Nach meinen Erfahrungen gibt es immer mit den Kunden-Auditoren entsprechende Diskussionen bezüglich der RPZ-Zahlen und ab welcher Höhe eine Risikovermeidungsmaßnahme erforderlich ist.
Auftreten A= 5
Bedeutung B= 5
Entdeckung E= 5
Ergibt eine RPZ von 125 = mittleres Risiko, wenn ich die Skalierung für alle 3 Faktoren von 1 bis 10 wähle.
Viele Kundenauditoren verlangen schon ab RPZ= 100 eine Maßnahme ohne den Blickwinken auf die Einzelbewertungen der Auftretenswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe (Bedeutung der Auswirkung) zu berücksichtigen.
Egal wo sie diese Messlatte für den RPZ-Wert (65, 80, 100, 125, etc.) setzen, es wird immer eine Diskussion schon in der FMEA-Sitzung geben bezüglich der Überschreitung diese Wertes.
Als FMEA-Moderator konnte ich das in vielen Sitzungen mit erleben wie dann die Bewertung nicht nach den offiziellen Bewertungstabellen vorgenommen wird, sondern mittels Würfelbecher unterhalb dieses Schwellenwertes festgelegt wurde.
Ich empfehle in meinen Seminaren und Beratungsprojekten keinen Schwellenwert festzulegen, sondern nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip von Pareto vor zu gehen:
Mit 20% Aufwand 80% meiner Risiken zu reduzieren.
Alle RPZ´s (innerhalb einer FMEA) als Summe ergeben 100%
Dann eine Einzelbetrachtung:
Auftretenswahrscheinlichkeit A = 7, 8, 9, 10
Der Fehler, das ungewünschte Ereignis, das Risiko tritt in einer Häufigkeit auf die wirtschaftlich nicht zu vertreten ist:
Maßnahmen die das Auftreten verhindern oder vermeiden sind hier festzulegen.
Auswirkung/Schadenshöhe (Bedeutung) B = 7, 8, 9, 10
Der Fehler, das ungewünschte Ereignis, das Risiko könnte die Unternehmensexistenz gefährden:
Maßnahmen die die Auswirkung verhindern, reduzieren oder vermeiden sind hier festzulegen.
Ist dies nicht wirtschaftlich sinnvoll Umsetzbar muss durch geeignete Maßnahmen die Entdeckbarkeit E verbessert werden. Ziel währe E = 1 zu erreichen.
Eine kostenlose Demoversion für eine FMEA-Datenbank mit Musterbeispielen finden Sie unter:
www.irmler.com/fmea.htm
Falls Sie das Thema RISIKO-Management interessiert hier ein Fachartikel:
imperia.mi-verlag.de/imperia/md/content/.../ejl08_12_CH_060.pdf
Herzliche Grüße aus der Schweiz
Alfred Rist-Vogt
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