Zitat:
... Bei Durchführung MSA V1 nimmt man dann für die 50 Messwiederholungen das angepasste Referenzteil (lt. Normbegriff Einstellmeister), oder ein Serienmessteil (lt. Nombegriff Meisterwerkstück) ???
Wir betrachten ja in der Analyse die Steuung (Cg) und die Lage vom Nennwert (Cgk). Ist die Analyse der Lage bei einem angepassten Teil überhaubt sinnvoll?...
Hallo Uwe_37,
Willkommen im Forum.
Zu deiner Frage:
man nimmt den sogenannten Einstellmeister, wobei die Begriffe sich überschneiden. Der Einstellmeister ist meist ein Normal (Endmaß, Prüfstift, Einstellring) mit dem man, wie der Name schon ausdrückt, etwas einstellen kann. Der Einstellmeister ist auf das Nennmaß gefertigt. Es kann aber auch ein Serienteil (Meisterstück) sein. Es brauch nicht notwendigerweise auf das Nennmass gefertigt sein, aber es muss aber kalibriert sein und somit muss der wahre Wert des Maßes bekannt sein.
Die Cg/Cgk-Analyse wird zur Feststellung der allgemeinen Eignung des Messsystems eingesetzt (böse Menschen nennen sie "WE-Prüfung für Messmittel"). Dabei zeigt der Cg-Wert die Streuung im Verhältnis zur Toleranz an, der Cgk-Wert die Abweichung des Mittelwerts zu den Toleranzgrenzen mit Bezug zur Streuung, also den kritischen Wert. Die Ermittlung beider Werte ist auf jeden Fall sinnvoll, da man sofort erkennen kann, ob dass Messsystem gemittelt ist bzw. ob man eine Mittelwertkorrektur durchführen muss.
Gruß
Taurus