Hallo diol,
die Bestimmung des Prüfzeitpunktes kann aus wirtschaftlicher und technischer Sicht betrachtet werden. Nur mal ein paar kurze Anmerkungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
In der Literatur werden zwei Prinzipien hervorgehoben, die nicht immer angewendet werden können (abhängig von der Fertigung) und sich gern auch gegenseitig ausschließen.
1. Ein erzeugtes Merkmal ist zeitnah zu messen, um Bearbeitungskosten an bereits fehlerhaften Teilen zu reduzieren. --> Prüfe so früh wie möglich
2. Viele Prüfungen sind örtlich zusammenzufassen, um die Fertigungsdurchlaufzeiten zu verringern --> Optimierung des Fertigungsflusses und Verringerung der Fertigungsunterbrechungen
In punkto technischer Sicht ist natürlich das Vorhandensein des Prüfmerkmals die Grundvoraussetzung. Diese Informationen erhältst du aus dem Arbeitsplan, zu welchem Zeitpunkt der Fertigung das Merkmal entsteht. Weitere Prüfungen sind erforderlich
vor Verwendung von Bezugsflächen oder -bohrungen,
nach Fertigstellung von Merkmalen, die im Endzustand nicht mehr feststellbar sind (z.B. Bezugsflächen, Bezugsbohrungen),
vor und nach aufwändigen Arbeitsvorgängen (hoher Wertzuwachs) und
vor und nach Arbeitsvorgängen, bei denen mit Verzug zu rechnen ist (z.B. nach Schweiß- und Wärmebehandlungen)
Das mal als allgemeine Anmerkungen. Literaturtipps hab ich grad keine parat. Das Thema meiner Dpomarbeit ging auch in die Richtung Prüfplanung. Ich kann dir nur Dissertationen von Doktoranden empfehlen, die in diese Richtung gehen. Findest genügend im Netz oder über deine Uni-Bibliothek.
Beste Grüße
Chris