Hallo Timo,
ich würde als erstes das Ziel der Aufgabe definieren (lassen) - was ist die Erwartung der Geschäftsleitung an Dich bzw. was soll das Ergebnis sein? Das die Wertstromanalyse als Tool super in das LEAN Thema passt steht für mich außer Frage, aber eben nur als "ein" Tool im gesamten Kontext. Aber was soll dabei raus kommen - was erwartet man sich, am Besten in Form einer definierten Kennzahl. Das muss die Geschäftsleitung festlegen.
Danach würde ich versuchen, den Ablauf (in Workshops mit den Beteiligten) erst mal grafisch auf Papier darzustellen - danach gibt es genügend "freie" Tools (
Bizagi,
yED,
Adonis CE) für den Bildschirm. Dann den Prozess zusammen mit der Geschäftsleitung fixieren und auch gleich klarstellen, was eine Unterbrechung des Prozesses durch Einschieben von Sonderaufträgen bedeutet - und zwar in Sinne des LEAN, also die Verschwendung in jeder Hinsicht (Lager, Zeiten, Leerlauf,...) - das wurde auch schon in den vorherigen Antworten angedeutet.
Erst wenn das alles geklärt und abgestimmt ist, dann kann auch einen Wertstromanalyse gemacht werden - das würde ich zuerst von Hand auf "großem Papier" machen - und dann (wenn unbedingt notwendig) - grafisch per EDV-Tool darstellen. Die Daten liegen dann schon in einer Tabellenkalkulation vor und werden von dort aus weiter verarbeitet.
Bei der von Dir geschilderten Komplexität ist aus meiner Sicht zwingend notwendig zu clustern, also Gruppen zu bilden. Was hier der ausschlaggebende Faktor ist, kannst nur Du sagen - sei es der Rohstoff, die Verarbeitungsschritte, Zeiten, Lagerbestände, etc.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Michael