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THEMA: MSA bei zerstörenden Prüfungen



MSA bei zerstörenden Prüfungen 14 Mär 2011 09:53 #10569

Guten Tag,

ich arbeite in einem Zulieferer für die Automobilindustrie. Wir verarbeiten Textilien für das Interior.
Nun habe ich die Aufgabe bekommen eine MSA durchzuführen.

Dabei tritt folgendes Problem auf:

Die Prüfung der Trennkraft, Dehnung etc. der Stoffe ist nicht zerstörungsfrei. Wie sieht es da mit den Wiederholbedingungen aus? Meiner Meinung nach, sind diese nicht gegeben, da der Prüfling nur einmal geprüft werden kann.

Sollte ich da 50 Prüflinge nacheinander für das Verfahren 1 prüfen?
Kann ich das Verfahren 2 vernachlässigen aufgrund der Unwirtschaftlichkeit? (Wären ja 90 Prüflinge)

Ich steh momentan voll auf dem Schlauch und wäre über jede Hilfe sehr dankbar.


Gruß
koeppel
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  • Beiträge: 5

Aw: MSA bei zerstörenden Prüfungen 14 Mär 2011 21:56 #10572

Hallo Koeppel


Zuerst einmal: Willkommen im Forum !


In der Tat ist Vefahren 2 nicht so einfach durchführbar

jedoch ist es bei einem texteilen Flächengebilde durchaus vertretbar

über die Breite und Länge verteilt, repräsentative Proben zu nehmen

und diese sozusagen als "ein Los" zu betrachten,-

in der Annahme daß an jeder Stelle des Stoffes

die gleichen Begebenheiten (Trennkräfte etc.)herrschen


Sollte das MSA Ergebnis jedoch das Gegenteil zeigen,

und die Messwerte zu stark schwanken und dies dem Textil zuordbar sein

haben Sie ein klares Indiz hierfür,

daß Sie Ihr Textil schleunigst verbessern müssen ...


Wenn Sie Vefahren 2 doch nicht anwenden möchten, ist immer noch Verfahren 1 ausreichend,


MFG E.Pauer
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Aw: MSA bei zerstörenden Prüfungen 15 Mär 2011 05:59 #10573

Guten Morgen,

vielen Dank für diese Anregungen.

Ein Problem besteht noch hinsichtlich eines Prüfnormals für die zerstörenden Prüfungen.

Für Verfahren 1 ist es ja üblich ein kalibriertes Normal heranzuziehen und die Fähigkeit des Messmittels nachzuweisen bzw. ein Serienteil als Normal zu kalibrieren und dann das Verfahren durchzuführen.

Das Messmittel wird üblich mit einer Software durch den Hersteller kalibriert und es existieren keine Normale für die Trennkraft.

Ist es vertretbar 50 repräsentative Prüflinge über Breite und Länge heranzuziehen?

Gruß
koeppel
  • r.koeppel
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  • Beiträge: 5
Letzte Änderung: 15 Mär 2011 06:00 von r.koeppel.

Aw: MSA bei zerstörenden Prüfungen 15 Mär 2011 07:15 #10574

Guten Morgen,

Verfahren 1 bezieht sich im Regelfall auf ein idealisiertes Verfahren (wie bei VDA 5 Prüfmittelfähigkeit), Einfluss von Objekt, Umgebung, Mensch soll also minimiert werden. Wird jetzt ein Serienteil eingesetzt, wird der Objekteinfluss bereits im Verfahren 1 berücksichtigt.

2 Probleme ergeben sich daraus:

1. Der Objekteinfluss und die daraus resultierende Messunsicherheit macht es schwierig den cgm-Wert einzuhalten.

2. Bewusst habe ich cgmk nicht erwähnt, denn der kann - wie Sie bereits angedeutet haben - ausschließlich mit Hilfe eines kalibrierten Normals (mit entsprechender Messnsicherheits des Normals) festgestellt werden.

Es sollte sich doch auf dem Markt Alternativen als Normal finden lassen, oder?

Das von Herrn Pauer angesprochene Testverfahren ist dann eine gute Lösung für Verfahren 2. Ähnliches habe ich bei einer Siegelnahtprüfung durchgeführt. Definierte Trennstreifen einer Siegelnaht, die anschließend zerstört werden, haben hierbei ergeben, dass starke Schwankungen im Produktionsprozess aber auch im Prüfprozess vorherrschen. Guter Input für Abstellmaßnahmen.

Beste Grüße
Chris
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