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Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung
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THEMA: Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung



Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung 06 Aug 2009 11:39 #4537

Hallo zusammen,

zum Thema Cpk-Wert-Berechnung gibt es ja schon viele Einträge, die auch sehr nützlich sind.
Leider konnte ich noch keine Info zum Stichprobenumfang finden.

Deshalb meine Frage:

Wie groß sollte der Stichprobenumfang bei einer Musterproduktion (PPAP) sein, wenn hier 1800 Teile produziert werden?

Oder orientiert man sich hier an der Zeit die benötigt wird die 1800 Teile zu produzieren? (ca. 40 Stunden)

Vorab schon mal vielen dank für die Antworten.

LG

Timo

Aw: Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung 06 Aug 2009 12:03 #4539

Hallo,


die Durchführung dieser Untersuchung erfolgt anhand von ca. 125 Teilen.
Die Erfassung erfolgt in Stichproben zu n =5 Teilen in kurzen gleichmäßigen Zeitabständen.

Die Messung ist mit MSA-geeigneten Meßmittel durchzuführen.

Die Meßwerte sollten mit einem SPC -System oder einer Regelkarte erfaßt und unter Berücksichtigung der Verteilung ausgewertet werden.
Aus diesen Analysen werden anschließend die Eingriffsgrenzen bestimmt.

Gruß

Cooper
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Aw: Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung 06 Aug 2009 13:20 #4548

Hallo Cooper

da ich weiß, daß du unser Spezialist in solchen Themen bist,
möchte ich dich gerne fragen, wo die,- an sich gängigen ca.100 Teile Regel herrührt....bzw. abgeleitet wird?

MFG erich
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Aw: Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung 06 Aug 2009 15:13 #4552

Hallo Herr Pauer,

die Vorgehensweise der PFU ist in der neuen DIN ISO 21747 beschrieben.(wie auch bereits in der ungültigen DIN 55319)
Darin ist festgelegt n = 25 Stichproben mit mindestens n = 3 (empfohlen werden 5) Teilen in gleichmäßigen Zeitabständen in direkter Folge entnommen.
Gesamter Stichprobenumfang: n = 125. Ist dieser Stichprobenumfang aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen schwer realisierbar so sind auch kleinere Stichprobenumfänge zulässig.
Hierbei sind aber dann entsprechend größere Grenzwerte für die Prozeßfähigkeitskennwerte zu beachten.

In div. Vorgaben oder Leitfäden der OEM´s wird zu dieser Vorgehensweise von einer Mindestforderung gesprochen, denn grundsätzlich kann festgestellt werden, dass mit jeder Verringerung des Prüfumfanges eine Aussage über die Qualitätsfähigkeit eines Prozesses zunehmend schlechter wird.


Gruß

Cooper
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Letzte Änderung: 06 Aug 2009 15:14 von cooper. Begründung: Schreibfehler korrigiert.

Aw: Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung 06 Aug 2009 17:39 #4554

HUHU,

wenn es um PPAP geht, wird dieses vorgegeben vom Kunden. Unsere Regel hieß immer bei 4 Werkzeugfallenden Teilen,
eine Stichprobe von 10 ab Beginn korrekter Maschineneinstellung - Produktion 1000 Teile.
Zumeist bleiben bei Automobilern Vorgaben der VDA unberührt.

Keine große Hilfe, aber war bei uns Realität...

LG Daniela
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Aw: Sichprobenumfang für Cpk-Wert-Berechnung 07 Aug 2009 09:58 #4570

Hallo Herr Cooper

Danke für die umfassenden fachlichen Ausführungen !


Hallo Fr Daniela

1000 Stichproben sind extrem hoch !
Ich komme ehemals aus der Textilbranche...
wo mitunter zigtausende Teile produziert und stichprobenartig überprüft werden...
da haben wir immer nur mit max. 100 Stichprobenbereich gearbeitet...
das ist auch statistisch begründet und abgesichert !

MFG E.Pauer
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