Hallo Pin,
eine visuelle Prüfung ( Gesamtzustand, Farbgebung, Fremdkörper, Verunreinigungen ) ist sicherlich ein guter Ansatz. Zur Sicherstellung der Verarbeitbarkeit sollten aber auch noch physikalische / chemische Tests erfolgen.
Als erstes ist das mitgelieferte Materialzertifikat gem. den Spezifikationen ( Soll / Ist Werte aus EMPB, etc. ) zu prüfen. Als nächstes empfehle ich den Test für den Moldflow Index ( Homogeniität und Schmelzindex / Schmelzverhalten des Granulates beim Plastifizieren ) Hierfür ist jedoch besonderes Testequipment erfoderlich. Der Mold Flow Index gibt auch Auskunft darüber, ob das gelieferte Material das richtige oder ggf. eine Falschlieferung ist ( uns wurde mal ein Lastzug ABS-PC, anstelle PA angeliefert => ohne technische Prüfung ist sowas nach Befüllung der Silos unverantwortlich )
Sofern Sie hygroskopische ( Material mit Wasseraufnahme ) Materialien einsetzen ( PA, PP ) sollten Sie ggf. noch den Feuchtegehalt bestimmen. Und damit gehen mir auch schon die Ideen aus.
Definition MFI
"Der Schmelzindex (engl.: MFI - melt flow index, älter: MFR - melt flow rate) gibt an, wieviel Gramm eines Kunststoffs in 10 min durch eine Kapillare bestimmter Geometrie gepresst wird, die Einheit ist also g/10min. Eine andere gebräuchliche Bezeichnung ist Schmelze-Massefließrate.
Der Volumenfließindex (engl.: MVR - melt volume rate) gibt das aus der gleichen Kapillare in 10 min gepresste Volumen an, die Einheit ist cm³/10min. Er wird auch häufig Schmelzvolumenindex oder Schmelze-Volumenfließrate genannt.
Hier noch ein Link zum MFI :
chemie.fb2.fh-frankfurt.de/KKP/KKT-04.htm
Hoffe ein bischen weitergeholfen zu haben
freundliche Grüße aus Mittelfranken
Rainer