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THEMA: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA



Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 14 Sep 2010 11:29 #8879

Hallo zusammen,

weiß nicht ob das der richtige Bereich ist -> hier meine Frage:

Kennt jemand Kunden die prinzipiell Abstellmaßnahmen in einer FMEA verlangen also egal wie hoch die RPZ ist? Angeblich gibt es so eine Forderung, macht das überhaupt Sinn?

Grüßle
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Letzte Änderung: 14 Sep 2010 11:30 von Ekagrip.

Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 14 Sep 2010 11:56 #8880

Hallo,
durfte Ende 2009 einen 2-tägigen, von GM (Opel)-Moderatoren durchgeführten, Prozess-FMEA Praxis-Workshop beiwohnen
Folgende Message wurde versucht zu transportieren
1. Erster Optimierungsansatz war immer eine RPZ - Paretoanalyse
2. Hohe RPZ`s und hohe Einzelbewertungen sind immer zu betrachten
3. Die RPZ-Grenze von < 100 ist alleine für sich betrachtet nicht relevant
Die Punkte 1 und 2 sind immer mit Maßnahmen zu belegen

FAZIT: In der Theorie sicher richtig (Never Ending Improvement)
Für uns als Automobilzulieferer nicht 1:1 umsetzbar, einige andere Kunden haben teilweise völlig konträre Forderungen diesbezüglicher Thematik

Gruß Black
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Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 14 Sep 2010 11:59 #8881

Hallo Daniel,
wir haben in den x-FMEA´s eigentlich immer zu den Fehlermöglichkeiten die Möglichkeiten mit angedacht, wie eben dieser Fehler vermieden werden kann und haben das auch aufgeschrieben. Das findet dann Eingang in den CP.

Somit meine Antwort: Ja es macht Sinn und es wird gemacht.

Grüßle
Peter
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Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 14 Sep 2010 13:03 #8882

pefiULM schrieb:
Hallo Daniel,
wir haben in den x-FMEA´s eigentlich immer zu den Fehlermöglichkeiten die Möglichkeiten mit angedacht, wie eben dieser Fehler vermieden werden kann und haben das auch aufgeschrieben. Das findet dann Eingang in den CP.

Somit meine Antwort: Ja es macht Sinn und es wird gemacht.

Grüßle
Peter


Ok vielen Dank für die Sichtweise, aber vielleicht ist meine eigentliche Frage noch nicht ganz klar:

Gibt es Kunden (-spezifische Forderungen) in denen konkret gefordert wird zu jedem potentiellen Fehler eine Abstellmaßnahme zu definieren?

Grüße
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Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 14 Sep 2010 13:50 #8883

OK Daniel,
dann eben Klartext:

Es ist Stand der Technik und muß aus diesem Grund nicht besonders gefordert werden, denn es wird in 100% der Fälle gemacht.

Ausnahme: Kenne ich keine.

Grüßle
Peter
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Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 14 Sep 2010 16:12 #8884

Guten Tag,

vermutlich wird hier aneinander vorbeigeredet. Hier meine Sichtweise mit dem Versuch zur Klärung:

Sie schreiben je nach verwendetem Formular der Prozess-FMEA in einer Zeile
Fehlerfolge Fehler Fehlerursache Vermeidungsmaßnahme Entdeckunsgmaßnahme

Somit haben Sie für jede Fehlerursache eine Vermeidungsmaßnahme und für jeden Fehler eine Entdeckungsmaßnahme (Das war wahrscheinlich mit der Antwort von pefiULM gemeint).

Nachdem Sie AxBxE = RPZ ermittelt haben, kommt wahrscheinlich Ihre Frage, ob unabängig vom RPZ-Wert immer weitere Abstellmaßnahmen zu definieren sind.

Es gibt OEM aus den USA, die fordern bei P-FMEA monatliche Maßnahmenpläne, bis ein RPZ von 40 erreicht wird.
Eine derartige pauschale Forderung ist sicher nicht sinnvoll und sie sollte vom Lieferanten vor Vertragsabschluss sorgfältig geprüft werden.

