pefiULM schrieb:
Bärliner schrieb:
Hallo PeJe & alle,
ich würde versuchen die "doppelte" Kennzeichnung (zuerst Materialbegleitkarte und danach/am Ende das Barcodelabel) zu vermeiden... es ist duplizierte Arbeit und unsicher hört es sich auch an (jedenfalls wenn das Barcodelabel erzeugt wird aus den Details die zuerst manuell auf der Materialbegleitkarte dokumentiert werden)....
Nach dem Motto der Realität: "Zuerst wird irgendein Quatsch aufgeschrieben - und danach wird das dann auch noch falsch abgepinnt bzw. in den Computer getippt..."
Ist es nicht möglich die Details die auf der Arbeitskarte notiert werden (an jeder erforderlichen Station im Prozess) in eine Datenbank einzugeben oder besser noch zu scannen und das Printprogram für das Label am Ende klaubt nur noch die bereits gemachten Eingaben aus der Datenbank zusammen, prüft diese auf Plausibilität, gibt weiter wenn alles ok oder schickt in eine temoräre Prüfroutine falls was niO ist?
Wär so etwas eine Option? ...die Datenbankroutinen hören sich gewaltier/teurer als sie sind...
Viele Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
Du hast recht es kann teuer werden. Aber was kostet eine Minute Bandstillstand z.B. bei Audi? 15.000 Euronen, wenn ich richtig informiert bin.
Jetzt stell Dir mal vor es werden versehentlich überhaupt keine Kabel für die linke Tür vorne geliefert und keiner merkt es, bevor es schiefgelaufen ist, dann ist die Fertigungsstätte in Tunesien und und und.-..... oder für eine Verrohrung durch die Kühlwasser fließt oder Öl, dann mal gute Nacht. Ach ja, dann wird die Türe nicht von z.B. Audi zusammengebaut sondern von einem Tier 1 Lieferant, dann viel Spaß mit der Versicherung.
Ich hatte mal so nen Fall, da fliegen die Hubschrauber und Paketdienste und die bezahlt auch der Lieferant.
Ich weiß, dass das was schiefgehen kann auch schiefgeht.
Grüßle
Peter
Hallo Peter,
ich wollte damit nicht sagen dass sich die Investition nicht lohnt! Ich wollte nur ein Idee geben, wie man möglicherweise die Root-Cause in den Griff bekommen könnte.
Ich habe bei Prozessänderungen dieser Art schon oft genug so etwas gehört wie "...was soll das denn alles kosten..." (oder ähnlichen Quatsch) - wenn man die primären Reklamationskosten alleine rechnet, sind diese oftmals schon mit Leichtigkeit das 1000fache der Modifikationskosten für den Prozess.
Und wenn man /QM/QB auch noch ein gutes Verhältnis zum Controller hat ist dieser bestimmt bereit und in der Lage, die Reklamationskosten fundiert in größerem Umfang zu beziffern...
Die meisten Unternehmen/Abteilungsleiter/GF haben blanke Angst davor, dass diese Kosten zu umfangreich beziffert werden (habe ich oftmals den Eindruck erlangt).