Hallo,
ich bin ein wenig erstaunt über diese Aussage:
Bei uns sollen in der Produktion Regelkarten eingeführt werden.
Wie haben Sie denn die ganze Zeit produziert, alles 100% kontrolliert oder Produktion nach Reklamationen geregelt ?
Ich gehe davon aus, dass Sie mit zweierlei Vorgaben den Prozess steuern wollen:
1. die Toleranzüberwachung bei Produktionsmaß ( z.B Vormaß bei 1. Prozessschritt)
2. Fertigmaß bei Endprodukt.
Diese Überwachungen mit verschiedenen Nennmass- oder Toleranzvorgaben können auf 2 verschiedenen Regelkarten geführt werden. Diese Erfassung setzt aber den Einsatz geprüfter und überwachter Messmittel voraus.
Desweiteren sind die Mitarbeiter auf den Umgang mit diesen Qualitätswerkzeugen wie Erfassung der Daten nach Prüfplan zu schulen.
Die Datenerfassung, mit manuellem Eintrag in eine Regelkarte, ist in der Serienfertigung ist sehr zeitaufwändig.
Weitere Nachteile einer manuellen Regelkartenführung:
- Unleserliche Angaben bei Eingaben und Kommentaren,
- Falschberechnung von Steuung und Mittelwert,
- Nichteinhaltung von Prüfintervallen
Um wirklich den großen Zettelberg zu umgehen ist der Einsatz einer Messinsel mit PC zu empfehlen.
Die Mitarbeiter können dort zeitnah die Messergebnisse in die rechnerunterstützte Regelkarte eintragen.
Auf diese Weise lässt sich der Aufwand reduzieren und dem Mitarbeiter bleibt u.U. die Berechnung der Streuung und Grafikführung erspart.
Eine weitere Möglichkeit bietet der Einsatz eines CAQ-Systems. Je nach Aufwand und Datenmenge kann sich die Anschaffung nach einem gewissen Zeitraum amortisieren.
Gruß
Cooper