Hallo Silas,
Managementbewertung heißt eigentlich nur, dass das Management des Unternehmens regelmäßig dokumentiert die Unternehmenssituation analysieren soll ... und dann auf Basis der Informationen erforderliche Maßnahmen definieren muss. Die Norm definiert sozusagen, welche Informationen der Unternehmensleitung vorliegen sollen, auf welcher sie entscheiden soll ob Korrekturmaßnahmen erforderlich sind - das sind die Punkte die Jamsun zitiert hat. Wie das Ganze in einem Unternehmen erfolgt oder zu dokumentieren ist, ist durch die Norm nicht festgelegt.
Bei uns sind es quasi die Summe der Ergebnisse vom Salesstrategie-Workshop, der Business Development Planung, die Ziele aus der Budgetplanung etc. ... zusätzlich Auditiere ich die Geschäftsführung im Januar oder Februar um ggf. weiteren Korrekturbedarf und Ziele zu ermitteln. Final entsteht dann ein Dokument was bei uns 'Unternehmensstrategie- und Ziele' heißt und eben die Strategie und Top-Ziele für das laufende Jahr zusammenfasst ... sowie die Ziele des letzten Jahres auswertet ... das ist dann das dokumentiertes Ergebnis der Managementbewertung und enthält als Anlage eine aktualisierte Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Q-Bericht etc. So ausführlich macht das aber kaum ein Unternehmen. Wir machen dies insbesondere, da wir dieses Dokument an die Mitarbeiter zum Ende des ersten Quartals veröffentlichen, um jeden Mitarbeiter mitzunehmen und zu zeigen wo die Reise in diesem Jahr hingeht.
Ich hab es aber auch schon anders erlebt, z.B. dass die Managementbewertung ein einfaches zweiseitiges Formblatt ist, in dem Maßnahmen notiert und durch die Unternehmensleitung angeordnet werden. Zusammen mit dem nachgewiesenen Reporting des QMBs und anderer Bereiche ist das dann das Ergebnis der Managementbewertung. Die Umsetzung ist frei.
Viele Grüße
Andreas