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Spezifikation von Oberflächenfehlern
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THEMA: Spezifikation von Oberflächenfehlern



Spezifikation von Oberflächenfehlern 05 Nov 2008 06:11 #2645

Guten Morgen!


Ich sitze gerade vor einer Spezifikation für Oberflächenfehlern (bei Polycarbonat Tafeln).

Hier ist nun die Anzahl und Größe der zuässigen Fehler für eine Prüffläche von 1000x1000mm angegeben.

Wie müßte ich vorgehen wenn ich aber nun Tafeln mit kleinerem Maß habe, z. Bsp. 250x320mm? Muß ich die Anzahl Fehler im Verhältnis der Flächen zueinander sehen? Oder wird das mit den Fehlern dann irgendwie anders "runtergebrochen"?

Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrung mit sowas....

Wünsche euch noch einen schönen Tag

Michael
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Aw: Spezifikation von Oberflächenfehlern 05 Nov 2008 07:34 #2649

Hallo,


für diesen Anwendungsfall kann man Qualitätsregelkarten für diskrete Merkmalswerte einsetzen.

Es stehen zur Auswahl, je nach Anwendungsfall:

x-Karte für die Anzahl fehlerhafter Einheiten oder Anzahl Fehler pro Einheit,
p-Karte für den Anteil fehlerhafter Einheiten ,
c-Karte für die Anzahl Fehler pro Einheit,
u-Karte für die Anzahl Fehler pro Einheit,
np-Karte für die Anzahl fehlerhafter Einheiten.

Variante 1: Erfahrungsgemäß würde ich zu der p-Karte tendieren.
Dies bedeutet eine Fehlerdarstellung, von der Prüffläche als Basis ausgehend, in % Angabe.


Variante 2: x-Karte für Anzahl der Fehler pro Einheit.

Diese Karten werden nach dem Prinzip des 2–seitigen Zufallsstreubereiches ( (Poisson-Verteilung) mit oberer und unterer Eingriffsgrenze berechnet .( UEG/OEG)


Gruß

Cooper
  • cooper
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Letzte Änderung: 05 Nov 2008 07:40 von cooper. Begründung: ergänzt.

Aw: Spezifikation von Oberflächenfehlern 17 Nov 2008 10:40 #2759

Hallo!

Ich würde die c-Karte empfehlen.

Die c-Karte wird in der Qualitätssicherung zur Überwachung vorwiegend bei kontinuierlicher Produktion (Extrusion, …) eingesetzt.
Hier gibt es zwei wichtige Prüfsituationen:
Fehler, die in einer kontinuierlichen Produkterzeugung gestreut sind (z.B. Risse in einer Vinylrolle, Blasen im Glas oder Poren in einer Glasisolierung) und dort, wo die mittlere Zahl von Fehlern ausgedrückt werden kann.
Dort, wo Fehler aus vielen unterschiedlichen Quellen in einer Prüfeinheit gefunden werden können (z.B. Eintragungen in einer Kfz-Werkstatt).

Grüße! Guido

Aw: Spezifikation von Oberflächenfehlern 04 Dez 2008 13:39 #2823

Hallo,

die Möglichkeiten sind natürlich vielseitig, es kommt daher auf die Einsatzbereiche an und dienen aber beide dem gleichen Zweck.

p-Karte:
Bei dieser Karte sind die Eingriffsgrenzen vom Stichprobenumfang abhängig. Der Vorteil dieser Karte liegt darin, dass sie besonders für 100%-Prüfungen mit variabler Losgröße geeignet ist.

c-Karte:
Bei der c-Karte ist der Stichprobenumfang konstant zu halten. Der Vorteil der Verwendung dieser Karte besteht in der einfachen Prüfaufgabe, da der Stichprobenumfang immer gleich groß bleibt. Ein zusätzlicher Vorteil ist die einfache Interpretierbarkeit der Karte auf Grund der konstant bleibenden Grenzen.


Gruß

Cooper
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