Hallo Despe,
hallo Cooper,
mit einem CAQ System z.B. Babtec kann man solche Probleme sehr leicht auffangen! Steht ein solches System jedoch nicht zur Verfügung, sind einige Dinge mehr zu tun als zu sagen wir benutzen einfach eine Regelkarte für Normalverteilte Merkmale (xquer-S, median-R Karten). Aussagen über Cmk und Ppk bei verwendung der allgemeinen Berechnungdmethode sind nur bei Normalverteilten Merkmalswerten zulässig, die Annahme der Normalverteilung sowie die Beherschung muss somit nachgewiesen werden!
Bei einer Vorlaufuntersuchung steht für die Beurteilung der Varianzen das Chi²-Netz zur Verfügung, sollt hier die Beurteilung negativ ausfallen kann sigma dach nicht als Schätzwert für sigma verwendet werden, der Prozess ist somit als nicht beherrscht anzusehen. Die Ursache ist dann technologisch zu ergründen, abzustellen und der Vorlauf ist zu wiederholen.
Der nächste Schritt der Beurteilung ist festzustellen ob die Mittelwerte über die Zeit stabil waren, dafür benutzt man das Wahrscheinlichkeitsnetz. Erst nach Durchführung dieser Analysen kann eine Aussage über einen geeigneten Regelprozess gemacht werden, zur Auswahl stehen dann:
Stabiler Prozess => Sheward QRK
Zufällig streuende Prozessmittelwerte => Sheward QRK mit erweiterten Grenzen
Systematisch abweichende Prozessmittelwerte => Annahme QRK
Nach Coopers Aussage ist alles ein stabiler Prozess und alles eine Normalverteilung, dem muss ich widersprechen in vielen Fällen mag diese Annahme vieleicht unproblematisch sein. Ein falscher Regelprozess führt jedoch zu ständigen Eingriffen in die Fertigung die nicht immer sinnvoll sind und unnötig hohe Kosten verursachen!
In Despes Fall handelt es sich sogar um ein natürlich 0 begrenztes Merkmal, da eine Schichtdicke nicht kleiner als 0 sein kann, somit ist die Annahme einer log. NV nicht ausgeschlossen!
Eine schnelle Beurteilungsmöglichkeit ist die Verwendung der Varianzanalyse (Downloadbereich), der Bartlett-Test prüft das Vorliegen einer Normalverteilung sowie die Verteilung der Varianzen, der F-Test prüft die Stabilität der Mittelwerte. Wird in beiden Tests die 0-Hypothese nicht verworfen, kann die Wurzel squer² = s²inn als sigma dach verendet werden und eine Shewardkarte angelegt werden. In Despes Fall würde ich der Einfachheit halber (wenn kein Rechner in der Fertigung zur Verfügung steht) eine median-R Karte anlegen, Andernfalls ist die xquer-S Karte zu Bevorzugen.
Wenn man die Ursachen für Mittelwertschwankungen ergründen will, ist die Anwendung der grafischen Beuteilung im Wahrscheinlichkeitsnetz unumgänglich! Die mathematischen Testverfahren können einem zwar die Spur legen, aber die Ursache wie Trendprozess oder chargenabhängiger Prozess können sie nicht lokalisieren.
PS
Wenn du Hilfe brauchst kannst du mir die Daten mal schicken, Mail Adresse im Profil!
Anzahl der notwendigen Stichproben m >= 25
Zahl der Beobachtungen m*n >= 100
Gruß
Andi