pdf ? Ich freue mich auf weitere gute Gespräche. Vorsorglich wünsche ich Ihnen schon einmal ein frohes und erholsames Osterfest. Mit freundlichem Gruss, Michael Schlüter |
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MichaelS schrieb:
Sehr geehrter Herr Zipperer, Vielen Dank für Ihre offenen Worte. Nun habe ich also schon wenigstens 2 Leser irritiert, statt sie zu gewinnen. Das ist nicht gut, da bin ich wohl über mein Ziel hinausgeschossen. Ich möchte mich daher bei Ihnen und allen anderen Lesern dafür in aller Form entschuldigen. Sie haben recht, eine Stellenvermittlung kann und soll dieses Forum nicht sein. Erhofft habe ich mir Hinweise, etwa der Form "das hat uns noch nie interessiert" oder "ich weiss dass man sich in Branche X schon lange darum bemüht", von den Menschen, die es eigentlich wissen und spüren müssen. Vielleicht erläutere ich meine Vorgehensweise separat, da muss ich noch einmal in mich gehen. Nachdem diese Methoden in vielen Firmen bekannt und je nach Strukturierung auch eingesetzt werden, ist mir äusserst schleierhaft, woher Sie die Erfahrungen beziehen, das TM in Deutschland Neuland ist. Eine berechtigte Frage. Dieser Punkt liegt mir sehr am Herzen. Vielleicht irre ich mich ja, das würde mich freuen, und TM ist bereits viel weiter in Deutschland verbreitet, als ich weiss. Wissen kann ich es nicht, aber anhand folgender Indizien vermute ich, das TM zwar bekannt, aber selten regelmäßig angewendet wird: 1. Erfahrungen aus Gesprächen bei meinem jetzigen Arbeitgeber (international) und außerhalb 2. Unkenntnis oder Ablehnung in Foren, die es besser wissen müssten (six sigma, international) 3. Es gibt sie, die TM-Anwender in Japan bei Nissan, Oki, Sony und viele kleine Unternehmen; ihre erzielten Ergebnisse sind atemberaubend, ihre Anzahl ist aber überschaubar klein. Dass in Deutschland diese Verhältnisse anders sein sollten, würde mich wundern (z.B. fast jedes Unternehmen hat 50 % aller Entwickler als ständige TM-Anwender). Ich lerne da gerne dazu. 4. Auch in den USA, wo Taguchi's Sohn die Fahne hochhält, gibt es sie, in ähnlich überschaubarer Weise: z.B. bei Ford, Xerox, Carterpillar, NASA, JPL usw. 5. Stellenbörsen, z.B. www.opportuno.de , suchen TM nur in Einzelfällen - das würde ich dann anders erwarten, wäre TM in D weiter verbreitet 6. die Suchergebnisse in diesem Forum zu Taguchi oder robust sind überschaubar 7. Prof. Bol hat vor einiger Zeit eine Studie veröffentlich, zugegeben mit nur wenigen Interviewpartnern. Daraus einige Zitate: Prof. Bol ; "Einführung in die Statistische Versuchsplanung Taguchi in der Praxis"; Seminar Qualitätssicherung Betreuer: Prof. Dr. Georg Bol; Lehrstuhl für Statistik, Ökonometrie und Mathematische Finanzwirtschaft Institut für Statistik und Mathematische Wirtschaftstheorie Universität Karlsruhe; Taguchis Idee, gegenüber inneren und äußeren Einflüssen robuste Prozesse zu planen, findet nach [Waldmann 2003] allgemein Anerkennung. siehe Bol S. 17 Der Grundgedanke Taguchis, durch eine geeignete Wahl der Steuerfaktoren die Wirkung der Störgrößen zu reduzieren, ist inzwischen allgemein anerkannt. Das Vorgehen zur Bestimmung von robusten Faktorkombinationen ist dagegen umstritten siehe Bol. S. 19 Laut den Aussagen der Firmen wird Taguchi nicht verwendet bei: Großanlagenbau; Sondermaschinenbau; Kleinserien, siehe Bol S. 21 Taguchi;; Die Firmen, die Taguchi-Methoden anwenden, sind den Bereichen Automobil, Automotive, Elektrogeräte, Korrosionsschutz, Kunststoff und Pharma zuzuordnen. siehe Bol S. 21 Taguchi; Die Firmen, die keine Taguchi-Methoden verwenden, gehören zu den Bereichen Automobil, Bekleidung, Chemie, Maschinenbau, Medizin, Stahl- und Kunststoffverarbeitung, Spielzeug, Verfahrenstechnik und Anlagenbau. siehe Bol S. 21 Die Häufigkeit des Einsatzes schwankt zwischen täglich über "vor jedem neuen Produktionsanlauf" bis zu niemals. S. 23 Drei der Experten loben den geringen Versuchsaufwand bzw. die hohe Geschwindigkeit, mit der man zu Ergebnissen kommt. Ein weiterer schätzt die "klare Systematik" des Vorgehens. Auch der Vorteil gegenüber vollfaktoriellen Tests, dass viele Parameter gleichzeitig untersucht werden können, wurde erwähnt. siehe Bol S. 24 Er kritisierte dabei, dass in deutschen