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THEMA: Messsystemanalyse



Messsystemanalyse 12 Aug 2009 10:00 #4623

Hallo Forum,

ich arbeite seit 10 Jahren in der Qualitätssicherung der Auto- Zulieferindustrie.
Meine Arbeit umfasst alle Bereiche von der Prüfplanug über die Serienprozesskontrolle, Programmierung bis hin zu Fähigkeitsnachweisen von Prozess- und Messmittelfähigkeiten.
Da wäre ich nun beim Thema.

Wir haben uns erstmalig einen Messautomaten in der Produktion angeschafft, für dessen Abnahme eine MSA nach V1 und 3 vereinbart wurde.
Auf diesen Automat wird ein Gehäuseteil gemessen, mann kann also als Referenz bei MSA V1 keine Maßverkörerung (z.B. Endmaße) einsetzen.
Der Automat wird an Hand eines Referenzteiles, welches auf einem kalibrierten Koordinatenmessgerät (KMG) gemessen wurde, an die KMG Ergebnisse angeglichen.

Nun zur Frage:

Bei Durchführung MSA V1 nimmt man dann für die 50 Messwiederholungen das angepasste Referenzteil (lt. Normbegriff Einstellmeister), oder ein Serienmessteil (lt. Nombegriff Meisterwerkstück) ???

Wir betrachten ja in der Analyse die Steuung (Cg) und die Lage vom Nennwert (Cgk). Ist die Analyse der Lage bei einem angepassten Teil überhaubt sinnvoll?

Ich hoffe Ihr versteht mich...

Danke schon mal für Eure Hilfe.

Uwe
  • Uwe_37
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  • Quality Beginner
  • Beiträge: 1

Aw: Messsystemanalyse 12 Aug 2009 14:42 #4624

Zitat:
... Bei Durchführung MSA V1 nimmt man dann für die 50 Messwiederholungen das angepasste Referenzteil (lt. Normbegriff Einstellmeister), oder ein Serienmessteil (lt. Nombegriff Meisterwerkstück) ???

Wir betrachten ja in der Analyse die Steuung (Cg) und die Lage vom Nennwert (Cgk). Ist die Analyse der Lage bei einem angepassten Teil überhaubt sinnvoll?...


Hallo Uwe_37,

Willkommen im Forum.

Zu deiner Frage:
man nimmt den sogenannten Einstellmeister, wobei die Begriffe sich überschneiden. Der Einstellmeister ist meist ein Normal (Endmaß, Prüfstift, Einstellring) mit dem man, wie der Name schon ausdrückt, etwas einstellen kann. Der Einstellmeister ist auf das Nennmaß gefertigt. Es kann aber auch ein Serienteil (Meisterstück) sein. Es brauch nicht notwendigerweise auf das Nennmass gefertigt sein, aber es muss aber kalibriert sein und somit muss der wahre Wert des Maßes bekannt sein.

Die Cg/Cgk-Analyse wird zur Feststellung der allgemeinen Eignung des Messsystems eingesetzt (böse Menschen nennen sie "WE-Prüfung für Messmittel"). Dabei zeigt der Cg-Wert die Streuung im Verhältnis zur Toleranz an, der Cgk-Wert die Abweichung des Mittelwerts zu den Toleranzgrenzen mit Bezug zur Streuung, also den kritischen Wert. Die Ermittlung beider Werte ist auf jeden Fall sinnvoll, da man sofort erkennen kann, ob dass Messsystem gemittelt ist bzw. ob man eine Mittelwertkorrektur durchführen muss.

Gruß
Taurus
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Letzte Änderung: 12 Aug 2009 15:29 von Taurus. Begründung: Konkretisierung
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