Guten Tag Christer,
bei einer zerstörenden Prüfung wie der Zugversuch ist eine derartige Fähigkeitsanalyse nach meiner Meinung
nicht machbar. Ihr "Normal", der Probekörper, wird bei jedem Zugversuch zerstört.
Sie können somit nicht das Verfahren 1 zur Ermittlung der systematischen Messabweichung und
der Wiederholpräzision (Cg, Cgk) mit 50 Wiederholmessungen durchführen.
Auch das Verfahren 2 zur Bestimmung der Gesamtstreuung über die Wiederhol- und Vergleichspräzision bei Bedienereinfluss (GRR = Gage Repeatability & Reproducibility) macht kaum Sinn, da der klassische Zugversuch
wohl kaum Bedienereinfluss (nur das Einspannen des Prüfkörpers) haben dürfte und sowieso
erst bei erfolgreichem Abschluss des Verfahrens 1 durchgeführt wird.
Die Ihnen gestellte Aufgabe sollte noch einmal bzgl. Stand der Messtechnik und Realisierbarkeit
überdacht werden.
Literaturempfehlung:
Dietrich, Schulze, Ehret, Conrad: Eignungsnachweis von Messsystemen, Carl Hanser Verlag, ISBN 3-446-40169-5
Mit freundlichen Grüßen
Sonntag