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Wertstromanalyse (geringe Stückzahl)
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THEMA: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl)



Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 24 Sep 2011 12:12 #11891

Hallo zusammen,

ich studiere Wirtschaftsingenieurswesen im 7. Semester und habe nun mit dem lezten Teil meins Studium, der Thesis, begonnen.
Dabei soll ich in einem mittelständ. Unternehmen den Produktionsprozess eines Zahnrades anhand einer Wertstromanalyse optimieren.
Ich habe mich bereits gut in die Materie eingearbeitet, allerdings finde ich bzgl eine Problems keine Lösung. Ich hoffe, es kann mir hierbei jemand helfen oder mir einen Tipp geben.
Der Kunde des zu betrachtenden Wertstroms ist die Montage. Die jährl. Stückzahl beläuft sich auf ca. 600 Stück, das wären pro Tag 3 Stück.

Das Problem ist nun,dass die Maschinen, auf denen das Teil bearbeitet wird, noch viele andere Teile bearbeiten.
Mir ist dabei nicht klar, in wie weit ich diese anderen Teile mitberücksichtigen muss.
Wenn sich bspw. herausstellen sollte, dass die Liegezeit vor einem Prozess hoch ist, dies aber verschuldet ist durch die Bearbeitung anderer Teile, bzw dem Warten weiterer anderer Teile, inwie weit kann ich da mit einer isolierten Sicht des Teiles Schlüsse ziehen?

Ich hoffe es gibt den ein oder anderen, der mir ein bisschen auf die Sprünge helfen kann.

Danke schon mal im Voraus!

Lg,
Armin

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 29 Sep 2011 13:23 #11917

Hi Armin,

untersuche doch erstmal, ob die Liege-/Wartezeiten überhaupt hoch sind, bzw. der mangelnden Kapa der Fertigungseinrichtung geschuldet ist. Wenn dem so ist, hast du schon ein Optimierungspotenzial gefunden.
Dann macht es aber mehr sinn, alle Produkte, die auf dieser Maschine laufen in Produktfamilien einzuordnen und den gesamten Ablauf dieser Produkte zu optimieren, d.h. also macht es dann weniger Sinn, das eine Zahnrad isoliert zu betrachten.

Oder du gibst halt als Ergebnis aus, dass man durch das gezielte Planen der Produktionsreihenfolge der Produkte die auf der MAE laufen, einiges an Optimierung rausholen kann, denn wenn ein Produkt schon warten muss, werden das wohl auch andre tun müssen. Man könnte hier natürlich auch nach Renner und Exoten entscheiden, wer Vorrang hat. Wenn man den Kundentakt kennt, kann man versuchen, die Produkte optimal nacheinnader laufen zu lassen.

Gruß

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 07 Okt 2011 09:34 #12001

Hallo Ingenieur83,
gut dass ich nochmals reingeschaut habe, hatte die Hoffnung fast aufgegeben, dass noch eine Antwort kommt.
Hierfür erstmal vielen Dank.
Es ist eben nicht nur eine Maschine, über die viele Teile laufen, das ist das Problem. Über jede Maschine laufen sehr viele versch Teile. Es ist unmöglich alle Teile zu betrachten.

Insgesamt, das hatte ich im ersten Beitrag nicht erwähnt geht es um eine Fügegruppe. Das Zahnrad ist ein Teil davon. Die Produktfamilie hatte ich im Prinzip definiert auf die Fügegruppe.
Es werden 2 Tage zusammengefügt. Diese werden vor dem Fügeprozess in eigenen Prozessen gefertigt.
Nun weiß ich nicht, ob ich für das Zahnrad und das andere Teil extra nochmal Produktfamilien definieren soll oder ob es ausreicht zu sagen ich hab meine Fügegruppen als Produktfamilie und bei den Vorprozessen (Zahnrad + weiteres Teil) werden nur die Teile betrachet, die später auch in diese eine Produktfamilie fließen.

Wie gesagt, alle Produkte zu betrachten ist unmöglich, da auf jeder Maschine eine Vielzahl von Teilen bearbeitet werden und es keine Maschine gibt, die wirklich nur für die Produktion eines bestimmten Teiles zuständig ist.

Ich weiß nicht genau welche Teile ich bei der Ist-Aufnahme miteinbeziehen soll. Die Situation ist so, dass vll am Tag 6 Stück benötigt werden, geht man von einer Schicht und einer verfügbaren Arbeitszeit von 420min aus ergibt das einen Takt von 60 Minuten, die maximale Zykluszeit eines Prozesses ist ca 30 Minuten. Wie schaffe ich es, da zu einem vernünftigen und aussagekräftigen Verhältnis zu kommen? Bei diesem Beispiel wüsste ich dann, dass ich noch viel Kapazität frei habe (Klar, die braucht man ja auch für die ganzen anderen versch. Teile)

Danke nochmals für die Antwort, werde jetzt regelmäßig vorbeischauen und nächstes mal schneller antworten.

