Hallo Icke,
allgemeine Kosten für verspätete Lieferung versus qualitativ schlechte Lieferung wirst Du nirgends finden. Gruß an den Dino: Q heisst so zu liefern, wie der Kunde das will - und das bezieht sich auf Termin UND technische Eigenschaften.
Du könntest höchstens Modellrechnungen anstellen, Stillstandskosten hängen von der Art ab, wie Euer Produkt beim Kunden weiter verarbeitet wird (und wie weit sich der Terminflurschaden hinzieht). Kleine Spritzgießmaschine im Sonderangebot für 40 Euronen die Stunde bis komplettes Band beim OEM (unbestätigte Gerüchte sprechen von etwas über 200.000 Euro für die Stillsetzung des Monatgebandes bei einem großen OEM im Schwäbischen). Lieferung per Helikopter ist im Zweifelsfall billiger.
Das Szenario für Fehlerkostzen kannst Du einteilen in annähernd rechtzeitig erkannt (schlechte Ware beim Kunden, aber noch nicht eingebaut), fast rechtzeitig erkannt (schlechte Ware beim Kunden und eingebaut, aber noch nicht an den Endkunden ausgeliefert) und Feldausfall mit Rückruf. Rückruf ist die Königsdisziplin und daher etwas teurer, das geht erst ab siebenstellig los.
Vorteil beim Ausliefern schadhafter Produkte: das zahlt die Produkthaftpflichtversicherung. Aber nur, wenn sie nicht dahinter kommen, daß ihr vorsätzlich niO-Ware ausgeliefert habt.
Nachhaltiger als Euer Werksleiter das macht kann man nicht an dem Ast sägen, auf dem man sitzt.
Grüßle
T