pefiULM schrieb:
Hallo Dennis,
zuerst mal habt Ihr eine Kundenzeichnung mit Freigabestand die Ihr archiviert. Dann habt Ihr Bestellungen die auf eben diesen Freigabestand verweisen. Sobald Bestellungen mit anderem Freigabestand/Änderungsstand hereinkommen stimmt was nicht. Das sollte in Deiner Prüfanweisung stehen. Audi ist da ein Kandidat, die einfach mal eine Bestellung mit neuem Änderungsstand lostritt mit heftigen Folgen, wenn man keinen Regelkreis aufgebaut hat.
Das Kundenprüfmittel muss den Freigabestand/Änderungstand enthalten.
Dann habt Ihr von der Erstbemusterung Gut/Schlecht Teile archiviert. Anhand dieser Teile kannst Du eine interne regelmäßige Prüfung der Vorrichtung vornehmen und auch dokumentieren. Das dient allerdings nur Deiner internen Sicherheit, damit Du weißt ab wann die Vorrichtung abweicht. Natürlich kann man auch ne Vorrichtung per 3-D Messmaschine regelmäßig vermessen lassen, aber die Kosten stehen auf nem anderen Blatt. Dass bei Abweichungen der Kunde informiert werden muss nehme ich als Standard an.
Ich hoffe mal, dass bei euch eine Informationskaskade losgetreten wird, wenn Änderungen bei euch ankommen.
So das wärs mal von meiner Seite.
Grüßle
Peter
Hallo Peter,
wäre schön wenn das alles so einfach wäre.
Der eine oder andere Kunde liefert Bauteile mit einer veränderten Bauteilgeometrie zur Wärmebehandlung an. Keine Kennzeichnung auf dem Lieferschein (sonst wären die Bauteil bis zur klärung gesperrt worden). Keine sonstige information. Von der Zeichnung spreche ich garnicht erst.
In dem Bereich wo wir Bauteile nach Zeichnung für unsere Kunden (Automobil) anfertigen treten diese Probleme garnicht auf.
Aber wenn ein Kunde in einer Gibo verschiedene neue Bauteile packt, oben drauf unerwartet Prüfmittel und diese Anliefert. Im Wareneingang wird dann erstmal gesperrt und beim Kunden rücksprache gehalten. Den Prüfaufwand ermitteln und ein neues Angebot erstellen. Das ist soweit auch kein Problem. Aber was mache ich mit dem Prüfmittel wenn das keine einmalige Aktion ist und der Kunde die Bauteile nun in Serie Produziert? Im Bereich Wärmebehandlung sollte uns ja auch die Bestellung (Lieferschein) reichen wo der Kunde vermerkt wie wir was Wärmebehandeln sollen. Vorallem da diese Kunden i.d.R. nicht mal eine Bemusterung verlangen.
Ich hätte da doch am liebsten nur Audi, Porsche, VW, Volvo,... als Kunden weil da klappt das bisher alles besser.
Ich hoffe das hilft mein Problem zu verstehen.
Werde wohl tamtom vorgehen annehmen und meine Emails (wo ich keine Antwort erhalte) als Nachweis abhefen und festlegen das die Überprüfung durch den Kunden erfolgt. Mit der ausnahme das der Kunde eine andere vorgehensweise wünscht. Ich hoffe nur unser Auditor verlangt dann davon keine MSA (bei alle sonstigen im Einsatz befindlichen Prüfmittel ist eine vorhanden).
Gruß
Dennis