Hallo Michael,
also noch mal:
In der Regel werden Entwicklungen nicht an einer Idee festgemacht, sondern mehrere Varianten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt entwickelt.
Wenn es eine Produktidee bis zur Prototypenfase gebracht hat, wird tatsächlich fast ausschließlich mit den anerkannten Methoden gearbeitet. (Die von Dir beschriebene.) Anerkannte Methoden haben den Vorteil, Vergleichbarkeit herzustellen.
Von den Methoden abzuweichen beinhaltet ein erhebliches Risiko für das Produkt und die Firma die abweicht. Hier greift dann ganz schnell die Haftungsfrage. Da die Produkthaftung inzwischen bis zum Entwickler greift, sind die Entwickler recht konservative Menschen zwar mit guten Ideen und immer besseren Produkten, aber konsequent in der Anwendung von Risikobewertungsmethoden, da es um ihre eigene Haut geht.
Wenn Du eine Norm suchst, dann nimm die DIN VDE 31 000 oder das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) oder nimm die TA Luft oder die Abwasserverordnung. Überall dort geht es um Bewertung von Risiken. (Die TA Luft greift zum Beispiel bei Fertigungsprozessen!) Eigentlich kannst den kompletten DIN Normensatz nehmen, dort werden Dinge zur Einschränkung von Risiken beschrieben. Das fängt mit dem DIN A4 Blatt an und geht mit der M8er Schraube weiter.
Das ganze Leben ist ein Risiko oder eine Herausforderung?
Dieses Thema ist episch und nicht direkt zu beantworten, egal was Dir gerade im Kopf umhergeht. Jeder der etwas herstellt oder tut, auch Fahradfahren geht ein Risiko ein und versucht es zu begrenzen.
Selbst manche Bankster versuchen sich jetzt daran.
Ein wenig Bingen oder Googlen hilft in diesem Thema auch.
Hier noch ein Tip zum lesen:
Tim Grams, Gesellschaftliche Risikokontrolle Würd ich mir an Deiner Stelle reinziehen. Bitte bis zum Ende lesen.
Grüßle
Peter