Hallo Qualit,
so pauschal lässt sich das leider wirklich nicht sagen. Es kommt hier auf die Anzahl der Prozesse, auf die Größe der Firma, die Anzahl der Produkte/Projekte und auf die Ergebnisse der vorangegangenen Audits an.
Systemaudits führen wir pro Jahr eines durch. Dies erledigt ein Externer von einer befreundeten Firma.
Wenn ihr regelmäßig nur 60% bei Produkt-/Prozessaudits erhaltet, dann gehe ich davon aus, dass ihr in bestimmten Bereich Schwachpunkte habt die sich durch alle Produkte/Prozesse ziehen. Hier würde ich anstatt von mehr Audits (bei welchen nur bekannte Schwachpunkte wieder neu aufgeschrieben werden) zuerst bei allen Produkten/Prozessen die bereits bekannten Abweichungen beheben und mich dann wieder verstärkt dem Thema Audits widmen.
Es macht keinen Sinn Audits durchzuführen, wenn die Abweichungen dann nicht flächendeckend behoben werden.
Wenn ihr regelmäßig bei den Produktaudits nur 60%-70% erreicht, dann müsstet ihr sowie ständig mit Kundenproblemen rechnen (oder eure Anforderungen sind höher als die der Kunden). Ich kann mir nicht vorstellen das dies im Sinne einer Geschäftsführung sein kann. Wenn wir bei einem Produktaudit Abweichungen entdecken, dann führt dies zu einer internen Reklamation incl. aller Nacharbeiten (Sperrung, 100%-Kontrolle, Ursachenanalyse, Maßnahmen).
Zusammendfassend: Erste Priorität sollte die prozess-/produktübergreifende Behebung der Abweichungen aus den vorangegangenen Audits haben, erst dann machte es Sinn wieder verstärkt Zeit und Energie in Audits zu verwenden.
Gruß, Roland