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MSA bei Standardmessmitteln
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THEMA: MSA bei Standardmessmitteln



MSA bei Standardmessmitteln 23 Feb 2011 05:55 #10411

Hallo Zusammen,

wir sind ein Kunststoffverarbeitender Mittelständler im Bereich Automotive und Medizin, und wollen nun eine Strategie MSA Standardmessmittel festlegen.

Wie kann ich bei Multisensorik-KMG eine Standard-MSA aufbauen? Wir besitzen 4 Mulisensorik KMG´s verschiedener Hersteller und Größen.
Unser Gedanke war mit einem nicht DKD-Kalibrierten Prüfkörper, der mehrere Merkmale enthält, die in unseren täglichen Messumfeld auftauchen, ein Verfahren 3 zu fahren, und auszuwerten. Der Istwert zur Auswertung soll hierbei der Mittelwert aus den Verfahren 3 Messungen aller KMG´s sein.
Die Erkenntnis ist die minimal messbare Toleranz. Des weiteren wollen wir mit diesem Prüfkörper Monatlich eine Überprüfungsmessung laufen lassen, um die Stabilität nachweisen zu können.
Wie seht Ihr unseren Gedanken, oder wie löst Ihr dieses Problemchen?

Analog wollen wir dies für Bügelmessschrauben, Messschieber, usw. durchführen. Hier setzen wir als Prüfkörper Endmaße ein.

Noch eine kleine Sache: Wir haben dz. ca. 7000 Lehrdorne in unserer Prüfmittelverwaltung aufgenommen und auch einer Werkskalibrierung unterzogen. Kann ich für diese Lehrdorne eine Standard-MSA generieren?

Wie geht Ihr mit diesem Thema um?

Könnt Ihr mir hierzu ein paar Tipps geben?

Vielen DANK

Grüsse
Günter
  • gkw27
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  • Beiträge: 2

Aw: MSA bei Standardmessmitteln 23 Feb 2011 07:57 #10412

Hallo Günter,

immer wieder ein schönes Thema, dass hier schon öfters aufkam. Da ihr auch im Bereich Medizintechnik unterwegs seid, scheint euch ja auch das Thema Validierung bekannt zu sein. Ich möchte damit nur kurz andeuten, dass eine reine Prüfmittelfähigkeitsstudie vollumfänglich nicht ausreicht, sondern in einer Validierungsstudie einzubetten ist. Das nur nebenbei.

Weiterhin ist es leider so, dass ein 3D-KMG (ich hoffe die Bezeichnung "multisensorik" bezeichnet nicht etwas völlig anderes) von seiner Komplexität her nicht mit einer Bügelmessschraube vergleichbar ist. Umgebungseinflüsse, verschiedenste Merkmalswerte, Messprogramme ...
Euer Ansatz klingt aber erstmal in Ordnung, das mit der MSA ist natürlich immer eine Glaubensentscheidung. Ich bin eher VDA 5-Fan..insbesondere seit der neuen Fassung. Weiterhin empfiehlt sich die Anwendung der VDI 2617 und DIN EN ISO 10360, dort wird auch das Thema mit einem kalibrierten Werkstück aufgegriffen.

Aber bevor ich wieder zu viel erzähle: es gibt schon einige Threads zu dem Thema, schau sie dir mal an: klick mich Darin ist auch noch ein zweiter Verweis.

Falls du auf eine MSA beharren solltest, bedenke, dass ein Bedienereinfluss nicht ausgeschlossen ist (Verfahren 3). Wer spannt denn auf??

Thema Bügelmessschraube, Messschieber, etc. ist dann relativ einfach. Auch hier empfehle ich eher die VDA 5, aber wie gesagt: ist nur meine Meinung.

Grüße und hoffe, geholfen zu haben
Chris
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