Hallo in die Runde,
erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Das hat mir schon eine Menge geholfen. Die Diskussion geht schon genau in die Richtung, weshalb ich auch gefragt habe. Wie kann man es relativ einfach organisieren, dass die FMEA wirklich gelebt wird und auch unternehmensübergreifend Informationen sinnvoll transportiert. Also nicht nur die FMEA, damit man die auf Wunsch zeigen kann.
aber jetzt mal zu den Fragen von Andreas:
1. hat der montierende Tier2 Zulieferer selbst die Komponenten und Prozesse entwickelt oder fertigt der "nach Zeichnung" ? (Stichwort: Entwicklungsverantwortung)
Er fertigt nach Zeichnung. Bzw. das Produkt wurde leicht verändert, damit es leichter produziert werden kann, aber dabei teilt der Tier2 Zulieferer seine Wünsche/Vorschläge nur mit und die Zeichnungen etc, erstellt der Kunde.
2. hat der Tier2 die Verantwortung für seine Zulieferanten oder sind ihm diese (durch den Kunden) vorgegeben?
Zulieferer sind bis auf einen vorgegeben. Der der nicht vorgegeben ist liefert ein Material, bei dem sich der Tier2 wesentlich besser auskennt als der Kunde.
3. die Aussage "...Zueleferer sind in die Produktentwicklung kaum eingebunden..." ist mir auch noch etwas schwammig - sind sie es oder nicht? Was sagen die Verträge aus?
Siehe auch Frage 1. Entsprechende Vereinbarungen, was die Prozessentwicklung angeht wurden unterschrieben, also QSV, Supplier-handbuch mit genauer Beschreibung der Vorgehens, ziemlich ähnlich RGA-Schemata. Eine Erstmusterfreigabe mit Protokoll etc. erfolgt immer für jedes neues Produkt.
4. welche Informationen/Dokumente hat der Tier2 bekommen (Zeichnungen, Spezifikationen, FMEA?, SC?, CC?, Arbeitsabläufe?, Prüfvorschriften?, ...
Zeichnungen
Spezifikationen was das Material angeht
keine FMEA
Arbeitsabläufe nein, Prüfvorschriften nein
Verpackungsvorschriften ja
keine spezifischen Vorgaben zur Statistical control (meinst Du doch mit SC, oder?) nur allgemeine Infos um Supplier-handbuch
Mit cc, meinst Du Steuerungsdaten für Maschinen, oder?
Wichtig ist, dass mögliche Risiken und spezielle Anforderungen an das Endprodukt weiter heruntergebrochen werden, um im Produktentstehungsprozess sicher zu stellen, dass alle Risiken bedacht und bewertet (und vermindert) wurden.
Diese Details muss sich der Tier2 von seinem Kunden holen und sie auch an seine Zulieferanten weitergeben!
Ich denke die Software zur Erstellung der FMEA ist dabei eher nebensächlich, Excel ist vermutlich am weitesten verbreitet (wenn sicherlich auch nicht besonders geeignet für eine FMEA).
Sehe ich ganz ähnlich. Wobei ich denke, dass eine einfaches Vorgehen (zur Abstimmung in der Kette) mit einem leicht zu bedienendem Werkzeug (meine hier z. B. ein FMEA Formblatt) helfen kann, damit es leichter flutscht und gelebt wird.
Nochmal Danke an alle Antworten
Frank