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Requalifizierungsprüfungen
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THEMA: Requalifizierungsprüfungen



Requalifizierungsprüfungen 05 Feb 2009 14:42 #3172

Ist es möglich die Requaliprüfungen dem Lieferanten weiterzuleiten?

Aw: Requalifizierungsprüfungen 05 Feb 2009 18:36 #3173

Hallo Frau Hörnlein,

kommt natürlich ganz auf die bestehende QSV zum Lieferanten an bzw. ob dieser TS 16949 zertifiziert ist. Bei letzteren muss er auf jeden Fall auch für seine Lieferumfänge eine Requalifikation nachweisen.

Ob die Häufigkeit der Requalifikation (muss nicht jährlich sein) sowie die Merkmale / Anforderungen mit euren Deckungsgleich sind, ist natürlich noch zu prüfen.

Gruß, Roland
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Aw: Requalifizierungsprüfungen 06 Feb 2009 11:26 #3177

Hallo Roland, danke für die Antwort.
Der Lieferant ist nach TS 16949 zertifiziert.
Nach Norm ist ja eine Dimensions,Funktions-und Materialprüfung gefordert.Dies müßte dann eigentlich von unserem Lieferanten(Zukaufteile) und uns Fertigteil durchgeführt werden?
Wenn wir jetzt sagen das wir das Materialzertifikat des Lieferanten für die Materilaprüfung ranziehen,d.h selber keine Materialprüfung mehr machen,ist das dann ok? Oder muß der Lieferant und wir eine Materialprüfung durchführen.Wobei noch die Frage offen ist,ob das Zertifikat überhaupt reicht,um den Punkt der Norm zu erfüllen.

Gruß Petra

Aw: Requalifizierungsprüfungen 06 Feb 2009 12:14 #3178

Hallo Fr Petra

Wenn der Lieferant entsprechend fähig ist, dh. eine gute Lieferantenbewertung (A) aufweist, prozessfähig in den relevanten Merkmalen und TS zertifiziert ist ,
ist es normkonform wenn nur Ihr Lieferant die Materialprüfungen durchführt,- Sie also keine Wareneingangsprüfung mehr durchführen müssen.

Was die Requalifikationsprüfung nach ISO/TS Forderung anbelangt:
Diese müssen Sie selbst intern nach den spezifizierten Merkmalen des Kunden
(analog zu EMPB) durchführen. Ebenso muß dies Ihr Lieferant intern auch selbst tun.

MFG E.Pauer
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Aw: Requalifizierungsprüfungen 06 Feb 2009 13:42 #3179

Hallo E.Pauer, d.h. wenn wir vom Lieferanten 10 Kunststoffteile bekommen und wir diese 10 Teile zu einem Teil zusammenbauen. Dann muß der Lieferant Materialprüfungen durchführen(evt. Prüfung des eingesetzten Kunststoffgranulats) und wir müssen die Teile (das Material)dann nochmal auf die Identität prüfen? Laut EMPB bestätigt man ja nur den eingesetzten Werkstoff Soll PA Ist PA und hängt ein Materialzertifikat des Granulatherstellers bei.

Fr. Petra

Aw: Requalifizierungsprüfungen 09 Feb 2009 08:14 #3190

Hallo Fr Petra

Der Teilelieferant ist verantwortlich, daß die betreffenden 10 Einzelteile Ihren Vorgaben gemäß EMPB entsprechen. Wenn er das ausreichend nachweist, brauchen Sie diese Teile nicht mehr gesondert zu prüfen. Sie checken im Wareneingang dann nur ob richtiger Artikel, Menge und Termin.

Sie wiederum sind für die zusammengebauten Teile gemäß EMPB Ihres Kunden verantwortlich
und müssen diese auch entsprechend prüfen und nachweisen.

MFG E.Pauer
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Aw: Requalifizierungsprüfungen 13 Feb 2009 09:56 #3197

Hallo!

Natürlich ist das möglich. Es gibt ja viele Prüfungen die man als Kunde garnicht durchführen kann. Da hilft dann meist ein Gespräch mit dem Lieferanten und das ganze sollte dann laufen. Zumal er ja sowieso Prüfungen durchführen muss.

Gruß
Michael
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Aw: Requalifizierungsprüfungen 13 Feb 2009 13:24 #3199

Ich glaube wir reden manchmal aneinander vorbei. (liegt vielleicht auch an mir) . Das Thema ist Erfüllung der Normforderung Requalifkationprüfungen. Es geht nicht um WE / PPAP usw.
Das heißt ich habe ein Kunststoffteil was ich einem Kunde verkaufe. Der Kunde hat keine speziellen Anforderungen an die Requalifikatiosprüfung. Das Kunststoffteil besteht aus vielen Einzelteilen,die wir alle von Lieferanten zukaufen.Nun die Frage ist : Können wir die Requalifikationsprüfungen(Material) an unsere Lieferanten weitergeben? Was heißt überhaupt Matereialprüfung im Sinne der Norm? Reicht ein Materialzertifikat?

Gruß Petra

Aw: Requalifizierungsprüfungen 18 Feb 2009 20:06 #3250

Hallo zusammen,

Requalifikation bedeutet Prüfung der Teile nach Erstbemusterungsumfang:( . , jedes Jahr. So kenne ich dies zumindest nach Kundenvorgabe Daimler (MBST2007). Bei diesem Kunden heißt dies: Heißlichtalterung, Emmisionsanalyse, Chemikalienbeständigkeit, Narb und Farbbeständigkeit ect.

Was gibt euer Kunde explizit vor?

Falls er keine speziellen Vorgaben gemacht hat, dann würde ich Vorschlagen aktiv auf ihn zuzugehen. Und zwar mit einem entsprechendem Vorschlag.

Bsp.: Punkte die ihr bei einem Produktaudit prüft (Funktion, kritische Merkmale, Maße, Farbe...) sollte nicht mehr separat in der Requali. aufgenommen werden, da ihr den Nachweis über das Produktaudit bringt.
Werkstoffprüfungen...bescheinigt ihr über Werksprüfzeugniss, nur bei Wechsel des Granulatherstellers, Materialänderungen, Lieferantenwechsel prüft euer Lieferant die entsprechende Vorgaben wie bei der Erstbemusterung, dieser Bemustert an euch...usw.

Ich habe dies mit o. g. Kunde in ähnlicher Art gemacht, trotz der Vorgaben, und festgestellt, dass der Kunde sehr positiv auf die Anfrage reagiert hat. Insgeheim weiß auch der Kunde dass das Thema Requali bei vielen Lieferanten, Unterlieferanten nicht immer Kunden-, Normenspezifisch gemacht wird. Nach schriftl. Absprache aber könnt ihr alle Normenforderungen "aushebeln" und euch mit euerem Vorschlag auch eine kosten-, arbeitsintensive Requali evtl. sparen.

Auf den Kunden zugehen hat uns sehr geholfen.

Gruß QMix
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