Reich schrieb:
Hallo Rudi,
Unser Unternehmen ist im Textile und Automotive Bereich tätig. Im Textile Bereich auditieren wir auf ISO 9001 Basis und im Automotive Bereich auf TS 16949 Basis. Darüber hinaus sollen unsere Prozesse und Produkte zusätzlich auf Risikoorientierer Basis betrachtet werden (Produktesicherheit, Produktebeobachtung, Notfallplanung, etc.).
Hallo Gianfranco,
Die
ISO/TS 16949:2002 behandelt Risiken wie folgt:
- Arbeitssicherheit zur Erreichung der Produktqualität
- Bewertung der Herstellbarkeit
- Bereichsübergreifender Ansatz
- Überwachung
DIN ISO EN 9001:2008 berücksichtigt diese Thematik unter:
- 0.4 Verträglichkeit mit anderen Managementsystemen
- 7.3.3 d) ... die Merkmale des Produkts festlegen, die für einen sicheren ... Gebrauch
Auch in dem Entwurf der
DIN EN ISO 9004:2008-11-15 lassen sich eine Vielzahl von Punkten direkt ableiten. Das KonTraG von 1998 ist für dich wahrscheinlich nicht relevant, da nicht auf technischer Ebene.
Wie gehst du nun ran!? Klare Sache. PDCA. Ermittlung, Analyse, Beurteilung und Risk-Behandlung. Darstellen des Restrisikos.
Meine Qualifizierung: Ich arbeite im Risikomanagement, bringe eine Ingenieurausbildung mit und habe grosse Erfahrung im EHS-Auditbereich.
Wenn du im RMS tätig bist, sollte dir die
ISO 31000 eine ordentliche Grundlage liefern.
Zurück zu meinem Anliegen: Ich suche Auditkonzepte, Vorlagen, womit Prozesse und Produkte auf risikoorientierter Basis analysiert werden können (Prozess- / Produktrisikomanagement).
Das RM lässt sich mittel Risiko-Portfolio nach dem o.g. Zyklus darstellen. Am besten relevante Risiken katalogisieren, eine X-Y-Matrix erstellen, das Schadensausmaß wichten und die Eintrittswahrscheinlichkeit ermitteln. Ergebnisse in die Matrix und schwupps... da hast du deine Audittätigkeiten. Das Auditprogramm sollte nun keine besondere Übung darstellen.
Viel Erfolg
Rudi