Forum Suche
Stichwort
Willkommen, Gast

cpk bei einseitig (nicht 0-begrenzten)-Merkmalen
(1 Leser) (1) Gast
  • Seite:
  • 1

THEMA: cpk bei einseitig (nicht 0-begrenzten)-Merkmalen



cpk bei einseitig (nicht 0-begrenzten)-Merkmalen 19 Mär 2009 07:16 #3407

Hallo Zusammen,

bin beim Goggeln auf eure Seite getroffen und muss ecu allen ein grosses Lob aussprechen. Eine super Seite.

Vielleicht kann mir jmd. bei einem Problem helfen. Habe bei einer Anwendung Probleme hinsichtlich der Umsetzung von Kundenforderungen beim Nachweisen des cpk.

Im konkreten Fall soll die Festigkeit einer Schweissverbindung zerstörend nachgewiesen werden. Der Ersatztest ist vereinbart. Für den Ausbruchswert ist ein unterer Grenzwert festgelegt. Jetzt haben wir bei den ersten Losen festgestellt, dass der Ausbruchswert stark nach oben hin streut, dadurch wird der cpk mies. Alle Werte liegen über der USG, der Kunde möchte jedoch etwas "LUFT" nach unten hin haben und besteht auf den cpk.

Gibt es Berechnungsmodelle für den cpk, die diesen Fall berücksichtigen bzw. habt ihr Vorschläge, wie man die starke Streuung nach oben hin auswertetechnisch berücksichtigen kann. Die hier angebotene DIN 55319 kann ich leider nicht öffnen, da diese als defekt angegeben wird.

Gruss Ponsch
  • Ponsch
  • OFFLINE
  • Quality Beginner
  • Beiträge: 2

Aw: cpk bei einseitig (nicht 0-begrenzten)-Merkmalen 19 Mär 2009 15:16 #3408

Hallo,

willkommen im Forum.

Die beschriebene Kundenforderung ist logisch und berechtigt.

Das Berechnungsverfahren ist ersichtlich in der neuen DIN ISO 21747:2007, unter Berücksichtigung des zeitabhängigen Verteilungsmodells auf Seite 72 nachlesbar.

DIN ISO 21747:2007 ist aktuell, die DIN 55319:2002 ist nicht mehr gültig.

Zu der großen Streuung hilft nur eine Untersuchung bzw. Analyse zur Eingrenzung der Einflüsse. ( z. B. Chargenfertigung, Parameterabweichungen, Schweißwerkzeuge)


Gruß

Cooper
  • cooper
  • OFFLINE
  • Qualitöter
  • Nur das tun was Spaß macht !
  • Beiträge: 179

Aw: cpk bei einseitig (nicht 0-begrenzten)-Merkmalen 20 Mär 2009 10:12 #3411

Hallo,

danke für den Hinweis mit der DIN, ich habe sie bestellt.

Mittlerweile habe ich die Daten ausgewertet. Die Ausbruchswerte sind nicht normalverteilt, sondern deuten auf eine Weibull-Verteilung hin. Dies bedeutet, dass die Standardabweichung s nicht symmetrisch um den Mittelwert x streut. Einige hohe Ausbruchswerte vergrössern die Streuung, dadurch wird der cpk mies. In der Regelkarte erkenne ich einen direkten Zusammenhang von x und s. Sprich wenn x gross wird, wird auch s gross. Dies würde ja bedeuten, dass ich den Prozess bezüglich der Ausbruchswerte verschlechtern müsste, um so nicht mehr einige, wenige hohe Ausbruchswerte zu generieren und einen ordentlichen cpk zu erhalten.

Da dies natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist, habe ich mir folgendes überlegt:

Ich schaue mir die Wahrscheinlichkeitsnetze bei Prüfung auf Normalverteilung an und schneide dann die Daten, welche von der Gerade abweichen ab. Das sind die Werte, die sehr hoch sind. Dadurch habe ich dann eine Normalverteilung vorliegen, bei der die Standardabweichung s` um den Mittelwert x` symmetrisch streut. Und mit dieser Normalverteilung mach ich dann den cpk-Nachweis.

Was haltet ihr von diesem Vorgehen? Vielleicht steht ja in der DIN was genaueres, aber die bekomme ich erst nächste Woche.

Gruss Ponsch
  • Ponsch
  • OFFLINE
  • Quality Beginner
  • Beiträge: 2

Aw: cpk bei einseitig (nicht 0-begrenzten)-Merkmalen 20 Mär 2009 10:42 #3412

Hallo,

diese Vorgehensweise , die hohen Werte einfach zu ignorieren halte ich für falsch.
Auch in der DIN steht sowas nicht drin.

Ich komme daher nochmals auf die Ursachenermittlung, warum so eine große Streuung zustandekommt.

Gruß

Cooper
  • cooper
  • OFFLINE
  • Qualitöter
  • Nur das tun was Spaß macht !
  • Beiträge: 179
Letzte Änderung: 20 Mär 2009 10:48 von cooper.

Aw: cpk bei einseitig (nicht 0-begrenzten)-Merkmalen 23 Mär 2009 15:18 #3418

Hallo,

ich kenne aus der Vergangenheit ein ähnliches, wenn nicht sogar das gleiche Problem.
Die Unsinnigkeit von manchen geforderten Cpk -Werten stellt sich in diesem Beispiel klassisch dar. Vielleicht besteht die Möglichkeit einfach, eine UEG (untere Eingriffsgrenze) zu definieren und dies dabei zu belassen. Der Prozess ist fähig und sicher!!!!!!!!! Warum dann mit Cpk-Werten arbeiten. Natürlich wäre Handlungsbedarf bei einer Eingriffsgrenzenverletzung.

LG R.Subbert
  • R.Subbert
  • OFFLINE
  • Quality Beginner
  • Beiträge: 5
  • Seite:
  • 1
Ladezeit der Seite: 0.73 Sekunden