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Prozessfähigkeit und Stichprobenhäufigkeit
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THEMA: Prozessfähigkeit und Stichprobenhäufigkeit



Prozessfähigkeit und Stichprobenhäufigkeit 21 Okt 2011 22:56 #12086

Hallo,

es gibt ja schon viele Beiträge zum Thema Prozessfährigkeit (z.B. dem Cpk-Wert). Ich habe allerdings eine hoffentlich neue Frage:

Wir haben einen neuen Prozess eingeführt und zur Qualifizierung eine große Stichprobe (ca. 200 Messungen) genommen und einen Cpk-Wert des Prozesses gemessen.
Das Ergebnis lag bei ca. 1,4, was einem stabilen Prozess entsprechen sollte.
Außerdem haben wir die Fähigkeit der Messmittel überprüft, da diese ebenfalls neu waren.

Den Prozess werden wir weiter mittels SPC überwachen und weiter den Cpk - Wert pflegen. Was mich aber nun wirklich interessiert:

Wir machen zur Zeit Stichprobenprüfungen. Jedes 50ste Teil wird geprüft und 5 Messungen pro Teil aufgenommen, welche in die SPC-Karte fließen. Wie kann ich ermitteln, ob diese Stichprobenhäufigkeit und -umfang ausreichend sind?
Ich würde annehmen, dass mit einem höheren Cpk-Wert und mehr i.O. Prüfungen im Laufe der Zeit nach Prozessinstallation sich eine immer weitere Reduzierung der notwendigen Prüfhäufigkeit ergibt.

Ist eine sinnvolle Prüfhäufigkeit aus einem gegebenen Cpk Wert und einer Anzahl von i.O. Messungen hintereinander zu errechnen?

Es wäre echt klasse, wenn jemand helfen könnte.

Vielen Dank schonmal.
  • roadrunner
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Aw: Prozessfähigkeit und Stichprobenhäufigkeit 23 Okt 2011 08:39 #12088

Servus Tim,
such einfach mal nach Shewart Regelkarte und Prozess FMEA.

Grüßle
Peter
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  • Beiträge: 925
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Aw: Prozessfähigkeit und Stichprobenhäufigkeit 30 Okt 2011 14:08 #12150

Hallo,

dazu habe ich schon einiges gefunden.
Regelkarten und FEMAs sind bei uns auch in der Anwendung.
Nur gibt es halt einen Zusammenhang, den ich noch nirgends beschrieben gefunden habe:

Habe ich die Fähigkeit von Prozess und Messmittel nachgewiesen, weiß noch lange nicht, wie häufig eine Stichprobenmessung durchgeführt werden sollte.

Wird ein Prozess installiert, jeden Tag zu Schichtbeginn werden Probemessungen durchgeführt und die Regelkarte weitergeführt sind erstmal alle zufrieden so lange der Prozess sicher ist.
Nun fährt der Prozess hoch und wir haben einen 3 mal höheren Durchsatz an Teilen. Muss ich dann nicht auch neu bestimmen, ob einmal am Tag ein Prüfung ausreicht? Und wie soll dies zu bestimmen sein??

es wäre echt klasse, wenn mir jemand helfen könnte.

Vielen Dank
  • roadrunner
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  • Beiträge: 5

Aw: Prozessfähigkeit und Stichprobenhäufigkeit 02 Nov 2011 11:46 #12157

roadrunner schrieb:
Hallo,

dazu habe ich schon einiges gefunden.
Regelkarten und FEMAs sind bei uns auch in der Anwendung.
Nur gibt es halt einen Zusammenhang, den ich noch nirgends beschrieben gefunden habe:

Habe ich die Fähigkeit von Prozess und Messmittel nachgewiesen, weiß noch lange nicht, wie häufig eine Stichprobenmessung durchgeführt werden sollte.

Wird ein Prozess installiert, jeden Tag zu Schichtbeginn werden Probemessungen durchgeführt und die Regelkarte weitergeführt sind erstmal alle zufrieden so lange der Prozess sicher ist.
Nun fährt der Prozess hoch und wir haben einen 3 mal höheren Durchsatz an Teilen. Muss ich dann nicht auch neu bestimmen, ob einmal am Tag ein Prüfung ausreicht? Und wie soll dies zu bestimmen sein??

es wäre echt klasse, wenn mir jemand helfen könnte.

Vielen Dank


Hallo roadrunner,

Die Eingriffswahrscheinlichkeit im Prozess (gegeben aufgrund deiner Eingriffsgrenzen, Stichprobengröße, µ und ϭ) wird sich aufgrund des höheren Durchsatzes, solange Mittelwert und Streuung gleich bleiben, nicht verändern. D.h. bei jeder Stichprobenentnahme ist die Eingriffswahrscheinlichkeit ein bestimmtes delta-µ zu entdecken gleich. Natürlich wenn du mehrmals am Tag eine Stichprobe entnimmst steigt auch die Wahrscheinlichkeit dass du im Problemfall nach der xten Stichprobe es auch entdeckst. Eine Berechnungsmethode für das Zeitintervall zwischen den Stichproben, im Gegensatz zur Stichprobengröße, gibt es nicht. Das Intervall kann auch bezogen auf den Durchsatz zwischen zwei Stichproben definiert werden und das damit verbundene Risiko für etwaige produzierte Teile zwischen den beiden Stichprobenentnahmen.

In Anlehnung an das Stichprobenintervall SI bei Pre-Control Karten:
Das Stichprobenintervall SI zwischen zwei Stichproben kann nach Zeit oder
nach produzierten Einheiten bemessen werden. Unterschieden wird zwischen Anfangsintervall
und laufender Fertigung. Das Anfangsintervall ist aufgrund von Vorerfahrungen festzulegen.
In der laufenden Fertigung erhält man ein mittleres Intervall zwischen zwei Nachstellungen.
Das Stichprobenintervall ist dann etwa ein Sechstel dieser Zeit (z.B. bei 4 Stunden
muss alle 40 Minuten geprüft werden).

lg

safeto
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