Unternehmen noch zu viel Prozessplanung ohne fundiertes DOE durchgeführt würde. Insofern müsse man für jede kleine Verbesserung in der Systematik dankbar sein. siehe Bol S. 24 Macht das meinen Eindruck etwas verständlicher? Ein weiterer Indikator für mich ist, wie sehr die neuesten TM Taktiken bei meinem Gesprächspartner bekannt sind. Redet man beim SNR noch über Nominal-is-best (sehr gute Charakteristik, Stand der 80er, heute ist leistungsfähigeres verfügbar), die Taktiken gegen unerwünschte Wechselwirkungen (90er) oder gar über Taguchis Tuning (2000er)? Je nachdem wäre das Ergebnispotential weit oder nicht annähernd ausgeschöpft. Wie gesagt, ich hoffe ich irre mich. Ihrem Vorschlag, beim VDA nachzuschauen, bin ich gefolgt. Liege ich hiermit richtig: Produktentstehung • Reifegradabsicherung für Neuteile - Methoden, Messgrößen, Dokumentationen, Checklisten - www.vda-qmc.de/fileadmin/redakteur/Publi...andausdruck_2009.pdf ? Ich freue mich auf weitere gute Gespräche. Vorsorglich wünsche ich Ihnen schon einmal ein frohes und erholsames Osterfest. Mit freundlichem Gruss, Michael Schlüter Lieber Kollege Schlüter, wie oft Ihre Nachricht von den Forummitgliedern gelesen wurde, kann in der Vorausschau abgelesen werden. Aktuell wurde diese Nachricht 80x aufgerufen. Es existiert also ganz ordentliches Interesse. Ich persönlich muss mich jedoch den bereits gemachten Ausführungen meiner Fachkollegen anschließen. Auch der Umfang des Artikels liess mich ein wenig zusammenzucken. Wir vom Support-Team verstehen uns als Problemlöser in den Hauptbereichen: QM, UM sowie AS. Die einfachsten Fragen haben sich zu interessanten Fachdiskussionen führen lassen. Mein Vorschlag wäre es daher, die wichstigsten Themenkomplexe vorher zu filtern und dann erst zu posten. Hier spielt auch der Faktor Zeit eine große Rolle. Ich bedanke mich und verbleibe mit den besten Grüßen. |
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RLau schrieb:
MichaelS schrieb: Sehr geehrter Herr Zipperer, Vielen Dank für Ihre offenen Worte. Nun habe ich also schon wenigstens 2 Leser irritiert, statt sie zu gewinnen. Das ist nicht gut, da bin ich wohl über mein Ziel hinausgeschossen. Ich möchte mich daher bei Ihnen und allen anderen Lesern dafür in aller Form entschuldigen. Sie haben recht, eine Stellenvermittlung kann und soll dieses Forum nicht sein. Erhofft habe ich mir Hinweise, etwa der Form "das hat uns noch nie interessiert" oder "ich weiss dass man sich in Branche X schon lange darum bemüht", von den Menschen, die es eigentlich wissen und spüren müssen. Vielleicht erläutere ich meine Vorgehensweise separat, da muss ich noch einmal in mich gehen. Nachdem diese Methoden in vielen Firmen bekannt und je nach Strukturierung auch eingesetzt werden, ist mir äusserst schleierhaft, woher Sie die Erfahrungen beziehen, das TM in Deutschland Neuland ist. Eine berechtigte Frage. Dieser Punkt liegt mir sehr am Herzen. Vielleicht irre ich mich ja, das würde mich freuen, und TM ist bereits viel weiter in Deutschland verbreitet, als ich weiss. Wissen kann ich es nicht, aber anhand folgender Indizien vermute ich, das TM zwar bekannt, aber selten regelmäßig angewendet wird: 1. Erfahrungen aus Gesprächen bei meinem jetzigen Arbeitgeber (international) und außerhalb 2. Unkenntnis oder Ablehnung in Foren, die es besser wissen müssten (six sigma, international) 3. Es gibt sie, die TM-Anwender in Japan bei Nissan, Oki, Sony und viele kleine Unternehmen; ihre erzielten Ergebnisse sind atemberaubend, ihre Anzahl ist aber überschaubar klein. Dass in Deutschland diese Verhältnisse anders sein sollten, würde mich wundern (z.B. fast jedes Unternehmen hat 50 % aller Entwickler als ständige TM-Anwender). Ich lerne da gerne dazu. 4. Auch in den USA, wo Taguchi's Sohn die Fahne hochhält, gibt es sie, in ähnlich überschaubarer Weise: z.B. bei Ford, Xerox, Carterpillar, NASA, JPL usw. 5. Stellenbörsen, z.B. www.opportuno.de , suchen TM nur in Einzelfällen - das würde ich dann anders erwarten, wäre TM in D weiter verbreitet 6. die Suchergebnisse in diesem Forum zu Taguchi oder robust sind überschaubar 7. Prof. Bol hat vor einiger Zeit eine Studie veröffentlich, zugegeben mit nur wenigen Interviewpartnern. Daraus einige