Gruß,
Armin

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 09 Okt 2011 13:37 #12009

Ich würde die Fertigungszeiten nach Produktfamilien klassifizieren.
Frag doch einfach mal die REFA-Kollegen oder die sich mit MTM-Methoden auskennen.
Gruss Alfred Rist-Vogt
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  • Beiträge: 19

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 10 Okt 2011 08:32 #12011

Mr.Vain0205 schrieb:
Hallo Ingenieur83,
...Insgesamt, das hatte ich im ersten Beitrag nicht erwähnt geht es um eine Fügegruppe. Das Zahnrad ist ein Teil davon. Die Produktfamilie hatte ich im Prinzip definiert auf die Fügegruppe.
Es werden 2 Tage zusammengefügt. Diese werden vor dem Fügeprozess in eigenen Prozessen gefertigt.
Nun weiß ich nicht, ob ich für das Zahnrad und das andere Teil extra nochmal Produktfamilien definieren soll oder ob es ausreicht zu sagen ich hab meine Fügegruppen als Produktfamilie und bei den Vorprozessen (Zahnrad + weiteres Teil) werden nur die Teile betrachet, die später auch in diese eine Produktfamilie fließen.
Armin


Zum Verständnis:
Es werden 2 (Tage= Teile) zusammengefügt und dies ist dann eine Fügegruppe?

Prdouktfamilien gliedert man eigentlich nach gleichen Herstell- bzw. Fertigungsverfahren und auch -Zeiten. Diese sollten nicht mehr als 30% voneinander abweichen.

Nenn mal die Fertigungsschritte des Zahnrades und des anderen Teils, damit man sich das alles etwas besser vorstellen kann.

Gruß

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 10 Okt 2011 13:40 #12014

Eigentlich sind es 3, das 3.ist aber ein Zukaufteil und wird dem Fügeprozess dann einfach zugeführt.
DIese 3 Teile bilden dann die Fügegruppe.
Habe alle Arbeitsschritte gerade nicht im Kopf, die ersten Bearbeitungsschritte sind bei beiden relativ ähnlich, das Zahnrad hat dann aber noch einige weitere Prozesse. EIn Problem ist auch, dass z.b. das Zahnrad während seiner Fertigung z.b. 3mal gedreht wird und dabei immer wieder zu der gleichen Maschine zurückkehrt. Das kommt häufig vor, dass eine Maschine bei einem Teil mehrfach eingesetzt wird.
Alle Teile in Produktfamilien einzuteilen wird für mich unmöglich sein, da dies nicht automatisch aus dem System herauszunehmen ist.
Es ist auch nicht so dass die Teile, die neben meiner Produktfamilie auf einer Maschine bearbeitet werden, bei dem nächsten Produktionsschritt zwangsläufig auf der selben Maschine wie meine Produktfamilie bearbeitet werden. Dagegen können auf dieser Maschine wieder ganz andere Teile hinzukommen.
Ich habe das Gefühl, dass die Wertstrommethode hier das falsche Werkzeug ist. Kleine Stückzahl, unregelmäßiger Bedarf, NUR! gemeinsam genutzte Resourcen...Das sind alles Dinge, die mit einer WSA auf Kriegsfuß stehen.
Eine isolierte Betrachtung macht wie du schon gesagt hast Ingenieur83 wenig Sinn.

Prdouktfamilien gliedert man eigentlich nach gleichen Herstell- bzw. Fertigungsverfahren und auch -Zeiten. Diese sollten nicht mehr als 30% voneinander abweichen.


Das ist mir klar, mir war nicht klar, ob ich die Produktfamilie erstelle indem ich die Fertigungsprozesse und -zeiten von Beginn der Fertigung der Einzelteile bis zum Ende des Fügeprozesses nehme oder ob ich einen Schnitt mache am Ende der Fertigung der Einzelteile und anhanddesen eine Produktfamilie definiere. Dann würde es z.b. eine weitere Famile geben die die Fertigungsverfahren beinhaltet von Beginn des Fügeprozesses bis zum Ende.

Gruß,
Armin

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 10 Okt 2011 14:05 #12015

Unbenannt.jpg


Hier mal ein Auszug aus einer Präsi die ich mal gemacht hatte...

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 10 Okt 2011 14:13 #12016

Mir ist grundsätzlich klar wie man eine Produktfamilie bildet, aber man kann ja bspw wenn es sehr viele Bearbeitungsschritte sind einen Cut machen und dann die Prozesse vor und nach dem cut separat analysieren. Dann kann man ja auch Produktfamilien bilden anhand der Fertigungsverfahren vor dem cut und welche nach dem Cut.

Das größte Problem ist einfach, dass die Maschinen von verschiedensten Teilen verwendet werden. Es ist für mich nahezu unmöglich (im Rahmen meiner Thesis sowieso) alle Teile in Produktfamilien einzuteilen. Und selbst wenn habe ich das Problem dass es nicht ein Maschine gibt, die nur für eine Produktfamilie verantwortlich ist.
Auch habe ich mir überlegt anhand des EPEI meine Produktfamilie irgendwie in das Verhältnis zu setzen zu den anderen Teilen die auf der gleichen Maschine bearbeitet werden. Das macht meiner Meinung nach wenig Sinn aufgrund des unregelmäßigen Bedarfs, da wird ein Teil mal gefertigt, das nächste mal danne rst wieder in ein paar Monaten...

Gruß,
Armin

Aw: Wertstromanalyse (geringe Stückzahl) 11 Okt 2011 09:24 #12018

Vielleicht denkst du schon viel zu kompliziert...
Ich würde deine Überlegungen mal im Betrieb ansprechen.. du müsstest doch einen betrieblichen Betreuer haben oder?

Ich würde einfach nur deine 2 bzw. 3 Teile isoliert von den anderen betrachten und fertig ist....(ohne Produktfamilien zu bilden)

Oder aber du listest einfach mal die Bearbeitungsschritte deiner Teile auf die du betrachtest, und sagst halt einfach, dass das eine in die Produktfamilie 1 gehört (z.B. Sägen, CNC Fräsen,Waschen, Härten), das andere in die PF2 oder so...

Gruß
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