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THEMA: Vermessen einer Prüflehre



Vermessen einer Prüflehre 14 Nov 2011 08:16 #12248

Hallo,

wie muß eine Prüflehre vermessen werden, damit ich die Vermessung als MSA V1 verwenden kann?
Gemessen wird ein Teil welches 3-dimensional gebogen ist.
Es ist ein viel zu großer Aufwand ein "Normal" herzustellen.
Eine Vermessung mit den CAD-Daten der Herstellung als Basis, würde als Ergebnis ja nur bedeuten, dass die Lehre richtig nach den Daten hergestellt wurde.

Gruß
tom
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  • Beiträge: 1

Aw: Vermessen einer Prüflehre 14 Nov 2011 13:27 #12251

Hallo tom,

in bezug auf die Konstruktion ist dass richtig, ich würde aber generell nach den Artikeldaten vermessen.
Allein aus dem Grund, dass sich ein Konstruktionsfehler eingeschlichen haben könnte, den Du beim Vergleich "Konstruktionsdaten vs. Lehre" ggf. nicht findest.

Die meisten Lehren sind mit einem gewissen, festgelegten Abmass an "Offset" erstellt, daher ist die Vermessung recht einfach. Die Erfahrung zeigt, dass man sich nicht immer auf Messberichte verlassen kann.
Vor / für die Durchführung von V1 oder V2 sollten zwingend die Nulllagen, RPS-Lochungen sowie die Messpunkte / Bereiche der Lehre geprüft sein, an welchen ich die MSA machen möchte.
Am sichersten ist die MSA in allen drei Koordinaten Richtungen durchzuführen. Insbesondere im Bereich von Anschlussflächen oder sonstigen signifikanten / kritischen Merkmalen, gesichert zusätzlich mit der Eingabe von ca. 50% der Merkmalstoleranz des Bauteils bei der Auswertung.


Viel Erfolg!!

Aw: Vermessen einer Prüflehre 03 Dez 2011 08:48 #12367

Ich sehe immer wieder, dass man sich bei solchen Fragen an Normen und Vorschriften orientiert nach dem Motto: was muss man denn tun. Es ist sicherlich richtig, diese Vorgaben zu befolgen, aber...

Die allererste Frage ist doch: was will ich mit der Lehre denn überprüfen? Geht es darum, dass die Kontur in jedem Punkt stimmt? Wenn ja, muss die Lehre in jedem Punkt überprüft sein (MSA...). Oder genügt es, dass bestimmte Punkte stimmen? Welche Punkte sind überhaupt sensibel bezüglich des Herstelungsprozesses?

Als Beispiel nenne ich ein Stanz-Biege-Teil bei dem ein Lochbild in einem Hub der Presse gestanzt wird und in dem Seiten in einem weitern Schritt umgebogen werden. Das Lochbild wird immer gleich sein; seine Gesamtlage kann vielleicht falsch sein aber die Löcher zueinander nicht. Durch den Biegevorgang kann aber ber verschiedenen Materialchargen das Material unterschiedlich zurückfedern. Jetzt muss noch geklärt werden, was davon wichtig ist (CC und SC). Damit ist die Messaufgabe klar und die Lehre kann entsprechend ausgelegt werden.
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Karl Stanger
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