Zitate: Prof. Bol ; "Einführung in die Statistische Versuchsplanung Taguchi in der Praxis"; Seminar Qualitätssicherung Betreuer: Prof. Dr. Georg Bol; Lehrstuhl für Statistik, Ökonometrie und Mathematische Finanzwirtschaft Institut für Statistik und Mathematische Wirtschaftstheorie Universität Karlsruhe; Taguchis Idee, gegenüber inneren und äußeren Einflüssen robuste Prozesse zu planen, findet nach [Waldmann 2003] allgemein Anerkennung. siehe Bol S. 17 Der Grundgedanke Taguchis, durch eine geeignete Wahl der Steuerfaktoren die Wirkung der Störgrößen zu reduzieren, ist inzwischen allgemein anerkannt. Das Vorgehen zur Bestimmung von robusten Faktorkombinationen ist dagegen umstritten siehe Bol. S. 19 Laut den Aussagen der Firmen wird Taguchi nicht verwendet bei: Großanlagenbau; Sondermaschinenbau; Kleinserien, siehe Bol S. 21 Taguchi;; Die Firmen, die Taguchi-Methoden anwenden, sind den Bereichen Automobil, Automotive, Elektrogeräte, Korrosionsschutz, Kunststoff und Pharma zuzuordnen. siehe Bol S. 21 Taguchi; Die Firmen, die keine Taguchi-Methoden verwenden, gehören zu den Bereichen Automobil, Bekleidung, Chemie, Maschinenbau, Medizin, Stahl- und Kunststoffverarbeitung, Spielzeug, Verfahrenstechnik und Anlagenbau. siehe Bol S. 21 Die Häufigkeit des Einsatzes schwankt zwischen täglich über "vor jedem neuen Produktionsanlauf" bis zu niemals. S. 23 Drei der Experten loben den geringen Versuchsaufwand bzw. die hohe Geschwindigkeit, mit der man zu Ergebnissen kommt. Ein weiterer schätzt die "klare Systematik" des Vorgehens. Auch der Vorteil gegenüber vollfaktoriellen Tests, dass viele Parameter gleichzeitig untersucht werden können, wurde erwähnt. siehe Bol S. 24 Er kritisierte dabei, dass in deutschen Unternehmen noch zu viel Prozessplanung ohne fundiertes DOE durchgeführt würde. Insofern müsse man für jede kleine Verbesserung in der Systematik dankbar sein. siehe Bol S. 24 Macht das meinen Eindruck etwas verständlicher? Ein weiterer Indikator für mich ist, wie sehr die neuesten TM Taktiken bei meinem Gesprächspartner bekannt sind. Redet man beim SNR noch über Nominal-is-best (sehr gute Charakteristik, Stand der 80er, heute ist leistungsfähigeres verfügbar), die Taktiken gegen unerwünschte Wechselwirkungen (90er) oder gar über Taguchis Tuning (2000er)? Je nachdem wäre das Ergebnispotential weit oder nicht annähernd ausgeschöpft. Wie gesagt, ich hoffe ich irre mich. Ihrem Vorschlag, beim VDA nachzuschauen, bin ich gefolgt. Liege ich hiermit richtig: Produktentstehung • Reifegradabsicherung für Neuteile - Methoden, Messgrößen, Dokumentationen, Checklisten - www.vda-qmc.de/fileadmin/redakteur/Publi...andausdruck_2009.pdf ? Ich freue mich auf weitere gute Gespräche. Vorsorglich wünsche ich Ihnen schon einmal ein frohes und erholsames Osterfest. Mit freundlichem Gruss, Michael Schlüter Lieber Kollege Schlüter, wie oft die Nachricht von den Forummitgliedern gelesen wurde, kann in der Vorausschau abgelesen werden. Aktuell wurde diese Nachricht 80x aufgerufen. Es existiert also ganz ordentliches Interesse. Ich persönlich muss mich jedoch den bereits gemachten Ausführungen meiner Fachkollegen anschließen. Auch der Umfang des Artikels liess mich ein wenig zusammenzucken. Wir vom Support-Team verstehen uns als Problemlöser in den Hauptbereichen: QM, UM sowie AS. Die einfachsten Fragen haben sich zu interessanten Fachdiskussionen führen lassen. Mein Vorschlag wäre es daher, die wichtigsten Themenkomplexe vorher zu filtern und dann erst zu posten. Hier spielt auch der Faktor Zeit eine große Rolle. Ich bedanke mich und verbleibe mit den besten Grüßen. |
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Letzte Änderung: 10 Apr 2009 19:16 von RLau.
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Hallo Herr Lau,
Vielen Dank für Ihr Feedback. Auch der Umfang des Artikels liess mich ein wenig zusammenzucken. Stimmt. Ich schlage daher vor, diesen Beitrag nun ruhen zu lassen. Ich habe wertvolles Feedback aus jeder Antwort erhalten. Ich freue mich trotzdem weiterhin, bis zum 15.5., auf Einschätzungen zu einem oder allen meiner 20 potentiellen Spezialisierungsrichtungen. Mit freundlichem Gruss, Michael Schlüter |
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