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MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen
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THEMA: MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen



MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen 17 Sep 2010 09:53 #8907

Hallo zusammen,

meine Frage ist bezüglich einer Messsystemanalyse:

Es handelt sich um eine Presse, welche Stecker unter eingestelltem Druck in Leiterplatten presst (THT). Wärend dem Pressvorgang werden die Einpresskräfte gemessen und aufgezeichnet.

Nach welchem Verfahren könnte ich hier nun eine MSA durchführen?

(Es können keine Wiederholverhältnisse geschafft werden (Auspressen nicht möglich, neuer Stecker/neue Leiterplatte = neue Maße/ Toleranzen)

Vielen Dank für die Hilfe!
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Aw: MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen 20 Sep 2010 14:12 #8921

Hallo,

geht man bei dem beschriebenen Verfahren von einer zerstörenden Prüfung aus, so ist eine MSA nicht umsetzbar.

www.simple-quality.de/forum/28-produkt-u...lebensdauertest.html

Meiner Meinung nach ist eine Unterscheidung zwischen Fertigungsprozess und Messprozess die einzige Alternative. Dabei sollte die Messung der Einpresskraft getrennt betrachtet werden. Durch den Einsatz eines Normals (Dehnungsmessstreifen, Membranmanometer) könnte man die Wiederholpräzision am Normal durch den Vergleich mit einem Referenzwert nachweisen. Optimal wäre sicherlich auch eine Vernachlässigbarkeit des Bedienereinflusses. Der Einfluss des Objektes auf den Messvorgang wäre dabei aber nicht berücksichtigt (demzufolge auch nicht der Messprozess), aber die Eignungsfähigkeit des Messsystems kann nachgewiesen werden.

Beste Grüße
Chris
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Re: Aw: MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen 01 Okt 2010 09:19 #9046

Vielen Dank für die Antwort!

Hab ich das Richtig verstanden: Ich könnte mit einem zweiten, unabhängigen Messgerät den konstant bleibenden Einpressdruck nachweisen und mit den in der Presse gemessenen Werte vergleichen? (Somit könnte ich Cg/Cgk berechnen)


Gibt es eventuell noch weitere Ideen? ( oder gibt es absolut keine Möglichkeit den GageR&R zubestimmen?)

Vielen Dank für die Hilfe!
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Re: Aw: MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen 04 Okt 2010 08:23 #9076

Hallo nochmal,

ich sehe da zwei Möglichkeiten:

1. Die Soll-Einpresskraft wird an der Presse eingestellt. Anschließend findet eine Presskraftbeaufschlagung auf das zweite Messgerät statt. Man kann dann die gemessene Presskraft am zweiten Messgerät ablesen, als auch den Messwert, der in der Presse gemessen wurde. Die Messwerte können verglichen werden, als auch ein Vergleich zur Soll-Einpresskraft realisiert werden. Das war Ihre Ausführung.

2. Es wird eine definierte Einpresskraft festgelegt. Die Presskraft wird so lange variiert bis die Soll-Einpresskraft am 2. Messgerät angezeigt wird. Ablesen der gemessen Messkraft in der Presse. Dies entspricht eher der Funktionsweise einer MSA. Ich weiß aber nicht, inwieweit das bei dieser Presse realisierbar ist.

Welche Variante sinnvoller ist, ist mir auch nicht klar. Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass das 2. Messgerät eine Messunsicherheit kleiner/gleich 5% der Merkmalstoleranz (Toleranz der Einpresskraft) aufweist, um den Einfluss des Normals, in diesem Fall das zweite Messgerät, vernachlässigen zu können.
Damit ist auch nur Cg und Cgk berechenbar, zu GageR&R habe ich auch keine Lösung.

Beste Grüße
Chris
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Re: MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen 04 Okt 2010 09:01 #9077

huebner-n schrieb:
Hallo zusammen,

meine Frage ist bezüglich einer Messsystemanalyse:

Es handelt sich um eine Presse, welche Stecker unter eingestelltem Druck in Leiterplatten presst (THT). Wärend dem Pressvorgang werden die Einpresskräfte gemessen und aufgezeichnet.


Vielen Dank für die Hilfe!


Servus und Hallo hier im Forum Nicky,
ich habe diesen Beitrag gelesen und muss dazu sagen, dass ich kein Messknecht bin.

Bitte beantworte mir ein paar einfache Fragen:

- Gibt es eine Kundenforderung für die Aufzeichnung der Einpresskräfte?

- Gibt es eine Verfahrensanweisung oder Prozessanweisung die eine bestimmte Einpresskraft für einen Stecker fordert?

- Ist es eventuell so, dass mit Hilfe der Einpresskraft festgestellt wird, dass der Stecker auf der Platine sitzt?

Grüßle
Peter
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Re: MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen 04 Okt 2010 09:30 #9078

Hallo Peter,

vielen Dank schon mal. Zu deinen Fragen:

- Gibt es eine Kundenforderung für die Aufzeichnung der Einpresskräfte? Ja, es besteht die Forderung für jeden eingepressten Stecker bei Bedarf die Aufzeichnung der Einpresskräfte zur Verfügung zu haben

- Gibt es eine Verfahrensanweisung oder Prozessanweisung die eine bestimmte Einpresskraft für einen Stecker fordert? Ja, Einpresskräfte sind vom Kunden klar definiert.

- Ist es eventuell so, dass mit Hilfe der Einpresskraft festgestellt wird, dass der Stecker auf der Platine sitzt? Nein, an der Presse wird die Einpresskraft eingestellt, diese wird dann mit dem integrierten Messgerät überwacht. Ist die Kraft erreicht schaltet die Presse ab und fährt wieder in die Ausgangslage zurück. -> Presse bricht auch ab, wenn der Stecker noch nicht ganz eingepresst ist, wenn z.B: die Bohrung zu klein ist und deswegen die max. Einpresskraft schon früher erreicht wird.

Grüße
Nicky
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Re: MSA - Vorgehen bei nicht wiederholbaren Prüfungen 04 Okt 2010 10:01 #9079

Also gut Nicky,
dann versuchs ich mal. (Ich hoff mal auf nicht zuviel Prügel hier.)

Bei Euch kommt es doch darauf an zu wissen, ob das stimmt was deine Presse so von sich gibt.

Hier macht man sich eine kleine Vorrichtung mit einem geeichten Drucksensor.

Dann fährt man das Ding 10 mal an nimmt die Kräfte des geeichten Sensors und vergleicht das mit den Werten der Maschine, dokumentiert das Ganze und gut ist.

Diese Prozedur macht man dann, je nach Forderung, ein bis zwei mal im Jahr oder wenn gefordert bei Vorrichtungswechsel oder schau halt nach.

Eure Maschine sorgt ja schon dafür, dass keine Platine reißt und damit die Leiterbahn. Ich denke dass damit die Sache geregelt sein kann.

Grüßle
Peter
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