Meine Empfehlung ist, sich den VDA Band 4 anzuschauen.
Im Kapitel Risikobewertung werden diverse Ansätze beschrieben, wann weitere Maßnahmen festgelegt werden sollten.


Mit freundlichen Grüßen
aus dem Naheland
Sonntag
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Mit freundlichen Gr

Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 15 Sep 2010 05:53 #8885

Hallo,

wie Hr. Sonntag gesagt hat ist es vor allem bei amerikanischen Firmen üblich ab einer bestimmten RPZ zwingend (weiterführende) Maßnahmen zu fordern. Dies steht dann in den kundenspezifischen Forderungen. Generell gibt es weder im VDA 4 noch im FMEA Handbuch der AIAG eine Vorgabe bezüglich maximaler RPZ.
Deswegen entweder nach Kundenforderung die FMEA bearbeiten oder noch besser wie unten von Black bechrieben.

Gruß
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Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 15 Sep 2010 12:04 #8888

Hallo,

den Q9000 FMEA kann ich leider nicht anhängen, aber auf den Seiten 29 und 54 der 3. Ausgabe findet man die Festlegungen zu den recommended actions. Bei hoher Bedeutung werden dort auch wenn die RPZ nicht hoch ist bzw, keine keine dort festgelegt ist, actions verlangt.

Somit wäre die Antwort alle die entsprechend diesem Handbuch FMEA fordern GM, Ford, Chrysler u. ko.

Der VDA empfiehlt anhang einer Risikomatrix und in Abstimmung mit dem Kunden festzuelegen ob Massnahmen erforderlich sind. Also im VDA BEreich keine generelle Forderung.

Gruß

Freddypharkas
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Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 15 Sep 2010 13:30 #8891

Hallo zusammen,
nach mehrmaligem Lesen ist mir die Frage immer unklarer geworden.

Prinzipiell heisst für jeden Punkt für den ich eine RPZ berechnet habe? Sicher nicht, das ist weder sinnvoll noch überhaupt zu bewältigen.

Prinzipiell heisst: da ich keine Böcke auf Abstellmassnahmen habe, bewerte ich alles so dass keine RPZ über 125 - oder was immer die Grenze ist - liegt. Ergo ich muss nix machen. Das geht natürlich noch weniger, hier ist die Forderung: es sind Massnahmen durchzuführen und wenn die RPZ nur knapp über Raumtemperatur liegt ,richtig und sinnvoll. Gängig ist nach meiner Erfahrung dass die höchsten drei RPZs mit Maßnahmen belegt werden müssen.

Maßnahmen für alles was Bewertung 9 oder 10 hat ist davon unberührt, muss also zusätzlich gemacht werden.

Meines Wissens und wenn ich mich recht erinnere ist es das Kaufhaus Stern in Stuttgart das in der Praxis solche Wünsche äußert. Ford hats auch schon abverlangt - aber die sind mittlerweile glaub ich voll auf den QS 9000 Zug aufgesprungen (siehe oben).
Grüßle
TL
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Aw: Generelle Abstellmaßnahmen in FMEA 16 Sep 2010 05:37 #8893

Guten Morgen,

tommmili schrieb:

"Prinzipiell heisst: da ich keine Böcke auf Abstellmassnahmen habe, bewerte ich alles so dass keine RPZ über 125 - oder was immer die Grenze ist - liegt. Ergo ich muss nix machen."

Das ist meiner Einsicht nach auch das große Manko einer FMEA, sie ist in ihrer Bewertung subjektiv (es sei denn man kann sich auf Statistiken berufen und Aussagen wie Fehlerauftreten bei "1 von 10", "1 von 1000000" tätigen).

Das wird sicherlich ein ausschlaggebender Grund sein, weshalb in der QS9000 und demzufolge von amerikanischen OEM's eine 100%ige Maßnahmenanalyse gefordert wird. Damit wird zwar weiterhin die Reihenfolge der Abarbeitung von möglichen Fehlern durch die RPZ bestimmt, doch die Frage "Muss ich das jetzt weiter analysieren, obwohl der RPZ-Wert unter 125?" stellt sich nicht - in diesem Fall wird die subjektive und manipulative Komponente ausgeschaltet.

Beste Grüße
Chris
  • ChrisCross
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